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:: Öko-Druck auf Abbau Seltener Erden steigt

+ 03.10.2012 + Neue Verfahren sollen Umweltbelastung durch große Nachfrage bremsen.

Ohne Seltene Erden wären viele Hightech-Produkte undenkbar. Magneten aus Neodym oder Bildschirme mit Europium machen Smartphones, Windturbinen und andere stark nachgefragte Produkte erst möglich. Durch aufstrebende Hightech-Industriezweige steigt aber nicht nur der Preis für die Rohstoffe, auch die Kosten für die Umwelt nehmen zu. Langsam scheint in der Branche aber ein Umdenken stattzufinden. Westliche und sogar die marktbeherrschenden chinesischen Anbieter setzen verstärkt auf umweltfreundlichere Abbauverfahren. Noch ist die Umweltbillanz trotzdem negativ.

 

Neue Technologien

"Tendenzen zu umweltfreundlicheren Verfahren gibt es in der Branche definitiv. Das US-Unternehmen Molycorp ist hier Vorreiter. Allerdings sind auch moderne Anlagen noch nicht unproblematisch, wie eine angeblich hochmoderne Mine von Lynas Corp in Malaysia zeigt, die mit Umwelt-Klagen überzogen wurde. Am Thema Umweltschutz wird trotzdem überall gearbeitet, auch in China. Was die Chinesen machen, weiß aber niemand genau, weil sie keine Informationen herausgeben", sagt Thomas Grob vom Metallhändler Tradium gegenüber pressetext.

 

Molycorp setzt bei der Förderung Seltener Erden in Mountain Pass, Kalifornien, ein Verfahren ein, bei dem die Abfallprodukte vom Wasser getrennt und mit Zement vermischt gelagert werden. Das Wasser kann so wiederverwendet werden. In vielen chinesischen Minen werden die teils giftigen oder radioaktiven Stoffe samt Wasser einfach in künstliche Becken gepumpt, wo sie offen vor sich hinlagern und sowohl Menschen als auch Grundwasser gefährden, wie ein Reporter der Daily Mail herausgefunden hat. Durch die hohen Preise, die am Weltmarkt gezahlt werden, können auch westliche Firmen, die entsprechende Umweltstandards durchsetzen, profitabel operieren.

 

"Die Chinesen könnten durch Dumping-Preise verhindern, dass internationale Konkurrenten auf den Markt drängen. Stattdessen haben sich die Preise im vergangenen Jahr vervielfacht, weil auch Chinan fürchtet, dass die eigenen Reserven an einigen Seltenen Erden längerfristig nicht ausreichen werden. In Südafrika beispielsweise gibt es ein Joint Venture zwischen chinesischen und lokalen Unternehmen", so Grob. Ein Ende der Preissteigerung ist derzeit nicht absehbar. "Vor allem die schweren Seltenen Erden werden aufgrund verstärkter Nachfrage durch Hightech-Industrien, die erst im Entstehen sind, noch teurer werden", sagt Grob.

 

Druck auf China

Für die hohen Preise hat die Regierung in Peking mit Exportbeschränkungen und Gebühren teilweise selbst gesorgt. "China verfügt über rund ein Drittel der weltweiten Reserven. Vorkommen gibt es unter anderem in Australien, Kanada, den USA und im südlichen Afrika. Im deutschen Erzgebirge sind auch kleinere Lagerstätten zu finden. Wenn alle Vorkommen zugleich entwickelt würden, käme es zu einem Überangebot. In unseren Breiten machen Umweltverträglichkeitsprüfungen und Anrainerproteste den Abbau aber schwierig, immerhin sind die Vorkommen mehr oder weniger mit radioaktivem Thorium verunreinigt", so Grob.

 

Durch den Druck der Regierung und neue internationale Konkurrenz werden sich künftig auch chinesische Minen verstärkt zu technischen Innovationen gedrängt sehen, die auch der Umwelt zugute kommen. "Vielerorts wird derzeit nach Investoren gesucht, die teure Entwicklungsvorhaben finanzieren. Mehr als eine handvoll westlicher Unternehmen werden aber wohl nicht übrigbleiben", so Grob. Der Abbau rechnet sich auch nicht überall. "Ob ein Vorkommen lukrativ ist, hängt von der Zusammensetzung der Erze ab. Je größer der Anteil schwerer Elemente, desto eher lässt sich ein Vorkommen wirtschaftlich ausbeuten", erklärt der Experte.

 

Wo eine wirtschaftliche Förderung der Seltenen Erden möglich ist, sollte auch eine relative ökologische Verträglichkeit erreicht werden können. "Die Umweltbelastung ist meiner Einschätzung nach überschaubar. Mit der richtigen Technologie können die Schäden auf ein Minimum reduziert werden", so Grob.

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