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:: Verbot von Phosphaten in Reinigungsmitteln

+ 29.06.2011 + Noch keine einheitliche Regelung in der EU - Verbot ab 2013 geplant.

Phosphate belasten die Wasserqualität und schädigen Wasserpflanzen und -tiere. Die EU-Kommission will daher Phosphate in Waschmitteln verbieten. Die Abgeordneten des Umweltausschusses stimmten dem zu, wollen aber auch Reinigungsmittel für Spülmaschinen einbeziehen.

 

Über Jahrzehnte waren Phosphate ein zentraler Bestandteil jedes Reinigungsmittels. Die Salze dienen als Wasserenthärter und verhindern, dass sich im Waschwasser gelöster Schmutz wieder auf der Kleidung absetzt.

 

Gelangen die Phosphate aber ins Wasser, wirken sie wie ein Düngemittel und beschleunigen das Algenwachstum. Sterben die Algen nach einigen Monaten ab, sinken sie zu Boden und verrotten. Dabei entziehen sie dem Wasser Sauerstoff und setzen giftige Gase frei. In der Folge kommt es zu großem Fischsterben, es bilden sich tote Zonen. Besonders betroffen in Europa sind Teile der Donau oder der Ostsee.

 

Keine einheitliche Regelung

Ein Großteil der Phosphate stammt aus Düngemitteln und Fäkalien. Bereits an dritter Stelle rangieren aber Phosphate aus Spül- und Waschmitteln. Phosphatfreie Alternativen sind im Handel erhältlich, waschen aber nicht immer vergleichbar rein.

 

In einigen EU-Staaten existieren bereits nationale Richtlinien für den Umgang mit Phosphaten in Reinigungsmitteln, die Grenzwerte variieren aber deutlich. Andere Länder setzen nur auf freiwillige Beschränkungen der Spülmittelhersteller.

 

Die EU-Parlamentarier wollen dieses Chaos durch eine europaweite Regelung bereinigen und unterstützen daher den Vorschlag der EU-Kommission, Phosphate in Waschmitteln ab Anfang 2013 zu verbieten. Darüber hinaus fordern sie, Phosphate ab 2015 auch für Spülmaschinen zu verbieten.

 

Wirksame Alternativen gesucht

Da es keine wirtschaftlich und technisch vergleichbaren Ersatzstoffe für Maschinenspülmittel gibt, hatte die Kommission hier bisher nur an die Hersteller appelliert, auch phosphatfreie Maschinenspülmittel herzustellen.

 

Der britische Berichterstatter Bill Newton Dunn von der Fraktion der Liberalen (ALDE, UK) sieht darin aber die falsche Strategie. "Phosphatfreie Spülmittel sind bereits erhältlich und die Hersteller arbeiten ständig an weiteren Innovationen. Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass es bis zum Inkrafttreten des Verbots in vier Jahren den meisten Anbietern gelungen sein wird, auf wirksame und phosphatfreie Spülmittel umzusteigen."

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