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:: Sommerliche Hitze Belastung für Millionen Menschen

+ 13.07.2010 + Mehr Grün für ein gesundes Klima zwischen Beton und Asphalt.

Anlässlich der anhaltenden Hitze in Deutschland macht der NABU
auf das zunehmend belastende Klima in Städten aufmerksam und ruft dazu
auf, die Lebensqualität durch Maßnahmen wie mehr Begrünung und den 
Verzicht auf das Auto zu verbessern. „In Deutschland lebt 80 Prozent der 
Bevölkerung in Städten, das sind etwa 60 Millionen Menschen“, so 
NABU-Geschäftsführer Leif Miller. Allerdings sei die Luft in Städten 
viel stärker mit Schadstoffen belastet und heißer als die des Umlands. 
Wenig Grün, viel Asphalt und allgegenwärtiger Autoverkehr seien nicht 
nur unangenehm, sondern auch ungesund. Besonders betroffen seien 
Kinder, Senioren und Kranke.

 

Damit aus dem Stadtklima ein Wohlfühlklima wird, seien neben
 stadtplanerischen Eingriffen viele kleine Schritte erforderlich. 
„Viele Maßnahmen sind einfach und kostengünstig umzusetzen. Zugleich 
verschönern sie das Stadtviertel. Wer zum Beispiel seinen Innenhof
 begrünt oder die Baumscheibe vor der Haustür mit Blumen besetzt, ist 
bereits auf dem richtigen Weg. Denn Pflanzen wirken wie natürliche 
Klimaanlagen“, so NABU-Stadtklimaexperte Benjamin Bongardt. Hingegen 
sei für die Kühlung der Wohnung richtiges Lüftungsverhalten wichtig:
 tagsüber Fenster und Jalousie geschlossen halten, nachts, wenn es 
kühler ist, lüften.

 

Wer vom Auto auf das Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel
umsteige, trüge weiterhin zu einer geringeren Belastung des Stadtklimas
bei. „Nicht zuletzt sind aber unsere Stadtplaner gefordert, für 
genügend grüne und schattige Erholungsmöglichkeiten sowie Alternativen zum Auto
zu sorgen“, sagte Bongardt.

 

Der Temperaturunterschied zwischen Stadt und Umland kann mitunter bis
zu zehn Grad betragen. Experten warnen, dass sich extreme
Wetterereignisse wie der Hitzesommer 2003 im Rahmen des Klimawandels
häufen werden. Kühle Nächte, die der Mensch zur Erholung braucht,
werden immer seltener. „In Städten wird das Klima zur gesundheitlichen
Belastung für alle“, so Bongardt. „Wir sind reizbarer, können uns
schlechter konzentrieren und leisten weniger.“ Mit dem Projekt 
„Stadt Klima Wandel“ will der NABU auf diese Phänomene aufmerksa m
machen und Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas aufzeigen.

Quelle:

NABU 2010

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