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:: Bioprodukte stehen auf dem Speiseplan der Europäer
+ 22.01.2011 + Deutsche und italienische Verbraucher verwenden am häufigsten Bioprodukte. Das geht aus einer Umfrage der TNS Infratest hervor.
Über ein Viertel (29 Prozent) der Europäer isst durchschnittlich einmal pro Woche Bioprodukte, vorwiegend biologisch angebautes Gemüse (59 Prozent) und Obst (52 Prozent) sowie Bio-Eier (49 Prozent). Die Hälfte der Befragten aus sieben europäischen Ländern verzehrt wesentlich seltener (max. alle 2-3 Wochen) Bioprodukte und ein Viertel (24 Prozent) verzichtet ganz auf deren Verzehr. Dies ergab die aktuelle TNS Studie „Nutrition & Health“, in der insgesamt 7.592 Onliner in den sieben Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Russland und Spanien befragt wurden.
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Die „Nutrition & Health“ Online Studie ermöglicht tieferen Einblick in den Konsum von Bioprodukten der Befragten. Neben der Häufigkeit des Verzehrs von Bioprodukten wurden die Teilnehmer auch nach ihrer Motivation für oder gegen deren Konsum befragt.
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Die meisten Bioprodukte werden nach den Studienergebnissen von Deutschen und Italienern verzehrt. In Deutschland ergab die Befragung unter 1.000 Teilnehmern, dass sechs Prozent täglich Bioprodukte auf ihrem Speiseplan haben. Bei 23 Prozent wöchentlich und bei 25 Prozent zumindest einmal monatlich. Dagegen sagten 26 Prozent der deutschen Verbraucher, dass sie Bioprodukte nur sehr selten kaufen und 15 Prozent verwenden diese überhaupt nicht. Es ist also noch jede Menge Potenzial für Bioprodukte vorhanden, und das obwohl die Biobauern schon jetzt mit der Nachfrage kaum Schritt halten können, wie eine aktuell veröffentlichte Studie der Universität Bonn belegt.
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Gründe für den Verzehr von Bioprodukten
Für 46 Prozent deutschen Verbraucher sind in erster Linie gesundheitliche Aspekte sowie der bessere Geschmack (30 Prozent) und die bessere Umweltverträglichkeit (31 Prozent) die Hauptgründe für den Verzehr von Bioprodukten. 39 Prozent der Niederländer essen Bioprodukte in erster Linie, weil die tierischen Produkte aus artgerechter Haltung stammen. „Der hohe Preis ist jedoch für alle befragten Verbraucher sowohl ein Grund, der sie davon abhält, deutlich mehr Bioprodukte zu essen als auch ein Hinderungsgrund, überhaupt Bioprodukte zu verzehren. Ein günstigerer Preis mit einem gleichzeitig wachsenden Sortiment würde sowohl die Sichtbarkeit, als auch die Kaufbereitschaft stark erhöhen“, sagt Norbert Dube, Account Director Brand & Communication bei TNS Infratest.
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Die TNS Studie zeigt ferner auf, dass die Gewohnheiten im Hinblick auf Lebensmittel und Ernährung bei Nutzern von Bioprodukten und denen, die auf Bioprodukte verzichten, relativ unterschiedlich sind. Bei Verbrauchern, die regelmäßig Bioprodukte essen, gehen offenbar eine gesündere Lebensweise und ein höheres Gesundheitsbewusstsein einher. Im Vergleich zur proportionalen Segmentierung in Europa haben Italiener und Holländer offenbar die gesündeste Lebensweise, gefolgt von den Franzosen. Basierend auf dieser Segmentierung ist der Gesundheitszustand der Deutschen und der Briten dagegen am schlechtesten.
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Für heute hat ein Bündnis aus Umwelt-, Entwicklungsorganisationen und Bioproduzenten auch aus Klimaschutzgründen zur Demonstration für eine ökologische Landwirtschaft in Berlin aufgerufen.
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Dass eine Agrarwende für Arten- und Klimaschutz noch nicht in Sicht ist, darauf verweist der neueste Agrarbericht 2011 hin. Alle Berichte sind in der Vollversion online kostenlos abrufbar. Die Grüne Woche läuft bis zum 30. Januar.
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