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:: Ein Tag zum Nachdenken - Welttierschutztag

+ 04.10.2012 + Wer nur einen Tag in der Woche fleischfrei lebt, schenkt immerhin einigen Tieren das Leben bzw. erspart diesen viel Leid.

Der alljährliche Welttierschutztag am 4. Oktober, dem Namenstag des heiligen Franz von Assisi, bietet wieder einmal Gelegenheit zu reflektieren, wie viel Tierschutz sich unsere Gesellschaft wirklich leistet.

 

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat erst unlängst bekanntgegeben, dass rund 1.734 Tonnen Antibiotika – gegenüber ursprünglich geschätzten 1.000 Tonnen – im Jahr 2011 an Tierärzte in Deutschland abgegeben worden sind. Solche Zahlen machen den Ruf nach einem konkreten Maßnahmenkatalog zur Reduktion des Antibiotikaverbrauchs bis hin zur Verbannung von Antibiotika in Tierställen unerlässlich.

 

Die Umsetzung dieser Strategie würde in der Konsequenz jedoch einen radikalen Umbau der Tierhaltungssysteme weg von dem System der heutigen agroindustriellen Intensivtierhaltung bedeuten. Denn massiver Antibiotikaeinsatz und Intensivtierhaltung bedingen sich gegenseitig. Die vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzesnovelle am Arzneimittelgesetz kann jedoch jetzt schon als Mogelpackung kritisiert werden, da eine konkrete Mengenreduzierung für Antibiotika nicht vorgeschrieben werden soll.

 

Im September 2012 wurde bekannt, dass die Bundesregierung Hermesbürgschaften für den Bau von zwei Geflügelfabriken mit Batteriekäfighaltung für je drei beziehungsweise fünf Millionen Lege­hennen in der Ukraine vergeben hat, die bei uns zwischenzeitlich verboten sind. Diese Export­kreditgarantien belaufen sich auf 26 Millionen Euro.

 

Die Novelle des Tierschutzgesetzes steht an. Gemäß einem Kabinettsbeschluss vom 29. August 2012 lehnt die Bundesregierung wesentliche Forderungen der Bundesländer zum Tierschutz – wie die Kennzeichnung von besonders tiergerecht erzeugten Produkten – ab.

 

Die Liste der Meldungen ließe sich beliebig fortführen. Vor diesem Hintergrund erscheint die Meldung des Statistischen Bundesamt, dass im ersten Halbjahr 2012 in Deutschland 23.600 Tonnen weniger Fleisch als im entsprechenden Vorjahreszeitraum produziert worden sind, unerheblich.

 

Wenn diese Reduktion bei einer Gesamtproduktion von 4 Millionen Tonnen im Jahr 2011 auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein mag, so gibt sie dennoch Hoffnung hin zu einer Entwicklung in die richtige Richtung, nämlich einen Rückgang des Fleischkonsums einzuläuten.

 

Wer nur einen Tag in der Woche fleischfrei lebt, schenkt immerhin einigen Tieren das Leben bzw. erspart diesen viel Leid. Wer denkt schon daran, auf diese Weise Tierleben retten zu können? Darüber hinaus hat die Intensivtierhaltung, aus der das meiste konsumierte Fleisch stammt, erhebliche Auswirkungen auf unsere Umwelt.

 

Nach einer Studie der FAO von 2006 sind 18% der weltweiten Treibhausgase auf die Viehzucht zurückzuführen, mehr als alle Transport- und Verkehrsabgase zusammen (14%).

 

Das Stockholm International Water Institute (Siwi) weist in einer Studie nach, dass die Landwirtschaft rund doppelt so viel Wasser verbraucht wie alle anderen Aktivitäten der Menschheit zusammen, wobei die Fleischproduktion dabei den höchsten Wasserverbrauch hat. Die Herstellung eines einzigen Kilogramms Schweinefleisch verschlingt z.B. rund 10.000 Liter. Unsere Ernährung ist damit eine der wichtigsten Stellschrauben, wenn wir unseren ökologischen Fußabdruck verringern wollen.

 

„Gute Gründe also, den persönlichen Fleischkonsum zu reduzieren oder sogar eine vegetarische Ernährung anzustreben“, meint die Vorsitzende Ingeborg Livaditis.

 

Kampagnen wie "Donnerstag ist Veggietag" oder "Klimaschutz mit Messer und Gabel" versuchen Menschen für eine tierfreundliche Ernährung zu sensibilisieren.

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