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:: Neuer Bericht Vögel in Deutschland 2010 erschienen
+ 13.05.2011 + Bedeutende Gefährdungsfaktoren für unsere Vögel sind - neben derintensiven Landnutzung - der Verlust und die Zerschneidung ihrerLebensräume.
Der Bericht behandelt schwerpunktmäßig, wie die im japanischen Nagoya im November 2010 verabschiedeten neuen „2020-Ziele“ zum Schutz derbiologischen Vielfalt in Deutschland wirksam umgesetzt werden können. Für zehn dieser Ziele wird anhand der Vögel exemplarisch aufgezeigt, wie die Schutzbemühungen stärker fokussiert und Erfolge gemessen werden können. Dabei deckt der Bericht eine große Bandbreite von Themen ab: von der Wertschätzung der Natur über Maßnahmen des Artenschutzes, die Ausweisungvon Schutzgebieten bis hin zur Wissensvermittlung.
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„Bedeutende Gefährdungsfaktoren für unsere Vögel sind - neben der intensiven Landnutzung - der Verlust und die Zerschneidung ihrer Lebensräume. Unzerschnittene Land- und Meereslebensräume gehen durch den Bau von Infrastruktur wie Verkehrswege oder Stromleitungen und den Ausbauder Windenenergienutzung immer weiter verloren: Dies betrifft vor allem Vogelarten mit großen Raumansprüchen wie beispielsweise Schreiadler und Auerhuhn bzw. auf hoher See die Rastgebiete von Seetauchern und Meeresenten. Diese empfindlichen Arten und ihre Lebensräume müssen besonders geschont werden, um die Vielfalt unserer Vogelarten wirksam zuerhalten“ sagte Professorin Beate Jessel, Präsidentin des BfN.
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Torsten Langgemach, Geschäftsführer der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten, weist beispielhaft auf die Änderung der Landnutzung in Deutschland hin: „Der zunehmende Anbau von Energiepflanzen und die Intensivierung der Landbewirtschaftung verstärken in vielen RegionenDeutschlands die bereits seit langem zu beobachtende Abnahme von Vögelnder Agrarlandschaft erheblich. Die Erhaltungssituation fast aller amBoden brütenden Agrarvogelarten, wie Rebhuhn, Kiebitz und Feldlerche, hatsich gegenüber den Vorjahren weiter verschlechtert.“ Lediglich be ieinigen ehemals hochgradig bedrohten Vogelarten (Seeadler, Kranich)zeichnen sich aufgrund umfassender Artenhilfsprogramme und durch einverbessertes Management von Schutzgebieten Erfolge ab.
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Vögel sind die am besten untersuchte Artengruppe. Dass sie zahlreicheMenschen begeistern und zur Vermittlung von Naturschutzzielen hervorragend geeignet sind, zeigen mehrere 100.000 Menschen, die sich inDeutschland an der Vogelbeobachtung erfreuen. „Vögel sind gute Gradmesserfür den Zustand der Natur und gleichzeitig geeignet, das Bewusstsein für die Natur in der Gesellschaft zu stärken. Allein mehr als 5.000Ehrenamtliche beteiligen sich derzeit regelmäßig an zeitaufwändigen Vogelerfassungen, leisten jährlich über 200.000 Stunden Arbeit underbringen eine Wertschöpfung von 5 bis 10 Mio. Euro“ ergänzt BerndHälterlein, Vorsitzender des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten.
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Hintergrund:In Deutschland brüten regelmäßig 260 Vogelarten, weitere 65 Arten ziehen auf ihren Wanderungen zwischen den Brut- und Überwinterungsgebieten regelmäßig durch Deutschland oder verbleiben hier als Wintergäste. Insgesamt wurden in den letzten 200 Jahren über 500 natürlich vorkommende Vogelarten in Deutschland nachgewiesen.
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Das Jahr 2010 markierte das Ende der Frist, die Anfang dieses Jahrtausends von der Weltgemeinschaft gesetzt wurde, um das sogenannte „2010-Ziel“ zu erreichen: Der Verlust an biologischer Vielfalt sollte biszu diesem Zeitpunkt gemäß dem 2002 in Johannesburg gefassten Beschluss der Staats- und Regierungschefs signifikant reduziert werden. Dieses Ziel wurde deutlich verfehlt. Dies zeigt auch der bundesweite Indikator „Artenvielfalt und Landschaftsqualität“, der aus Bestandsdaten von Vögeln errechnet wird. Er lag im letzten Berichtsjahr (2008) erst bei 69 Prozentdes angestrebten Zielwertes (2015).
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Zukünftig müssen daher verstärkte Anstrengungen unternommen werden, umeine vielfältige Natur und Landschaft in Deutschland zu erhalten. Die Vertragsparteien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt hatten im November 2010 im japanischen Nagoya die sogenannte Mission 2020 formuliert, die 20 konkrete Ziele zum Schutz der weltweiten biologischenVielfalt bis zum Jahr 2020 formuliert - die sogenannten 2020-Ziele.
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