Der Verbrauch an Primärenergieträgern sank in Deutschland in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um fast 3 Prozent auf 3.737 Petajoule (PJ) beziehungsweise 127,4 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Erdgas und Steinkohle verzeichneten kräftige Rückgänge. Beim Mineralöl konnten Mehrverbräuche bei den Kraftstoffen und beim schweren Heizöl den Verbrauchsrückgang beim leichten Heizöl nahezu auffangen. Kernenergie und Braunkohlen steigerten ihre Beiträge. Die erneuerbaren Energien - vor allem Wasser, Wind und Sonne - konnten ihren Beitrag um insgesamt 7 Prozent erhöhen. © Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
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:: Kurzer Winter drückt Energieverbrauch nach unten
+ 24.05.2011 + Der Energieverbrauch hat sich in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres gegenläufig zur Gesamtwirtschaft entwickelt.
Während das Wirtschaftswachstum bis Ende März mit einem Plus von über 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum abschloss, lag der Energieverbrauch für den selben Zeitraum mit 2,9 Prozent im Minus. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) erreichte der Verbrauch an Primärenergieträgern bis Ende März 3.737 Petajoule (PJ) oder 127,4 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE).
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Massiv beeinflusst wurde der Energieverbrauch durch den kurzen Winter und die frühzeitig einsetzende milde Witterung. Im Vergleich zu den sehr kalten Vorjahresmonaten sank vor allem die Nachfrage nach Wärmeenergien in den ersten drei Monaten dieses Jahres beträchtlich. Der Witterungseinfluss überdeckte damit Verbrauchszuwächse infolge der weiteren konjunkturellen Erholung.
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Der Mineralölverbrauch verminderte sich insgesamt um 1,6 Prozent. Allerdings kam es bei den einzelnen Produkten zu unterschiedlichen Entwicklungen. Der Verbrauch an Ottokraftstoff erhöhte sich um 1,4 Prozent und der von Diesel sogar um 6,3 Prozent. Demgegenüber gab es beim Flugkraftstoff ein Minus von 1,3 Prozent. Der Verbrauch an schwerem Heizöl wuchs um gut 10 Prozent. Beim leichten Heizöl gab es dagegen ein Minus von knapp 21 Prozent. Neben der verbrauchsmindernden Wirkung der milden Witterung sorgte der Preisanstieg für Zurückhaltung bei der Bevorratung. Konjunkturell bedingt stieg der Verbrauch an Rohbenzin kräftig um über 10 Prozent.
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Der Erdgasverbrauch lag um 10 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraumes, was vor allem auf den geringeren Wärmebedarf zurückzuführen ist.
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Der Verbrauch von Steinkohlen sank um gut 9 Prozent. Der Einsatz in Kraftwerken verminderte sich um 11,4 Prozent und der Bedarf der Stahlindustrie ging um knapp 5 Prozent zurück. Der Verbrauch an Braunkohlen konnte leicht um 1,4 Prozent zulegen. Zuwächse gab es sowohl in der Stromerzeugung wie auch bei den Veredlungsprodukten. Die Kernenergie konnte ihren Beitrag zur Energiebilanz in den ersten drei Monaten um 2,9 Prozent steigern.
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Der Einsatz erneuerbarer Energien erhöhte sich um 7 Prozent. Während die Windkraft um rund 6 Prozent zulegte, stieg der Beitrag des Wassers (ohne Pumpspeicher) kräftig um rund 20 Prozent. Die Fotovoltaik konnte ihren Beitrag sogar nahezu verdoppeln.
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