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:: Richtfest für ein House im Haus

+ 21.06.2012 + Ein Haus, das konsequent Ressourcen schonend gefertigt wurde.

Vergangenen Freitag haben Studierende der RWTH Aachen zum Richtfest geladen. Das multidisziplinär besetzte Team stellte sein Gebäude „Counter Entropy House“ der Öffentlichkeit erstmals in natura vor. Im September werden die Studierenden damit in Madrid am internationalen Hochschulwettbewerb Solar Decathlon Europe 2012 teilnehmen. Das Haus, das konsequent Ressourcen schonend gefertigt wurde, wird derzeit in einer alten Montagehalle im Forschungszentrum Jülich zu Testzwecken aufgebaut.

 

Es ist ein House im Haus: In einer alten Montagehalle im Forschungszentrum Jülich wird zurzeit tatkräftig am zukunftsweisenden „Counter Entropy House“ gebaut. Das Haus steht jetzt in der Halle, ist aber längst noch nicht fertig – noch fehlt das große Flachdach und der komplette Innenausbau, aber das wird in den nächsten Wochen fertiggestellt. Kurz darauf wird es wieder abgebaut und zum Wettbewerbsstandort in Madrid transportiert. In der kurzen Zeit, die dem Gebäude nach Fertigstellung in Jülich bleiben, wird das Gebäude samt seiner komplexen Technik auf Herz und Nieren getestet. Denn in Madrid soll schließlich alles perfekt funktionieren. Das Bundes-ministerium für Wirtschaft und Technologie fördert diese Aktivitäten im Rahmen der Forschungsinitiative EnOB – Forschung für Energieoptimiertes Bauen.

 

Das Richtfest wurde um 10 Uhr mit einer Rede eröffnet von Peter Russell, Professor für Computergestütztes Planen im Fachbereich Architektur. Russell leitet das studentische Projekt an der RWTH Aachen. Martin Trautz, Dekan der Fakultät für Architektur, beglückwünschte das Counter Entropy Team zur Fertigstellung des Rohbaus. Es sei eine ganz wichtige Etappe zum Wettbewerbsfinale in Madrid. Weiter sprachen Dirk Müller, Leiter des E.ON Energy Research Center, Dirk Henning Braun, Professor für Gebäudetechnologie, und René Lierschaft als Vertreter des Aachener Teams Counter Entropy.

 

Strahlungskühlung und CD-Fassade

Die Zimmerei Knoben in Heinsberg hat beim Holzbau dem Team mit Rat und Tat zur Seite gestanden. An deren Standort in Heinsberg wurden große Teile des von den Studierenden geplanten Rohbaus in Holzbauweise vorgefertigt. Die Studierenden konnten auch weitere Puzzleteile ihres Gebäudes zeigen. So konnten sich die Gäste ausführlich über die Photovoltaik-Module mit integrierter Berieselungsanlage für die nächtliche Strahlungskühlung informieren. Sie werden auf dem großen Flachdach des Gebäudes platziert. Auch die vom Counter-Entropy-Team eigens entwickelten und speziell auf das Haus zugeschnittenen Fassadenmodule aus alten CD-Scheiben konnten begutachtet werden. Großes Interesse zeigten die Besucher an der Gestensteuerung, welche Bestandteil der Gebäudeautomatisierung ist und beispielsweise die Steuerung von Lichtquellen ermöglicht. Auch das eigens entwickelte Möbeldesign für das „Counter Entropy House“ wurde bereits exemplarisch gezeigt.

 

Prinzip Ressourcenschonung

Das kleine, eingeschossige Gebäude aus Aachen ist für zwei Personen gedacht. Es hat einen modularen Aufbau, mit dem drei vertikale Zonen der Privatheit realisiert werden können, wobei die Überdachung und der thermische und visuelle Schutz nach außen flexibel arrangiert werden können.

 

Das Planungsteam achtete auf eine konsequente Wiederverwertung von Baumaterialien. Beim Bau und auch beim Rückbau des Gebäudes sollen die Ressourcen Energie und Umwelt umsichtig eingesetzt werden. Das heißt zum einen Müll vermeiden: Beim Bau des Hauses werden möglichst keine Materialien verwendet, die nicht sortenrein getrennt und recycelt werden können. Zudem werden Bauteile genutzt, die aus bereits verwendeten Produkten bestehen. Entweder werden diese recycelt oder direkt „reused“, wie die alten CD-Scheiben, die zur Gebäude-fassade eingeschmolzen wurden. Auf diese Weise will man ihnen noch eine zweite Nutzung geben, bevor sie dem Recyclingkreislauf zugeführt werden. Und generell sollen Ressourcen geschont werden, indem Rohstoffe nur da verwendet werden, wo es wirklich nötig ist.

Quelle:

BINE 2012

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