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:: Lange Umwege zu Erneuerbaren Energien
+ 04.02.2011 + Auf die Erklärung des EU-Energiekommissars Günther Oettinger: "Um die Kosten niedrig zu halten, sollten wir mehr Windkraftanlagen dort bauen, wo der Wind bläst, und mehr Solaranlagen dort installieren, wo die Sonne scheint…"
erwidert Irm Pontenagel, Geschäftsführerin EUROSOLAR: "Die Empfehlungen von Herrn Oettinger, um Kosten vermeintlich niedrig zu halten, gehen von der Annahme aus, dass die "Vororteffizienz" das entscheidende Kriterium für den Preis der Erneuerbaren Energien sei. Dem ist aber nicht so, die effizienteste Nutzung ist immer die, die dem Verbrauch am nächsten liegt."
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Gerade bei der Offshore-Winderzeugung hat sich gezeigt, dass diese Form der Energiegewinnung deutlich teurer ist, als die Onshore-Windenergieerzeugung. Eine neue Studie von Fraunhofer ISE hat dies jüngst untermauert. Onshore-Anlagen haben demzufolge deutliche Kostenvorsprünge gegenüber Offshore-Windparks durch geringere Kosten bei Installation, Netzanschluss und Betrieb.
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Die Onshore-Windenergie besitzt über kluges Repowering und eine aufgeschlossene Raumordnung große Ausbaupotenziale und erlaubt es Regionen in Deutschland und europaweit, daran ökonomisch zu partizipieren.
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Anstelle vieler Energieerzeuger soll laut Günther Oettinger auch in Zukunft die Erzeugung in der Hand weniger bleiben. Ganze Landstriche werden zum Hinterland für eine Transportinfrastruktur mit gigantischen Stromtrassen, die Strom von Casablanca bis Helsinki verschieben soll.
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Wie bei jedem dieser Großprojekte werden die Kosten der Leitungen aber weit über den heute getroffenen Annahmen liegen. Die dezentrale Photovoltaik wird aber z. B. in nur wenigen Jahren Strom bereitstellen, dessen Kosten unterhalb derjenigen von Offshore-Windenergie und unterhalb der Grid-Parity liegen, verbrauchsnah und ohne lange Transportwege. Die aktuelle Debatte zielt aber darauf ab, diese Entwicklung zu verschleiern, da gerade die Photovoltaik mit neuen Trägern von der Nische zu einem tragenden Element der künftigen Energieversorgung aufsteigen kann.
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Effizient ist das Konzept von Günther Oettinger daher nur in einer Hinsicht: Die Einnahmen aus der Energieerzeugung fließen weiter in die Taschen der etablierten Player und die EU-Bürger sollen dafür zahlen, dass den Konzernen auch noch die passende Infrastruktur, das "Supergrid", bereitgestellt wird.
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