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Artikel 1268 von 1961

:: Alte AKW können sofort abgeschaltet werden

+ 15.06.2009 + Die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke können sofort abgeschaltet werden, ohne dass dies die Stromversorgung von Industrie und Privathaushalten in Deutschland beeinträchtigt.

Nach Greenpeace-Recherchen sinkt der Anteil der sieben Alt-AKW Biblis A und B,Brunsbüttel, Neckarwestheim 1, Isar 1, Philippsburg 1 und Unterweser an dergesamten Stromerzeugung in Deutschland tendenziell seit 2001. Hingegensteigt die ins Ausland exportierte Strommenge und der Anteil derErneuerbaren Energien. Die Produktion von Strom aus Wind, Sonne und Wasserwächst so stark, dass er wegen Überproduktion zeitweise nicht mehr insStromnetz eingespeist werden kann.

 

„Viele alte Meiler stehen wegen technischer Probleme sowieso die meisteZeit still und zeigen so, wie unzuverlässig und überflüssig dieHochrisikotechnologie Atomkraft ist“, sagt Heinz Smital, Atomexperte vonGreenpeace. „Wenn die sieben alten Reaktoren sofort vom Netz gehen, ist dasein großer Gewinn für die Sicherheit. Versorgungsengpässe oder gar eine Stromlücke, mit der die Atomlobby droht, gibt es nicht.“

 

Der Anteil der sieben ältesten AKW an der gesamten Stromerzeugung inDeutschland betrug in den vergangenen vier Jahren nur noch 6,9 Prozent.Vier Jahre davor lag ihr Anteil noch bei mehr als 8 Prozent. In beidenLegislaturperioden erreichte die Einspeisung von Atomstrom aus den siebenältesten Meilern im Jahr 2001 einen Spitzenwert mit 8,9 Prozent und in 2007den niedrigsten Anteil mit 4,8 Prozent. Speziell jene Alt-Reaktoren, dieals nächstes zur Abschaltung anstehen, Biblis A und B sowie Brunsbüttel undNeckarwestheim 1, erzeugten im Jahr 2008 rund 22.000 GigawattstundenAtomstrom. Genauso viel wurde im vergangenen Jahr ins Ausland exportiert.

 

„Die schwerfälligen Atomkraftwerke blockieren den Ausbau der Erneuerbaren Energien“, so Heinz Smital. „Schon heute machen sich Wind und Atomstrom imStromnetz Konkurrenz. Das Abschalten der sieben Alt-Meiler wäre einpositives Signal an alle Investoren. Denn mit dem Ausbau der ErneuerbarenEnergien wird die Stromversorgung langfristig gesichert.“

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