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Standorte konventioneller Kraftwerke nach Leistungsklassen und installierte Leistung Erneuerbarer Energien nach Bundesländern Ende 2009 | Der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien, neuekonventionelle Großkraftwerke und (hier nicht zu sehen) der zunehmende europäische Stromhandel erfordern den Ausbau der Stromnetze. Die Konzentration der Stromerzeugung in Norddeutschland und in Nordrhein-Westfalen wächst, was den Transportbedarf von Norden nach Süden erhöht. © unendlich-viel-energie.de

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:: Stromnetz kann und muss fit gemacht werden für Erneuerbare Energien

+ 22.03.2011 + Der zielgerichtete Übergang zur regenerativen Stromversorgung erfordert neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien auch eine kontinuierliche Anpassung der Netzinfrastruktur.

Doch am jahrelangen Investitionsstau beim Netzausbau droht sich nun der Systemkonflikt zwischen konventionellen und Erneuerbaren Energien zu manifestieren, wie ein aktuelles Hintergrundpapier der Agentur für Erneuerbare Energien darlegt.

 

Das deutsche Stromnetz ist über Jahrzehnte für den Betrieb des konventionellen Kraftwerksparks optimiert worden und befindet sich nach wie vor zu großen Teilen im Besitz der Kraftwerksbetreiber.

 

Während die Menge erneuerbaren Stroms im Netz planmäßig steigt, wurde bislang die Stromproduktion der bestehenden Großkraftwerke oft nicht im vergleichbaren Umfang gedrosselt. Dadurch kommt es zunehmend zu Engpässen im Netz.

 

Mit den Erneuerbaren Energien sind neue Marktteilnehmer auf den Plan getreten, deren Strom laut Gesetz vorrangig eingespeist werden soll. Leider hält der Ausbau der Netzinfrastruktur nicht Schritt mit dem politisch und gesellschaftlich gewünschten Ausbau der Erneuerbaren Energien.

 

Nach einem jahrelangen Rückgang der Netzinvestitionen zwischen 1993 und 2003 steigen die Ausgaben der Netzbetreiber für neue Netzprojekte erst seit 2005 wieder langsam an.

 

Die neue Publikation der Agentur für Erneuerbare Energien zeigt, dass eine Anpassung des Stromnetzes an den Wandel der Erzeugungsstrukturen unvermeidlich ist. Sie zeigt aber auch Lösungen auf, wie durch dezentrale Energieerzeugung oder durch Netzoptimierung und -verstärkung die Kapazität der bestehenden Netze erhöht und der Neubaubedarf reduziert werden kann.

 

Das Stromnetz kann und muss fit gemacht werden für die Herausforderungen der regenerativen Energiezukunft, so das Fazit der Broschüre. Denn die Alternative wäre, neue konventionelle Großkraftwerke zu bauen. Mit Blick auf Klima- und Umweltschutz, Akzeptanz und Kosten kann das jedoch keine ernsthafte Option sein.

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