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:: Olympia 2012: Erste Spiele mit CO2-Fußabdruck

+ 26.04.2011 + Ära der Nachhaltigkeitsberichte bei Olympia angebrochen.

Die Nachhaltigkeit ist bei Großereignissen wie etwa den Olympischen Spielen immer ein neuralgischer Punkt. London als Gastgeber für 2012 hat nun als erster Veranstalter der Olympiageschichte einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Hauptthemen darin sind Klimawandel, Biodiversität, Abfall, Einbeziehung und gesundes Leben. Die Dokumentation der Verringerung des ökologischen Fußabdrucks soll bis Anfang 2013 in zwei weiteren Berichten fortgesetzt werden.

 

438.000 Tonnen CO2

Mit dem CO2-Fußabdruck will London veranschaulichen, welche Auswirkungen seine Nachhaltigkeitsbemühungen haben. Ziel ist die CO2-Reduktion um 50 Prozent, wobei die Vorzeigeprojekte neben dem Olympiastadion und Velodrom das später zu Wohnzwecken vermietbare olympische Dorf sowie die 250 Hektar des Hauptareals sind. Letztere wurden nach früherer Verschmutzung gesäubert und sollen eines Tages als Parklandschaft dienen. 45 Hektar davon werden Feuchtgebiete und spezielle Flusshabitate zugunsten der Artenvielfalt.

 

Wie dieser Fußabdruck aussieht, zeigt eine Aufschlüsselung. 438.000 Tonnen CO2-Äquivalenten sind nach derzeitiger Berechnung für die Spiele nötig. Die größten Posten in der Aufschlüsselung sind der Ausbau der Örtlichkeiten und nötige Materialien mit 188.000 Tonnen. Der Energieverbrauch der Einrichtungen entspricht 86.000 Tonnen, 34.000 der Transport, 28.500 die Reise der Athlethen und 26.000 Tonnen die Technologie.

 

Gekippte Windturbine

London soll Vorbild und Inspiration für positiven sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Wandel sein, so Sebastian Coe, der Vorsitzende des Organisationskomitees. "Niemand hat zuvor den gesamten Fußabdruck von Sommerspielen berechnet - und niemand ein Stadion für 80.000 Zuseher mit so wenig Struktur und Umwelteinwirkung wie wir gebaut", so der Olympiaveranstalter.

 

Einige der gesteckten Ziele verfehlte man allerdings schon bisher. So werden etwa nur neun Prozent statt 20 Prozent der nach den Spielen benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. Eine große Windturbine, die zu diesem Zweck errichtet werden hätte sollen, ließ man im Juni des Vorjahres wieder fallen. Die Marktentwicklung der erneuerbaren Technologien im Stadtbereich sei zu langsam gewesen, so die Begründung der Veranstalter.

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