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:: Verbraucher und Unternehmen wollen mehr Öko-Strom

+ 09.10.2012 + Vestas-Studien: 85 Prozent der Verbraucher fordern eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energie.

Verbraucher weltweit fordern einen verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Dafür sind sie auch bereit, mehr für mit Ökostrom hergestellte Produkte zu bezahlen. Parallel dazu investieren Unternehmen rund um den Globus verstärkt in nachhaltige Energie. Besonders beliebt sind Wasserkraftwerke und Windenergieanlagen, gefolgt von Elektrizität aus Biomasse und Abfall. Allerdings sind die Unterschiede in der Nutzung noch groß. Während einige bereits überwiegend auf grüne Energie umgestellt haben, setzt ein großer Teil der Unternehmen bisher noch kaum auf Strom aus erneuerbaren Quellen. Dies ist das Ergebnis der Vestas-Studien „Global Consumer Wind 2012“ und „Corporate Renewable Energy Index Report“ (CREX).

 

Laut der Studie "Global Consumer Wind 2012" wünscht eine große Mehrheit von 85 Prozent, dass mehr Strom aus erneuerbaren Energien verwendet wird. Einer der Gründe dürfte dabei die Sorge um das Klima sein. Fast die Hälfte der Verbraucher sieht den Klimawandel als eine der drei größten Herausforderungen der Zukunft (45%). Daher würden knapp die Hälfte (49 Prozent) der Befragten für mit grünem Strom hergestellte Produkte tiefer in die Tasche greifen. Windenergie schneidet besonders gut ab: Für mit Strom aus Windenergie produzierte Waren würden sogar fast zwei Drittel (62 Prozent) mehr Geld ausgeben.

 

„Die Ergebnisse der Global Consumer Wind Study sind ermutigend für die Zukunft der erneuerbaren Energie weltweit“, sagt Morten Albaek, Global Senior Vice President of Marketing, Communication and Corporate Relations, Vestas Wind Systems A/S. „Die Verbraucher stehen ganz klar hinter einer grünen Energieversorgung und sind sich bewusst, dass Nachhaltigkeit nicht kostenlos zu haben ist. Jetzt muss die Politik entsprechend nachziehen und die richtigen Weichen stellen.“

 

Unternehmen investieren massiv in Ausbau erneuerbarer Energien

Auf Unternehmensseite bestehen bisher noch große Unterschiede. So decken 30 Prozent der untersuchten Firmen ihren aktuellen Energiebedarf noch zu weniger als fünf Prozent aus erneuerbaren Quellen. Allerdings haben einige Vorreiter bereits komplett auf nachhaltige Energie umgestellt, und immer mehr Unternehmen stellen sich ebenfalls auf die steigende Nachfrage ein. So zeigt der Corporate Renewable Energy Index Report 2012 (CREX), dass große Firmen zunehmend in erneuerbare Energien investieren. Im Jahr 2011 lenkten sie laut der Studie 237 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dagegen investierten die Unternehmen nur 223 Milliarden US-Dollar in die konventionelle Stromerzeugung. In Deutschland finden sich etwa die Allianz, Altana, Deutsche Bank, Deutsche Telekom und SAP unter den Top 10 der Unternehmen, die bislang am stärksten auf erneuerbare Energien setzen.

 

„Die Wirtschaft kann einen wichtigen Beitrag zu einer erfolgreichen Energiewende und einer nachhaltigen Sicherung unserer Energieversorgung leisten“, so Albaek weiter. „Daher begrüßen wir den aktuellen Trend bei Unternehmen hin zu einer verstärkten Nutzung grünen Stroms. Wir sind damit auf einem guten Weg, den Energiebedarf künftiger Generationen zu decken, ohne den Ausstoß gefährlicher CO2-Emissionen unnötig zu erhöhen.“

 

Allianz, Deutsche Bank, Deutsche Telekom und SAP in deutscher Top 10

In Deutschland, das traditionell als eines der Länder mit dem größten Umweltbewusstsein gilt, ist der Einsatz erneuerbarer Energien bei vielen Unternehmen Teil des Selbstverständnisses. 20 Prozent der im Corporate Renewable Energy Index Report 2012 gelisteten deutschen Firmen gaben an, dass sich die Nutzung nachhaltig erzeugten Stromes direkt aus ihrer Geschäftsstrategie ableitet. Dies sagen beispielsweise Allianz, Deutsche Bank und Puma. Die Forderung von Kunden und Mitarbeitern nach einem verstärkten Einsatz grüner Energie ist ein weiterer zentraler Grund. Dies betonen etwa Deutsche Telekom, Deutsche Post oder SAP.

 

Michael Liebreich, Chief Executive bei Bloomberg New Energy Finance, freut sich ebenfalls über diese positive Entwicklung: „Die Studie zeigt, dass immer mehr Unternehmen aktiv nach Wegen suchen, ihren Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken. Wie sie damit vorankommen, hängt auch von der Unterstützung von Seiten der Politik ab. Ein weiterer Faktor ist, wie schnell die neuen Technologien wirklich im großen Maßstab wettbewerbsfähig sind.“

 

Windenergie zweitwichtigste Quelle für nachhaltig erzeugten Strom

International setzen die meisten Unternehmen bisher auf Wasserkraft (47% bei bekannter Quelle), gefolgt von Windenergie (29%) und Elektrizität aus Biomasse und Abfall (zusammen 23%). Beim Bezug erneuerbarer Energie greifen die meisten im CREX-Index gelisteten deutschen Unternehmen bislang auf Renewable Energy Certificates (REC) zurück. 83 Prozent nutzen diese Lösung. Green Pricing folgt an zweiter Stelle, während der Kauf von Power Purchasing-Agreements (PPAs) von unabhängigen Energieherstellern eine untergeordnete Rolle spielt.

 

Corporate Renewable Energy Index (CREX)

Der Corporate Renewable Energy Index (CREX) listet Unternehmen gemäß ihres freiwilligen Einsatzes erneuerbarer Energie. Der von Bloomberg New Energy Finance erstellte Index macht damit den Grad der Nutzung erneuerbarer Energie rund um den Globus transparent und stellt die Daten anderen Unternehmen, Investoren, politischen Entscheidungsträgern, NGOs und Verbrauchern zur Verfügung. Der CREX 2012 berücksichtigt 389 Unternehmen aus 26 Ländern. Den vollständigen Bericht können Sie hier herunterladen.

 

Global Consumer Wind Study

Für die weltweite Studie „Global Consumer Wind 2012“ befragte das Marktforschungsinstitut TSN Gallup rund 24.000 Verbraucher in 20 Ländern. Die Studie von Vestas Wind Systems untersucht die Präferenzen der Verbraucher bezüglich Energie und deren Interesse an mit nachhaltigem Strom hergestellten Produkten. Zudem analysiert sie den Einfluss, den energiebezogene Entscheidungen von Unternehmen auf das Kaufverhalten haben. Die komplette Studie finden Sie hier.

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