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Zwei Grundideen des Geo-Engineering: Sonnenstrahlung reflektieren oder Kohlendioxid aus der Luft entfernen? © Kiel Earth Institute
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:: Keine einfachen Lösungen fürs Klima

+ 05.10.2011 + Helfen Klimamanipulationen gegen die Erderwärmung?

Deutsche Forscher haben am Dienstag eine große Überblicksstudie zum Geo-Engineering vorgelegt - und sind ziemlich skeptisch angesichts von Machbarkeit, Kosten und Risiken.

 

Die Grundidee ist sehr alt: Bereits 1965 sollen Berater den damaligen US-Präsidenten Lyndon B. Johnson auf die Möglichkeit hingewiesen haben, mit technischen Eingriffen ins Klimasystem die drohende Erderwärmung zu bekämpfen. Vor allem Leute, die wenig von Minderungen des Treibhausgas-Ausstoßes halten, bringen das sogenannte "Geo-Engineering" seit Beginn der Klimadebatte stets ins Gespräch. Und seit sich abzeichnet, dass die Welt mehr und mehr Emissionen verursacht und eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad Celsius in weitere Ferne rückt, wird die Diskussion immer breiter. Sechzehn Forscher haben heute eine Überblicksstudie zum Thema mit ersten Bewertungen vorgestellt.

 

Sonnenschirme im Weltall, künstliche Wolken, Algendüngung zur vermehrten Bindung von Kohlendioxid - in der Theorie könnten Maßnahmen wie diese den Treibhauseffekt mindern. "Allerdings", sagte Studienkoordinator Prof. Gernot Klepper vom Kiel Earth Institute, "sind vermutlich alle Vorschläge mit erheblichen ökologischen Risiken und Nebenwirkungen, ökonomischen Kosten und gesellschaftlichen Konfliktpotenzialen verbunden."

 

Zwei Grundoptionen: Die Erde abschirmen oder CO2 aus der Atmosphäre holen

Grundsätzlich wird bei Geo-Engineering unterschieden in Technologien, mittels derer Kohlendioxid wieder aus der Atmosphäre geholt werden soll ("Carbon Dioxide Removal", kurz: CDR) und solchen, mit denen die Strahlungsbilanz der Erde und damit die Temperatur direkt beeinflusst werden soll ("Radiation Managment",  kurz: RM). Auf fast 200 Seiten haben die Experten einzelne Optionen beleuchtet und dabei natur-, wirtschafts-, rechts- und politikwissenschaftliche Fragen abgehandelt; vertiefend legten sie noch sechs Einzelstudien vor, etwa zur ethischen Dimension von Klimamanipulationen. Nach Angaben der Wissenschaftler gab es bisher eine ähnlich gründliche Bestandsaufnahme auch international nicht, einen deutlich kürzeren Report hatte 2009 die britische Royal Society veröffentlicht.

 

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