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:: Elektroautos zum Teilen

+ 01.05.2011 + Positive Resonanz, aber manche Kunden trauen sich noch nicht.

Alles begann damit, dass Peter Bantele sich ein Auto mit jemandem teilen wollte. Doch dann sprang der andere ab und Bantele stand allein mit seinem Fahrzeug da. Ihm kam eine Idee: Carsharing – also das gemeinsame Nutzen von Fahrzeugen –  in größerem Stil aufzuziehen. Der Glaube an eine sinnvolle Fahrzeugnutzung trieb ihn an und nach drei Jahren Entwicklungsarbeit war es dann soweit: Der Kemptener „stadtflitzer“ ging an den Start.

 

Heute können die Kunden aus einer Flotte von neun Fahrzeugen wählen. Das Besondere dabei: Wer möchte, kann mit einem umweltfreundlichen Elektroauto durchs Allgäu düsen. Die Fachhochschule Kempten hat zwei Elektrofahrzeuge für das Carsharing zur Verfügung gestellt, das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) unterstützt im Rahmen seiner „eE-Tour Allgäu“ das Projekt. Im ganzen Allgäu hat das AÜW Ladestationen aufgestellt – von Oberstaufen bis Oberstdorf, von Bad Hindelang bis Memmingen.

 

Eines der Elektroautos steht beim Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!). Dessen Geschäftsführer Martin Sambale ist stolz darauf, dass seine Mitarbeiter auf umweltfreundliche Mobilität setzen: „Wir wollen auch bei der für unseren Geschäftsbetrieb notwendigen Mobilität als Vorbild wirken. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, ein Dienstfahrrad für die Kurzstrecken, bereits seit einigen Jahren ein Erdgas-PKW und Carsharing – jetzt auch mit einem Elektroauto – sind für uns dabei wichtige Bausteine.“ Der Strom, mit dem die Elektroautos aufgeladen werden und der vom AÜW bezogen wird, stammt aus erneuerbaren Energien.

 

Bantele berichtet von einer durchweg positiven Resonanz der Kunden auf die Elektroautos:  „Wer sie ausprobiert hat, ist begeistert. Die schnelle Beschleunigung, das saubere Fahren – das macht einfach Spaß.“ Allerdings, räumt Bantele ein, hätten viele noch Berührungsängste. „Es gibt eine gewisse Zurückhaltung. Die meisten finden es spannend, aber sind unsicher.“ Dabei gebe es keinen Grund, sich nicht an die E-Autos heranzutrauen, versichert Bantele. Es sei von der Technik her ein bisschen anders als man es gewohnt sei, aber man bekomme eine gründliche Einführung.

 

Wer Erfahrung mit Automatik-Autos hat, für den sei die Umstellung ohnehin kein Problem. Peter Bantele möchte gern möglichst viele Kunden für die umweltfreundlichen E-Autos  begeistern. Auch deshalb, weil der „stadtflitzer“ an einer Wirtschaftlichkeitsstudie beteiligt ist, die herausfinden will, wie rentabel Elektroautos im Carsharing sind. Die Ergebnisse sollen bis Ende des Jahres vorliegen.

 

Knapp 60 Teilnehmer hat der „stadtflitzer“ zurzeit – darunter auch die Kemptener Stadtverwaltung. Das Potenzial würde in Kempten aber bei 500 liegen, schätzt Bantele und hofft auf entsprechende Zuwachsraten.

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