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:: Klimawandel bringt neue Krankheiten
+ 14.05.2011 + Das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin forscht nicht nur in den Tropen, sondern auch in Deutschland.
In den letzten Jahren hatten Wissenschaftler an Ufern von Flüsse und Seen Mückenfallen aufgestellt und damit eine halbe Million Insekten gefangen. Die Untersuchung der Tiere bestätigte, was die Klimatologen vorausgesagt hatten: Mit der Erderwärmung verschieben sich auch die Lebensräume. Plötzlich tauchen auch hierzulande Tiere auf, die bislang nur in wärmeren Gefilden heimisch waren.
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Die Wissenschaftler fanden beispielsweise im Südwesten Deutschlands eine japanische Busch-Moskitoart namens Ochlerotatus japonicus. In Japan, auf der koreanischen Halbinsel und Südchina beheimatet, gilt sie als Überträger von Krankheitserregern wie den West-Nil-Virus und von verschiedenen Arten von Enzephalitis-Viren. Im Jahr 2000 wurde in Frankreich eine kleine Population entdeckt, deren Larven in einer Lieferung gebrauchter Autoreifen lebten, ihre Verbreitung konnte jedoch gestoppt werden. 2002 wurden dann in Belgien zwei Vorkommen beobachtet, ebenfalls in Reifenstapeln...
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Sindbis-, Batai- oder Usutu-Viren können fieberartige Krankheiten auslösen - und waren bislang in Deutschland kein Thema. Jetzt haben Wissenschaftler nicht nur die Viren sondern auch eine japanische Moskitomücke hierzulande entdeckt. Mit dem Nachweis der eingewanderten neuen Mückenart sind nun in Deutschland bislang 48 Stechmückenarten nachgewiesen. Die Wissenschaftler betonen, dass als Folgen des Klimawandels in Deutschland nicht nur Wetterextreme wie Hitzewellen und Flutkatastrophen, sondern das Vorkommen neuer Krankheitserreger nach sich zieht.
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