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:: Genpflanzen in Europa?
+ 18.07.2010 + Mitgliedsstaaten sollen Gen-Pflanzen national verbieten können, wenn sie auf EU-Ebene ihren Widerstand gegen die Zulassung gentechnisch veränderter Organismen aufgeben.
Die Europäische Kommission hat gestern ein schnelleres Zulassungverfahren für gentechnisch veränderte Pflanzen in Europa vorgeschlagen. Mitgliedsstaaten sollen Gen-Pflanzen auf nationaler Ebene verbieten können, wenn sie auf EU-Ebene ihren Widerstand gegen die Zulassen von gentechnisch veränderten Organismen aufgeben.
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Es kommentiert Stephanie Töwe, Gentechnikexpertin von Greenpeace:„Das Angebot der Kommission ist schwach. Die Kommission will in erster Linie die Zulassungen von Gen-Pflanzen europaweit beschleunigen. Bisher ist die Kommission bereits viermal daran gescheitert, nationale Anbauverbote auszuhebeln. Sie hat daher nicht viel anzubieten, erwartet aber, dass die Staaten auf EU-Ebene beide Augen zudrücken und riskante Gen-Pflanzen ohne ausreichende Sicherheitsüberprüfung zulassen. Die deutsche Bundeslandwirtschaftministerin Ilse Aigner muss diesen Trick der Kommission entschieden zurückweisen.
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Viel wichtiger ist es, dass Frau Aigner sich jetzt für ein verbessertes EU-Zulassungsverfahren einsetzt, wie es die EU-Umweltminister schon im Dezember 2008 forderten. Denn die Kommission ignoriert mit dem aktuellen Vorschlag völlig die möglichen Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen für Mensch und Umwelt. So sind mehr Langzeitsstudien zu Umwelteffekten durch Gen-Pflanzen nötig, nationale Experten müssen bei der Beurteilung der Risiken eingebunden werden. Auch sind nationale und regionale Besonderheiten zu berücksichtigen sowie sozioökonomische Risiken durch Gen-Pflanzen zu beachten. Nur solch ein neues Zulassungsverfahren wäre angemessen.“
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