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:: Keine Entwarnung bei Dioxin in Lebensmitteln geben
+ 11.01.2011 + Alle Stoffe, die Krebs erregend sind, müssen systematisch vermieden werden.
Astrid Schneider, Sprecherin für Verbraucherpolitik, sagt zu der Entwarnung beim Dioxin-Skandal: Immer wieder ist in den letzten Tagen davon die Rede, dass die erhöhten Dioxin-Werte in Eiern und weiteren vom aktuellen Dioxin-Skandal betroffenen Lebensmitteln angeblich keine akute Gesundheitsgefahr mit sich bringen - und die VerbraucherInnen ruhig weiterhin Eier essen sollten. Diese Verharmlosung der Dioxin-Gefahr ist verantwortungslos.
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VerbraucherInnen sind dringend vor der Dioxin-Aufnahme zu warnen, da Dioxine unter anderem Krebs erregend sind und sich langfristig im Fettgewebe des Menschen einlagern. Dadurch steigt das Krebsrisiko. Besonders betroffen sind Kinder. Das Kinderkrebsregister dokumentiert, dass die Anzahl an Krebserkrankungen bei Kindern ist in den letzten 20 Jahren auch in Berlin um rund 20 Prozent gestiegen ist.
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Alle Stoffe, die Krebs erregend sind, müssen daher systematisch vermieden werden.
Es muss präzise aufgeklärt werden, auf welchen Wegen genau das Dioxin ins Futter kam, da Dioxin normalerweise bei der Biotreibstoffherstellung nicht anfällt. Hierzu lässt der nordrhein-westfälische Umweltminister gerade ein Gutachten fertigen.
Derzeit hilft alleine der Umstieg auf Bio-Eier und Lebensmittel aus Biolandbau, denn dort ist die Verwendung von Futterfetten aus isolierten Fettsäuren, die den gegenwärtigen Dioxinskandal ausgelöst haben, nicht erlaubt.
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Auch die Berliner Senatorin Lompscher wäre gut beraten, jetzt eine Task Force für Lebensmittelsicherheit zu aktivieren und in Berlin aktiv möglicherweise betroffene Lebensmittel zu untersuchen. Der lapidare Verweis, dass noch keine Hinweise für verseuchte Lebensmittel vorliegen, reicht nicht aus. Berlin importiert fast alle Lebensmittel - vorzugsweise aus den vom Dioxinskandal betroffenen Bundesländern.
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