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:: Atomkraft ade: E.ON setzt auf Blockheizkraftwerke

+ 10.07.2011 + E.ON will bis 2020 über 360 Blockheizkraftwerke (BHKW) in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern installieren.

"Mit besonderem Schallschutz sind die Anlagen besonders gut für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern geeignet", so Alexander Ihl, Unternehmenssprecher von E.ON.

 

Bei einem Großteil der BHKW-Module handelt es sich um kleinere Anlagen mit einer elektrischen Leistung zwischen fünf und 50 Kilowatt. Rund 70.000 Megawattstunden Strom können alle Anlagen zusammen in einem Jahr produzieren. Rund 20.000 Haushalte könnte man damit versorgen.

 

"Einen besonders hohen Wirkungsgrad erzielen die Anlagen, weil sie gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Dank dieser so genannten Kraft-Wärme-Kopplung, zeichnen sich BHKW durch eine hohe Effizienz und einer deutlichen CO2-Einsparung im Vergleich zur voneinander getrennten Erzeugung aus", so Ihl. Die Anlagen sind so ausgelegt, dass sie den Grundbedarf an Wärme und Warmwasser direkt vor Ort erzeugen. Der dabei zusätzlich produzierte Strom kann ebenfalls selbst genutzt oder in das öffentliche Netz eingespeist werden.

 

Alternative zur Kernenergie

"Sicherlich ist der Ausstieg aus der Atomenergie im Jahr 2022 einer der Beweggründe für diese Investition. Die Konzerne, die Atomstrom produzieren, suchen bereits Alternativen und wollen für die Zukunft Kapazitäten sichern", meint dazu Wulf Binde, Referent beim Bundesverband Kraft-Wärme-Koppelung e.V. (B.KWK). Einen direkten Zusammenhang mit dem geplanten Atomausstieg Deutschlands aus der Atomenergie möchte E.ON-Sprecher Ihl jedoch nicht herstellen. Vielmehr sieht er in der dezentralen Energieerzeugung einen wichtigen Zukunftsmarkt. Zudem sei man bereist schon fast 20 Jahre in diesem Bereich aktiv.

 

Haushalte benötigen neue Heizungen

Ein weiterer Grund für diese Investition ist laut Binde die Tatsache, dass viele deutsche Haushalte in naher Zukunft ihre Heizungen erneuern werden. "Viele Konsumenten verfügen über alte Gasheizungen und suchen nach neuen Alternativen. E.ON ist mit ihrer Tochtergesellschaft Ruhrgas auch ein großer Gasimporteur und möchte natürlich nicht ihre Kunden verlieren. So gesehen bietet sich hier die Alternative BHKW an", erklärt der Experte.

 

Rund 23 Mio. Euro will die E.ON Hanse Wärme so in den nächsten zehn Jahren in den Ausbau dieser Technik investieren. Über 160 BHKW-Module von E.ON sind bereits in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und im nördlichen Niedersachsen in Betrieb.

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