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:: Eine halbe Milliarde für Tschernobyl
+ 26.04.2011 + Eine Geberkonferenz hat in Kiew das dringend benötigte Geld für die neue Schutzhülle des Tschernobyl-Reaktors zugesagt. Eile tut Not: Die alte Hülle hätte in diesem Jahr ersetzt werden müssen.
Wie geht es eigentlich mit dem Sarkophag in Tschernobyl weiter? Das Erdbeben von Fukushima hat auch die Verantwortlichen in der Ukraine aufgeschreckt. Im Mai 1990 wurden hier zwei Stöße der Stärke 6,8 und 6,3 auf der Richterskala registriert, das Epizentrum lag am Karpatenrand. Garantieren, dass der alte Sakrophag solche Stöße bei einem deutlich näheren Epizentrum überstehen würde, kann hier niemand: Die Westwand der Reaktorhülle wurde auf Entlüftungsschächten des Blocks 4 errichtet, die größeren Erschütterungen nicht standhalten.
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Es muss etwas passieren, das ist seit 1992 klar: Damals war ein erstes internationales Vertragswerk zum Bau einer neuen Reaktorschutzhülle unterzeichnet worden, der G7-Gipfel im Juni 1994 hatte der Ukraine einen Aktionsplan angeboten. 1997 machte der G7-Gipfel in Denver auch Finanzzusagen - zunächst über 300 Millionen Euro. Bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung wurde der sogenannte "Chernobyl-Shelter Fund" eingerichtet, der weiteres Geld für die neue Schutzhülle zusammentragen soll.
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Geplant ist ein "new safe confinement" genanntes Bauwerk – übersetzt "neuer sicherer Einschluss" -, das einmal 108 Meter in die Höhe ragen und mit einer Spannweite von 257 Metern im Halbkreis über den Block 3 und 4 des Atomkraftwerkes W.I. Lenina gestülpt werden soll.
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