Startseite
zurück zur Übersichtvorheriger Artikelnächster Artikel
Artikel 2377 von 2553

:: Lange Umwege zu Erneuerbaren Energien

+ 04.02.2011 + Auf die Erklärung des EU-Energiekommissars Günther Oettinger: "Um die Kosten niedrig zu halten, sollten wir mehr Windkraftanlagen dort bauen, wo der Wind bläst, und mehr Solaranlagen dort installieren, wo die Sonne scheint…"

erwidert Irm Pontenagel, Geschäftsführerin EUROSOLAR: "Die Empfehlungen von Herrn Oettinger, um Kosten vermeintlich niedrig zu halten, gehen von der Annahme aus, dass die "Vororteffizienz" das entscheidende Kriterium für den Preis der Erneuerbaren Energien sei. Dem ist aber nicht so, die effizienteste Nutzung ist immer die, die dem Verbrauch am nächsten liegt."

 

Gerade bei der Offshore-Winderzeugung hat sich gezeigt, dass diese Form der Energiegewinnung deutlich teurer ist, als die Onshore-Windenergieerzeugung. Eine neue Studie von Fraunhofer ISE hat dies jüngst untermauert. Onshore-Anlagen haben demzufolge deutliche Kostenvorsprünge gegenüber Offshore-Windparks durch geringere Kosten bei Installation, Netzanschluss und Betrieb.

 

Die Onshore-Windenergie besitzt über kluges Repowering und eine aufgeschlossene Raumordnung  große Ausbaupotenziale und erlaubt es Regionen in Deutschland und europaweit, daran ökonomisch zu partizipieren.

 

Anstelle vieler Energieerzeuger soll laut Günther Oettinger auch in Zukunft die Erzeugung in der Hand weniger bleiben. Ganze Landstriche werden zum Hinterland für eine Transportinfrastruktur mit gigantischen Stromtrassen, die Strom von Casablanca bis Helsinki verschieben soll.

 

Wie bei jedem dieser Großprojekte werden die Kosten der Leitungen aber weit über den heute getroffenen Annahmen liegen. Die dezentrale Photovoltaik wird aber z. B. in nur wenigen Jahren Strom bereitstellen, dessen Kosten unterhalb derjenigen von Offshore-Windenergie und unterhalb der Grid-Parity liegen, verbrauchsnah und ohne lange Transportwege. Die aktuelle Debatte zielt aber darauf ab, diese Entwicklung zu verschleiern, da gerade die Photovoltaik mit neuen Trägern von der Nische zu einem tragenden Element der künftigen Energieversorgung aufsteigen kann.

 

Effizient ist das Konzept von Günther Oettinger daher nur in einer Hinsicht: Die Einnahmen aus der Energieerzeugung fließen weiter in die Taschen der etablierten Player und die EU-Bürger sollen dafür zahlen, dass den Konzernen auch noch die passende Infrastruktur, das "Supergrid", bereitgestellt wird.

zurück zur Übersichtvorheriger Artikelnächster Artikel
Artikel 2377 von 2553

Auch im Social Web

facebook twitter youtube

Schriftgröße wählen

normal mittel gross

Suche

Buchtipp

www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,100+Prozent+erneuerbar,34,a21720.html

Buchtipp

http://www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Energien+der+Zukunft,34,a21864.html

Buchtipp

www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Waffenhandel+-+Das+globale+Geschaeft+mit+dem+Tod,34,a21930.html

Top50-Solar Experts

Stoppt den Solar-Ausstieg!

MONITOR: "Warum der Strom wirklich teurer wird"

http://www.youtube.com/watch?v=ZV3zz5zpKkw

Jahrestag Fukushima

Ratgeber des Monats

https://ratgeber.co2online.de/index.php?berater=ratgeberauswahl&portal_id=sonnenseite

Medienpartner

www.klimaretter.info
www.solarserver.de
www.natur.de/
http://www.enbausa.de
www.heizungsfinder.de/
www.solaranlagen-portal.com/
http://www.daemmen-und-sanieren.de

Vorträge

Werden Sie Facebook-Fan!

www.facebook.com/pages/Franz-Alt-SONNENSEITECOM/221072987903953

Newsletter (ab)bestellen

http://www.sonnenseite.com/Newsletter,67.html

Newsletterversand kajomi.de

Jeden Sonntag einen kostenlosen NEWSletter

Bigi+Franz Alt
Chris Alt