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:: Haie speichern das Gift in ihrem Körper
+ 04.11.2009 + Sondermüll auf deutschen Speisetellern? Methylquecksilber - die Gefahr aus dem Meer. Methylquecksilber ist um den Faktor 1000 giftiger ist als Quecksilber.
Dokumentation über die Könige der Meere
Die Könige der Meere sind kritisch vom Aussterben bedroht. Ihr größter Feind ist der Mensch. Jede Sekunde werden weltweit sechs Haie von Menschenhand getötet, im Jahr an die 200 Millionen. Zahlen, die bisher die wenigsten stören, denn die großen Raubfische haben weder Lobby noch Freunde. Zu oft wollten Filme uns glauben machen, Haie seien blutrünstige und hinterhältige Killermaschinen.
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Bei seinem Einsatz deck Jaenicke auch die Zusammenhänge zwischen der gnadenlosen Überfischung der Meere und dem Sterben der Haie auf. Deutschland ist ebenfalls mit von der Partie - denn Haifleisch kommt auch bei uns auf den Tisch. Der Verbraucher ist dabei meist ahnungslos. "Kalbsfisch", "Karbonadenfisch", "See-Aal", "See-Stör" oder "Schillerlocken" - alles Fantasiebezeichnungen für ein und dieselbe Art von Fisch: Hai.
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Mit versteckter Kamera nimmt Hannes Jaenicke das Angebot eines Großmarkts unter die Lupe. Seine Ausbeute lässt er im Toxikologischen Institut der Universität Kiel untersuchen. Mit schockierenden Ergebnissen: Haifleisch ist hochgiftig, hochgradig kontaminiert mit einem gefährlichen Nervengift: Methylquecksilber - ein echter Lebensmittelskandal. Der Film beweist, dass hierzulande jeden Tag Lebensmittel verkauft werden, die eigentlich auf den Sondermüll gehören - und nicht auf den Teller des Verbrauchers. Zusammen mit der Organisation Sharkproject konfrontiert Jaenicke die Anbieter. Mit einem ersten Teilerfolg: Das Berliner KaDeWe hat noch im Laufe der Dreharbeiten aufgrund der Testergebnisse seine Haifleischbestände aus dem Sortiment genommen.
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Video: "Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Haie"
Die ganze Sendung als Abrufvideo
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Haie speichern das Gift in ihrem Körper - Untersuchungsergebnisse der Universität Mainz
Die Haisteaks von Blauhaien enthielten 1,40 mg/kg (± 0,13) Methylquecksilber, Seeaal hatte 0,83 mg/kg (±0,02) und Schillerlocke 0,55 mg/kg (±0,01). Die Probenwerte wurden dreimal ermittelt, um Messfehler auszuschließen.
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Laut Professor Heumann vom untersuchenden Institut der Uni Mainz sind die analysierten Probenergebnisse zutreffend und halten jeder weiteren Überprüfung stand.
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Seit dem Jahr 2000 liegt der international anerkannte von der EPA (Environmental Protection Agency) in einem Toxikologengremium festgelegte Gefahrengrenzwert für Menschen bei 0,1 Mikrogramm Methylquecksilberaufnahme / Kilogramm Körpergewicht / Tag. Das würde für einen erwachsenen, 70 kg schweren Mann bedeuten, dass er die Gesamtgiftmenge von 7 Mikrogramm an einem Tag nicht überschreiten darf, was bei dem untersuchten Haisteak einem Fleischgewicht von fünf (!) Gramm entspräche, beim Seeaal 8,4 Gramm und bei Schillerlocken 12,7 Gramm.
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O-Ton4 Andreas Keppeler, Sharkproject, Länge: 0'41min
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Was ist und wie wirkt Methylquecksilber?
Dr. Hermann Kruse, Universität Kiel,Toxikologe
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Nimmt man nun die Forschungsaussagen der Toxikologen wirklich ernst und bezieht ein, dass Methylquecksilber um den Faktor 1000 giftiger ist als Quecksilber, dann toleriert der Gesetzgeber und die internationalen Fischereibehörden, dass Menschen mit einer einmaligen Mahlzeit eine Gifttoleranzüberschreitung um das 42800fache nach NRC und das 18600fache nach JEFCA erleiden.
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