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:: Verleihung der „Alternativen Nobelpreise“ 2011
+ 06.12.2011 + Die Right Livelihood Awards werden dieses Jahr zum 32. mal vergeben. Der Preis zählt mittlerweile – seit seiner Gründung im Jahr 1980 – 145 Preisträger aus 61 Ländern.
Die oft als „Alternative Nobelpreise“ bezeichneten Right Livelihood Awards wurden 1980 von Jakob von Uexküll gegründet, um „jene zu ehren und zu unterstützen, die praktische und beispielhafte Antworten zu den dringendsten Herausforderungen unserer Zeit finden und erfolgreich umsetzen“.
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Begründungen für die Right Livelihood Awards 2011
HUANG MING (China, Ehrenpreis) erhält den Preis „für seinen herausragenden Erfolg in der Entwicklung und Massenverbreitung von Spitzentechnologien für die Nutzbarmachung von Solarenergie, und weil er zeigt, wie dynamische Schwellenländer dazu beitragen können, die globale Krise des anthropogenen Klimawandels zu überwinden“.
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JACQUELINE MOUDEINA (Tschad) erhält den Preis „für ihren unermüdlichen Einsatz unter großem persönlichen Risiko, damit den Opfern von Tschads ehemaliger Diktatur Gerechtigkeit widerfährt und um die Achtung und das Bewusstsein für Menschenrechte in Afrika zu stärken“.
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GRAIN (International) erhält den Preis, „weil ihre weltweite Arbeit die Lebensgrundlage und Rechte bäuerlicher Gemeinschaften schützt und den massiven Aufkauf von Ackerland in Entwicklungsländern durch ausländische Finanzinvestoren entlarvt“.
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INA MAY GASKIN (USA) erhält den Preis, „weil sie Geburtsmethoden lehrt und verbreitet, die Frauen in den Mittelpunkt stellen und die körperliche wie geistige Gesundheit von Mutter und Kind fördern“.
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Hier stellen sich die Preisträger des auch als „Alternativer Nobelpreis“ bekannten Right Livelihood Awards vor.
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Huang Ming (China):
„Als meine Tochter geboren wurde, ist mir bewusst geworden, dass, wenn in nur wenigen Jahrzehnten das Öl ausgehen wird, ich diese Welt verlassen werde, meine Tochter sich aber in einer Welt mit kalten Wohnungen und einer verschmutzten Umwelt wiederfinden wird. Wird sie dann, eines Tages, auf mein Grab zeigen und sagen: ‚Und all das nur, weil ihr das Öl verbraucht habt’?
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Ich hatte Angst, dass uns die nächste Generation die Schuld dafür geben wird und bin deshalb 1995 ins Solarenergiegeschäft eingestiegen und habe die Himin Solar Energy Group aufgebaut. Seitdem ist es unsere Vision und unser Bestreben, eine Welt mit blauem Himmel und weißen Wolken für unsere Kinder und Enkelkinder zu schaffen – durch den globalen Wandel zu erneuerbarer Energie.“ mehr englisch
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Jacqueline Moudeina (Tschad):
„In Afrika ist Straffreiheit eine Form von Krebs, die unseren Kontinent auffrisst und uns davon abhält, unser wahres Potential zu entfalten. Ich werde meinen Kampf für Menschenrechte solange weiterführen, bis der Ruf derjenigen, die unter Ungerechtigkeit leiden, von ihren Machthabern und der internationalen Staatengemeinschaft gehört wird. Wir hätten gerne gesehen, dass der ehemalige tschadische Diktator Habré auf afrikanischem Boden unter Anklage gestellt wird, aber nach mehr als zwanzig Jahren können wir nicht länger warten. Es ist an der Zeit, dass Senegal Habré an Belgien ausliefert, um ihn dort vor Gericht zu stellen.“ mehr englisch
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Renée Velvé von der Preisträger-Organisation GRAIN sagte:
„GRAIN verlangt ein sofortiges Ende des aktuellen Trends des ‚land grabbing’ (Landraub). Der Geldfluss aus den Pensionsfonds, von Investoren und der Agrarwirtschaft, mit dem Ackerland aufgekauft oder gepachtet wird, muss gestoppt werden. Das betroffene Land muss unmittelbar an die Bauern und lokalen Gemeinschaften zurückgegeben werden.
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Wir werden die Welthungerkrise nicht lösen, bis Menschen aufhören zu versuchen, kleinere landwirtschaftliche Familienbetriebe durch groß angelegte konzerngesteuerte Industrie zu ersetzen. Wir brauchen ein Nahrungssystem, dass Menschen ernährt und nicht die Märkte.“ mehr englisch
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Ina May Gaskin (USA):
„Ich nehme den Right Livelihood Award im Namen der Hebammen, Ärzte, Geburtsbegleiter und -aktivisten entgegen, die dafür eintreten, Geburt als eine kreative Handlung zu verstehen, die am besten von der Mutter selbst bestimmt wird und ohne unnötige medizinische Einmischung, die ihr aufgezwungen wird.
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In jedem Land werden Hebammen, die Hausgeburten durchführen, verfolgt, sogar in den Niederlanden, wo Hausgeburten eine lange und ehrenwerte Tradition haben. Im Moment beunruhigt mich besonders die aktuelle Situation in Ungarn. Frau Dr. Agnes Gereb verteidigt seit mehr als zwanzig Jahren die fundamentalen Rechte von Mutter und Kind. Dafür ist sie festgenommen worden, wurde vor kurzem zu einer weiteren zweijährigen Haftstrafe verurteilt und steht seit über einem Jahr unter Hausarrest. Ich rufe die ungarische Regierung dazu auf, einzugreifen und die Schikanierung und ungerechte Behandlung dieser international respektierten Expertin für Hausgeburten zu stoppen!“ mehr englisch
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