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Der Nationalpark Yasuní ist bedroht: Internationale Gelder fließen nicht wie gewünscht - die ecuadorianische Regierung will hier deshalb Öl fördern lassen. © BankTrack | Wikipedia
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:: China verleiht Geld gegen Erdöl

+ 12.08.2011 + Um sich nicht den strengen Auflagen des Internationalen Währungsfonds IWF unterziehen zu müssen, borgt sich Ecuador Devisen von der Volksrepublik.

Die ist im Gegenzug am Erdöl interessiert, das demnächst heftigst sprudeln könnte: Staatspräsident Rafael Correa hatte unlängst das Yasuní-Projekt für gescheitert erklärt.

 

...Ecuador braucht dringend frisches Geld und der Internationale Währungsfonds IWF will Correas Regierung nur einen Kredit gewähren, wenn der Staatspräsident einen rigiden Sparkurs einschlägt.

 

Dem Staatschef zufolge beläuft sich der jüngste chinesische Kredit auf zwei Milliarden US-Dollar. Zurückgezahlt werden muss er binnen acht Jahren, der Zinssatz liegt bei 6,9 Prozent. Ausgegeben ist das Geld auch schon. Finanzminister Patricio Rivera erklärte, damit werde das gesamte staatliche Investitionsprogramm 2011 finanziert.

 

Dass sich Ecuador im Gegenzug verpflichtet habe, 52 Prozent seines Erdöls an die Volksrepublik zu liefern, werde möglicherweise einen Aufschrei der Empörung auslösen, meinte Correa. Seine Kritiker sollten jedoch bedenken, "dass vorher mehr als drei Viertel unseres Öls an die USA geliefert wurden, ohne dass wir davon etwas hatten".

 

Wie viel Geld China insgesamt seit 2009 an Ecuador verliehen hat, ist offiziell nicht bekannt...  Die OPEC hat in ihrer jüngsten Prognose gerade ausgeführt, dass Chinas Ölhunger im kommenden Jahr um sagenhafte 6,5 Prozent wachsen wird. Da scheint verständlich, dass Peking mit allen Mitteln versucht, sich Zugang zu verschaffen...

 

... Mit dem Yasuní-Fonds hat Ecuador ein weltweit einmaliges Tauschgeschäft vorgeschlagen: Das lateinamerikanische Land verpflichtet sich, auf die Förderung von Erdöl im Yasuní-Nationalpark zugunsten von Umwelt und der dort lebenden indigenen Bevölkerung zu verzichten... Auch Deutschland ist - anders als einst beschlossen - Zahlungsverweigerer. Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) begründete die Absage damit, dass die Yasuní-Initiative ein Vorbild für andere Staaten mit ähnlichen Initiativen sein könnte. Wenn ein solcher Fonds erst einmal eingerichtet sei, könne man ähnlichen Projekten die Unterstützung nicht mehr verweigern.

 

Den kompletten Text können Sie hier lesen

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