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:: Das dunkle Bankgeheimnis
+ 31.07.2011 + Über fünf Billionen Euro hatten die Deutschen letztes Jahr auf privaten Bankkonten oder in Wertpapierdepots liegen.
Kaum einer macht sich klar, dass die Banken damit auch Projekte unterstützen, in die er sonst nicht einen Cent investieren würde.
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Wer sich nur knapp eine Stunde täglich hier aufhält, bekommt mehr als die erlaubte maximale Jahresdosis an Strahlung ab. In vier von fünf Trinkwasserproben liegt laut Greenpeace-Messung die Strahlung oberhalb des WHO-Grenzwerts, immer wieder wehen Schwaden radioaktiven Staubs durch die Straßen. Die Rede ist nicht von der Katastrophenregion um Fukushima, die Rede ist vom ganz normalen Alltag in den Städten Arlit und Akouta, fernab der Weltöffentlichkeit, in der Wüste von Niger.
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Hier, in einer der ärmsten Regionen der Welt, bauen zwei Tochterfirmen von Areva, einem der größten Atomkonzerne der Welt, rund 40 Prozent des Urans für dessen Kernbrennstäbe ab - unter paradiesischen Bedingungen, jedenfalls was die Rendite angeht: Hier stehen kaum lästige, kostentreibende Umwelt- oder Gesundheitsauflagen im Weg, obwohl Sprengungen und Bohrungen immer wieder Wolken radio-aktiver Partikel aufwirbeln und Millionen Tonnen strahlender Abfälle einfach unter freiem Himmel lagern.
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In Niger haben die Bergleute sogar 15 Jahre lang mit bloßen Händen und ohne Schutzmasken in den Minen gearbeitet, ohne dass irgendjemand sie über die Risiken aufgeklärt hätte. "Areva hat Milliarden verdient, und wir bleiben auf der langfristigen Umweltzerstörung und den enormen Gesundheitsrisiken sitzen", sagt Almoustapha Alhacen, Gründer der Umweltorganisation "Aghirin'man" (zu deutsch: Schutz der Seele) in Arlit.
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Mit dem Konzern Areva haben auch dessen Finanzdienstleister verdient, darunter laut Informationen von Menschenrechtsorganisationen so illustre Namen wie BNP Paribas, HSBC, Citigroup, UniCredit Group - und die Deutsche Bank. Die war etwa Teil eines Konsortiums, das dem Konzern im November 2007 einen Kredit über 2,5 Milliarden US-Dollar gab. Mit dem Geld finanzierte Areva den Kauf des südafrikanischen Bergbau-Unternehmens UraMin, das in Ländern wie Mosambik, Namibia und Tschad den Uranabbau vorantreiben will.
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"So hilft die Deutsche Bank, Arevas zerstörerische Praktiken in ganz Afrika zu verbreiten", sagt Barbara Happe, Campaignerin bei der Menschenrechts- und Umweltorganisation "urgewald". Gegenüber der Redaktion von natur+kosmos erklärt die Deutsche Bank, sie dürfe sich "zu angeblichen oder tatsächlichen Kundenbeziehungen aus Gründen des Bankgeheimnisses nicht äußern."
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Areva und die Deutsche Bank - nur eines von etlichen Beispielen dafür, wie Banken auf ihrer Jagd nach Maximalrenditen Umweltzerstörung, Kriege und Menschenrechtsverletzungen mitverantworten. "Bei der Wahl ihrer Firmenkunden", sagt Barbara Happe, "kennt die Deutsche Bank keine Skrupel und stellt auch den schwärzesten Schafen eine Finanzierung bereit."
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So etwa Tepco, dem Betreiber des japanischen Katastrophen-AKW, dem spanischen Unternehmen Instalaza, das mutmaßlich Streubomben an den libyschen Diktator Gaddafi geliefert hat, und dem Bergbau-Konzern Freeport McMoRan, der in der indonesischen Provinz Papua die berüchtigte Grasberg-Mine betreibt, eine der größten Gold- und Kupferminen der Welt - deren hochgradig mit Arsen und Quecksilber verseuchte Abwässer einfach in Flüsse geleitet werden und große Flächen Regenwald vergiften ...
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(Weiterlesen können Sie in der August-Ausgabe von natur+kosmsos)
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