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:: Mit Offshore-Windkraft zurück an die Spitze!

+ 02.06.2011 + Mit der Realisierung des Ostsee-Windparks Baltic I und der ersten Windkraftanlagen im Nordsee-Projekt Bard I wurden die ersten kommerziell betriebenen Windparks auf See auf den Weg gebracht.

Zu Beginn des vergangenen Jahres hatte die Netzwerkagentur windcomm schleswig-holstein in ihrer Offshore-Strategie zusammen mit den Wirtschaftsförderern des Landes und den Aus- und Weitbildungsinstitutionen im Kieler Wirtschaftsministerium auf die hohen Standortpotenziale der Windkraft auf See für das Land zwischen den Meeren hingewiesen und Entwicklungswege aufgezeigt.

 

Empfehlungen waren z. B. den Ausbau und die Vernetzung bestehender Häfen zu verbessern, Forschung und Entwicklung voranzubringen sowie die notwendige Ausbildung von Ingenieuren und Technikern sicherzustellen, um sich am Offshore-Markt zu etablieren.

 

Außerdem sollte nach Auffassung von windcomm die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Branchen, wie der Wind- und maritimen Branche, verbessert und regional ansässige Unternehmen gestärkt werden.

 

Seit der Vorstellung der Strategie ist viel geschehen. Schleswig-Holsteinische Unternehmen wie die NOBISKRUG GmbH bieten Fundamente und Umspannplattformen für Offshore-Windparks an, die in Kiel bzw. Rendsburg gefertigt werden. Auch die Baltic-Werft aus Lübeck und die Flensburger Schiffswerft haben ihre Produktpaletten für den Offshore-Markt erweitert.

 

In Lübeck hat sich auf dem Gelände der LMG Maschinenbau GmbH die Wilms-Gruppe angesiedelt, um Turmsegmente auch für den Offshore-Markt zu fertigen. Außerdem erweitert der Windkraftanlagenhersteller Vestas gerade seinen Standort und baut ein neues Generatorenwerk. Von Lübeck aus soll der ganze Konzern mit den neusten Technologien beliefert werden.

 

Im nordfriesischen Enge-Sande entsteht ein Ausbildungszentrum für die Weiterbildung von Service-Technikern für den Einsatz auf See. Zudem beginnen viele Service- und Wartungsanbieter aus der Onshore-Branche ihre Dienstleistungen für den Offshore-Einsatz anzupassen.

 

Von den Standortstärken Schleswig-Holsteins konnten sich Vertreter der regionalen und überregionalen Medien im Rahmen einer von windcomm organisierten Pressefahrt überzeugen.

 

Auf dem Programm standen Besuche des Neuer Hafen Kiel-Canal, der Brunsbütteler Häfen sowie der Firma NOBISKRUG. Außerdem berichteten Aus- und Weiterbildungsanbieter über ihre Arbeit sowie die regionalen Wirtschaftsförderer über aktuelle Entwicklungen an den Standorten Kiel, Lübeck und Helgoland. Fazit der Reise war: Schleswig-Holstein ist als Standort für die Windbranche, egal ob an Land oder auf See, zurück an der Spitze.

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