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:: Unpünktlichkeit bei der Bahn: Fast 70 Prozent zu spät
+ 16.02.2011 + Wer im Dezember 2010 mit der Bahn reiste, brauchte Geduld.
Schnee und Minusgrade hatten das ohnehin labile StreckenÂnetz fast zum Kollaps gebracht. Das Ausmaß der Verspätungen war weit größer als die Bahn bislang zugibt – das belegt eine Untersuchung der Stiftung Warentest, die jetzt auf test.de veröffentlicht wurde.
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An vielen Bahnhöfen kamen drei von vier ICE-Zügen zu spät. Für ihre Untersuchung haben die Tester fast 60.000 Ankunftszeiten von Fernverkehrszügen ausgewertet.
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Detaillierte Statistiken zur Pünktlichkeit ihrer Züge hält die Bahn geheim. Im Winterbericht des Verkehrsministeriums heißt es lediglich, die Pünktlichkeit im Fernverkehr sei im Dezember „tageweise unter 70 Prozent“ gesunken.
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Die Untersuchung der Stiftung Warentest kommt zu einem anderen Ergebnis: An 20 wichtigen Bahnhöfen und Verkehrsknoten lag die Pünktlichkeitsquote der Fernzüge im Schnitt nur bei 32 Prozent. Die 70-Prozent-Quote schaffte die Bahn an keinem einzigen Tag. Als verspätet gelten Züge, die ihrem Fahrplan um mehr als fünf Minuten hinterherfahren.
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Besonders verspätungsanfällig waren ICE-Züge: Jeder vierte ICE hatte eine Verspätung von mehr als einer halben Stunde oder fiel sogar völlig aus.
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Das sanierungsbedürftige Schienennetz ist einer der Hauptgründe für die Unzuverlässigkeit der Bahn, so die Stiftung Warentest. Auch die Züge erwiesen sich als anfällig.
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Netz braucht Sanierung
Auch die Gründe der Verspätungen flossen in die Auswertung ein. Gestörte Signale und Weichen sowie "Verzögerungen im Betriebsablauf" belegen deutlich, dass die Bahn ihr Schienennetz sanieren und ausbauen muss. Im Moment verhindern zu viele Engpässe und Langsamfahrstellen reibungslose Abläufe. Auch die Züge erwiesen sich als anfällig. Allein am Frankfurter Hauptbahnhof entschuldigte die Bahn im Dezember mehr als 400 Verspätungen von Fernzügen mit "Störungen am Triebfahrzeug".
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Positiv: Aktuelle Informationen über Verspätungen erhalten Bahnkunden schneller als früher über die Auskunft unter bahn.de, die es auch als App für Smartphones gibt. Die Daten werden hier im Minutentakt aktualisiert.
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Der ausführliche Artikel findet sich unter www.test.de/bahnverspaetung
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