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:: Margarine killt Regenwald
+ 05.11.2009 + Palmöl steckt in vielen Produkten, nicht nur in Margarine: Schokolade, Shampoo, Pizza ...
Doch das hochwertige Öl steht in der Kritik, wird doch für die Ölpalmen vielerorts Regenwald gerodet. Es gibt Alternativen. Allerdings kauft die Mehrheit der Palmöl nutzenden Unternehmen in Europa kein zertifiziertes Palmöl aus umweltverträglichem Anbau, obwohl dieses in großen Mengen auf dem Markt erhältlich ist. Das berichtet die Umweltorganisation WWF.
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Zertifiziertes Palmöl ist bereits seit November 2008 auf dem Markt, insgesamt mehr als eine Million Tonnen. Davon wurden bislang rund 19 Prozent (195000 Tonnen) verkauft. "Mit dieser ersten Bestandsaufnahme wollen wir ein Problembewusstsein schaffen und die Nachfrage nach zertifiziertem Palmöl fördern", so Martina Fleckenstein, Leiterin Agrarpolitik des WWF Deutschland.
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Die "Palmöl Scorecards" untersuchen erstmalig die Einkaufspolitik der 59 bekanntesten Händler und Hersteller in Europa, die Palmöl kaufen und in ihren Produkten nutzen. Sie wurden anlässlich des Treffens der weltgrößten Palmöl-Produzenten, Händler und Käufer, dem Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) erstellt, der vom 2. bis 4. November in Kuala Lumpur stattfindet.
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Zehn der 59 vom WWF befragten Unternehmen nutzen bereits nachhaltiges Palmöl, sind Mitglied im RSPO und überprüfen die Herkunft der von ihnen verwendeten Öle. "Diese Unternehmen zeigen, dass ein Umstieg auf nachhaltiges Palmöl machbar ist", erklärt Martina Fleckenstein. Allerdings sei auch bei diesen Top 10 noch Verbesserungspotential vorhanden. "Langfristig sollten die Unternehmen zu 100 Prozent auf zertifiziertes Palmöl umsteigen", so Fleckenstein.
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Zwölf der befragten Unternehmen erzielten in dem aktuellen Bericht Null Punkte. Sie unternehmen absolut nichts, um auf nachhaltiges Palmöl umzusteigen. "Es ist ein Armutszeugnis, dass bei diesen Unternehmen kein Interesse vorhanden ist, die Regenwaldrodung durch Palmöl-Anbau zu stoppen", erklärt Martina Fleckenstein. Es gehe nicht darum, den Einsatz von Palmöl grundsätzlich zu verurteilen, da viele Länder auf die Produktion angewiesen seien. "Die Herstellung muss jedoch nachhaltig erfolgen und die Händler in Europa haben die Macht und die Verantwortung, das zu beeinflussen und so die Zerstörung des Regenwaldes zu stoppen", so Fleckenstein.
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Zur Methodik: Die "Palmöl-Scorecards" wurden mit Hilfe eines zweistufigen Verfahrens innerhalb von sechs Monaten erstellt. In der ersten Phase wurde das Verhalten der Unternehmen anhand öffentlich zugänglicher Daten, wie Nachhaltigkeitsberichten, analysiert. Auf dieser Basis wurde eine erste Bewertung an die befragten Unternehmen geschickt.
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In einem zweiten Schritt konnten die Unternehmen bis Ende September 2009 darlegen, welche Schritte sie außerdem in Bezug auf nachhaltiges Palmöl eingeleitet haben. Die finale Bewertung setzt sich aus beiden Datenquellen zusammen. Der Ersatz von Palmöl durch andere pflanzliche Öle wurde in diese erste Bewertung nicht einbezogen. Die Palmöl-Scorecards werden alle zwei Jahre veröffentlicht. In die zukünftigen Bewertungen werden weitere Unternehmen und Kriterien mit einbezogen.
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