Startseite
zurück zur Übersichtvorheriger Artikelnächster Artikel
Artikel 2617 von 2863

:: Nachhaltigkeit gewinnt trotz Wirtschaftskrise an Bedeutung

+ 24.08.2010 + Das Leitbild der Nachhaltigkeit ist in der deutschen Wirtschaft fest verankert: Rund 62 Prozent der Unternehmen haben ihr Nachhaltigkeitsengagement trotz Krise nicht reduziert.

In jedem dritten Unternehmen ist die Bedeutung sogar gestiegen. Dennoch gelingt es der Mehrzahl der befragten Unternehmen noch nicht, über ihre Nachhaltigkeitsstrategie auch Wettbewerbsvorteile am Markt zu realisieren. Zu diesem Ergebnis kommt das "Corporate Sustainability Barometer", das vom Centre für Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg in Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) erstellt wurde. An der Befragung, die im Zeitraum November 2009 bis Februar 2010 durchgeführt wurde, beteiligten sich 112 Unternehmen aller Branchen mit Sitz in Deutschland.

 

"Die Umfrageergebnisse belegen, dass Nachhaltigkeit kein Modetrend ist, sondern die Unternehmensführung grundlegend verändert", betont Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Nachhaltigkeitsmanagement, und Leiter des Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana. "Bislang ist das Nachhaltigkeitsmanagement allerdings noch zu defensiv und innen orientiert. Die meisten Unternehmen lassen damit Chancen zur Positionierung am Markt und zum Wachstum ungenutzt", ergänzt Michael Werner, verantwortlicher Partner des Kompetenzbereichs Sustainability Services von PwC. Konkret nutzen bislang weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen Nachhaltigkeit zur Realisierung von Wettbewerbsvorteilen, beispielsweise durch gezielte Vermarktung ökologisch und/oder sozial vorteilhafter Produkte und Dienstleistungen.

 

Nachhaltigkeit soll sich rechnen – Effizienz im Fokus

Auch wenn die Unternehmen das Marktpotenzial nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen nur selten ausschöpfen, engagieren sie sich in erster Linie bei Nachhaltigkeitsthemen, die einen unmittelbaren ökonomischen Nutzen erkennen lassen. So haben die Steigerung der Energieeffizienz, Abfall- und Abwassermanagement und die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern bei der Mehrzahl der Befragten höchste Priorität.

 

Handlungsbedarf: Biodiversität und Menschenrechte

Bislang finden Themen wenig Beachtung, die auf den ersten Blick keine direkte Anbindung an das Kerngeschäft aufweisen: "Für den Erhalt von Biodiversität oder den Ausschluss von Kinder- und Zwangsarbeit setzen sich rund ein Drittel der Befragten ein. Dabei führt eine Vernachlässigung dieser Themen bereits heute zu Ressourcenengpässen, steigenden Preisen und Reputationsschäden, die teilweise erhebliche finanzielle Auswirkungen haben", erläutert Michael Werner.

 

Finanzen und Controlling zu wenig einbezogen

Ein wesentliches Integrationsdefizit zeigt sich bei den Bereichen Finanzen und Controlling: Während Geschäftsführung, Unternehmenskommunikation und CR-Abteilungen nach Einschätzung der Befragten stark in das Nachhaltigkeitsmanagement involviert sind, trifft dies auf Rechnungswesen, Finanzen und Controlling nicht zu. "Diese Bereiche liefern dem Management entscheidungs- und erfolgsrelevante Informationen. Hier verpassen Unternehmen die Chance, etablierte Informations- und Steuerungsansätze zu nutzen und damit nachhaltigkeitsrelevante Fakten mit Finanzinformationen zu verknüpfen", so Prof. Dr. Stefan Schaltegger.

 

Erfolgskontrolle kommt zu kurz

Durch die Außenseiterrolle von Rechnungswesen und Controlling fühlen sich nur wenige Unternehmen über die Wirkungen ihres Nachhaltigkeitsmanagements informiert oder messen, inwiefern Nachhaltigkeit geschäftsrelevant ist. Weniger als die Hälfte evaluieren die Auswirkungen ihres ökologischen und sozialen Engagements auf Faktoren wie Effizienz oder Reputation hin, nur gut ein Drittel (34,8 Prozent) den Einfluss auf die Innovationstätigkeit.

zurück zur Übersichtvorheriger Artikelnächster Artikel
Artikel 2617 von 2863

Auch im Social Web

facebook twitter youtube

Schriftgröße wählen

normal mittel gross

Suche

MONITOR: "Warum der Strom wirklich teurer wird"

http://www.youtube.com/watch?v=ZV3zz5zpKkw

Wer hat mehr Freunde: Die Sonne oder Philipp Rösler?

Werden Sie Fan!

Auf der neuen FANPAGE gibt es jetzt alle aktuellen Meldungen und Kommentare: Franz Alt - SONNENSEITE.COM

www.facebook.com/pages/Franz-Alt-SONNENSEITECOM/221072987903953

Dossier: Fukushima - Japan

www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,+Japan-Dossier-+Notstand+in+Japan,6,a18526.html

Ratgeber des Monats

https://ratgeber.co2online.de/index.php?berater=ratgeberauswahl&portal_id=sonnenseite

Medienpartner

www.klimaretter.info
www.solarserver.de
www.natur.de/
http://www.enbausa.de
www.heizungsfinder.de/
www.solaranlagen-portal.com/
http://www.daemmen-und-sanieren.de

Vorträge

Newsletter (ab)bestellen

http://www.sonnenseite.com/Newsletter,67.html

Newsletterversand kajomi.de

Jeden Sonntag einen kostenlosen NEWSletter

Bigi+Franz Alt
Chris Alt