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:: Edeka-Nord zeichnet Milch ohne Gentechnik
+ 04.09.2010 + Das gibt es selten: Greenpeace, BUND und Bauernverband loben gemeinsam den größten Lebensmittelverkäufer Deutschlands.
Edeka-Nord hat auf einer Pressekonferenz in Pinneberg erklärt, ab sofort gentechnikfreie Milch zu kennzeichnen und de Bauern dafür je Liter 7 Cent extra zu bezahlen.
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Warum geht Edeka diesen Schritt freiwillig? Der Geschäftsführer von Edeka-Nord, Jörg Steffens, erläuterte: „Die große Mehrheit der Deutschen und Europäer will keine gentechnikveränderte Lebensmittel. Wir bieten unseren Kunden jetzt bewusst die Wahlmöglichkeit, sich für gentechnikfrei erzeugte Lebensmittel zu entscheiden. Das bedeutet aber auch Mehrarbeit für die Bauern – zum Beispiel gentechnikfreies Futter für die Tiere. Und dafür sollen die Bauern auch bezahlt werden.“
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Die BUND-Gentechnikexpertin Heike Moldenhauer und Greenpeace-Sprecherin Barbara Kamradt nannten die Aktion eine „vorbildliche Pioniertat“, forderten aber zugleich, dass die übrigen sechs Edeka-Regionalgesellschaften dem guten Beispiel aus dem hohen Norden folgen. In einem nächsten Schritt Fleisch und Eier gekennzeichnet werden.
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Der Fernsehjournalist Franz Alt sagte in seinem Vortrag, dass immer mehr Verbraucher bereit seien, „faire Preise für regionale und ökologische Produkte zu bezahlen. Kurze Wege und Nähe zum Verbraucher schützen das Klima und schaffen Vertrauen in eine landwirtschaftliche Qualitätsproduktion.“ Zum Thema Gentechnik meinte Alt: „ Gott braucht keine Nachhilfe von Gentechnikern. Die Natur weiß es immer besser.“
Sonnenseite 2010
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