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:: Vogeltränken jetzt!

+ 09.07.2010 + NABU: Gefiederte Freunde leiden unter Trockenheit.

Der NABU bittet Naturfreunde, wegen des extrem trockenen Wetters jetzt Vogeltränken aufzustellen. Das Leben spendende Nass muss allerdings täglich gereinigt und gewechselt werden, da kleine Wasserstellen im letzten Jahr tausende Vögel tödlich mit Trichomonaden infizierten. Welche weiteren Regeln beachtet werden sollten, erklärt der NABU.

 

„Die Vögel leiden jetzt unter dem Wassermangel“, berichtet Stephan Zirpel, Geschäftsführer des NABU Hamburg. „Die wenigen verbliebenen natürlichen Wasserstellen sind bereits ausgetrocknet. Pfützen gibt es gar nicht mehr, sogar in manchen Gräben steht nur wenig Wasser.“ Es sei daher sehr wichtig, den Tieren saubere Vogeltränken anzubieten, ganz gleich, ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon, ruft der NABU auf. Die Naturschützer geben dazu Tipps, damit sich die gute Tat nicht ins Gegenteil verkehrt: Zunächst müsse darauf geachtet werden, dass das Wasser sauber bleibe. Allzu schnell können sich sonst Salmonellen, Trichomonade & Co. vermehren. „Täglicher Wasserwechsel, Ausspülen und Sauberwischen gehören zum Pflichtprogramm des verantwortungsvollen Vogelfreundes“, so Zirpel.

 

Im vergangenen Jahr breitete ein Parasit sich unter den Vögeln aus und tötete vor allem Grünfinken. Im Schleswig-Holsteiner Raum starben hunderte Vögel an Trichomonas gallinae, winzigen einzelligen Geißeltierchen, die im Trinkwasser der Vögel herumschwimmen. Allerdings sollte keine Chemie zur Desinfektion verwendet werden, kochendes Wasser reiche vollkommen, betonen die Naturschützer. Als Alternative könnten auch zwei Wasserschalen abwechselnd benutzt werden. „Wenn eine Tränke 24 Stunden am besten in der Sonne trocken steht, sind die Parasiten tot“, erklärt Stephan Zirpel.

 

„Vogelbäder gibt es im Gartenhandel. Eine flache Schüssel, ein Blumentopf-Untersetzer oder ein Suppenteller tun es aber auch“, rät der NABU. Wichtig sei, dass die Tränke auf einem gut einsehbaren Platz nicht in unmittelbarer Nähe von Büschen eingerichtet werde. Sonst könne manch „Stubentiger“ der fröhlichen Badeschar ein jähes Ende bereiten. „Übrigens baden Vögel auch gerne im Sand, das hilft ihnen gegen Parasiten. Wer nur einen gepflasterten Hof hat, kann dort auch ein Sandbad in einer flachen Schale einrichten“, gibt Zirpel noch einen Tipp.

Quelle:

NABU 2010

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