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:: Japan: Tepco bekommt Staatshilfe in Milliardenhöhe
+ 14.05.2011 + 43 Milliarden Euro! Das ist die unglaubliche Summe mit der der japanische Staat das verantwortliche Unternehmen für die nukleare Katastrophe in Fukushima vorerst unterstützen wird.
Im gleichen Atemzug sollen die Löhne der Tepco-Mitarbeiter gekürzt worden sein, statt sie auf Grund der vermehrten Strahlungsaussetzung deutlich besser zu bezahlen.
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Gestern ist bekannt geworden, dass Tepco für das gerade abgelaufene Haushaltsjahr mit einem Verlust von neun Milliarden Euro rechnen muss. Eingerechnet sind dabei noch nicht die versprochenen Entschädigungssummen von 8 500 Euro pro Familie.
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Insgesamt mussten nach der Katastrophe von Fukushima 85 000 Menschen ihre Heimat und ihre Häuser verlassen. Dass sie jemals wieder zurückkehren dürfen bleibt zu bezweifeln, da die Gegend um das Unglück-AKW als stark verstrahlt gilt.
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Nach Angaben von Greenpeace, die auch durch Tepco bestätigt worden sind, ist das Meer vor Fukushima schwer radioaktiv belastet. Es kommt wohl so, wie es zu befürchten war: Die Ausbreitung der Radioaktivität in der Biosphäre ist schleichend, aber unaufhaltbar.
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Für aktuelle Infos zu nuklearen Katastrophe geht es hier zum Radiosender NHK World (Englisch) mehr
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Neues zur Versicherung von Atomkraftwerken
Die Bundesregierung sieht eine Deckungsvorsorge von gerade mal 2,5 Milliarden Euro für alle deutschen AKWs als ausreichend an, um einen „anspruchsvollen“ Opferschutz gewährleisten zu können, so die Bundesregierung in ihrer jüngsten Antwort auf meine Anfrage. Angesichts von geschätzten Kosten eines nuklearen Zwischenfall von rund sechs Billionen Euro (siehe Schlagzeile vom 11.05.2011), ist dies eine anspruchslose Interpretation des Wortes „anspruchsvoll“.
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In einer weiteren Anfrage an die Bundesregierung hat diese bestätigt, dass sie diesen „anspruchsvollen Opferschutz“ nach deutschem Sinne, auch ins internationale Recht implementieren möchte. Das ist wie bei einem Schüler, der auf Note fünf steht, und den Schüler mit der Note sechs auffordert, eine „anspruchsvolle“ Note anzustreben.
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Eine weitere Anfrage hatte zum Ergebnis, dass die Opfer eines Atomunglücks in Deutschland keineswegs besser gestellt sind als die Kreditgeber (Banken) der Atomkraftwerksbetreiber. Das heißt, die Opfer müssten sich im Katastrophenfall und einer drohenden Insolvenz des AKW-Betreibers mit den Banken streiten, wer an das Geld kommt. Dass Tante Erna oder Oma Luise neben Herrn Ackermann da den Kürzeren ziehen würde, ist nachvollziehbar.
Sprecher für Energie der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
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