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:: Welterschöpfungstag: Menschen leben auf Pump

+ 24.08.2010 + "Bis Ende 2010 werden wir voraussichtlich 150 Prozent unserer Ressourcen aufgebraucht haben", so Heinrich weiter. "Die Erde würde eineinhalb Jahre brauchen, um sich von diesem Raubbau zu erholen."

Seit dem Wochenende lebt die Menschheit, was den Verbrauch an ökologischen Ressourcen angeht, wieder auf Pump. Dies ergeben Berechnungen des Ökologischen Fußabdrucks vom Global Footprint Networks, an dem auch der WWF beteiligt ist. Der diesjährige "Welterschöpfungstag" war der 21. August. Damit rückt er im Kalender weiterhin stetig nach vorn. 2009 fiel er noch auf den 25. September.

 

"Den Rest des Jahres leben wir auf Kredit und verbrauchen die Reserven der Erde", so Christoph Heinrich, Geschäftsleiter Naturschutz des WWF Deutschland. Die vorhandenen Ressourcen der Erde verbrauche die wachsende Weltbevölkerung immer schneller. "Bis Ende 2010 werden wir voraussichtlich 150 Prozent unserer Ressourcen aufgebraucht haben", so Heinrich weiter. "Die Erde würde eineinhalb Jahre brauchen, um sich von diesem Raubbau zu erholen."

 

CO2-Fußabdruck hat sich verdoppelt

Der Ökologische Fußabdruck berechnet, wie viel produktive Fläche benötigt wird, um alle Ressourcenbedürfnisse inklusive der Energieversorgung und Müllentsorgung der Menschheit zu gewährleisten. Auch die CO2-Emissionen werden dabei einbezogen. Sie machen den größten und am schnellsten wachsenden Teil dieses Fußabdrucks aus. Allein der CO2-Fußabdruck der Menschheit habe sich seit 1970 mehr als verdoppelt. Bereits seit 30 Jahren können sich die natürlichen Ressourcen der Erde nicht mehr so schnell erneuern, wie die Menschheit sie verbraucht.

 

"Klimawandel, Artensterben, Wassermangel sowie der Kollaps der Fischbestände sind klare Anzeichen dafür, dass der Planet unter der menschlichen Übernutzung leidet. Die Folgen sind heute schon sichtbar. Wir können nicht nur auf Kredit konsumieren, irgendwann müssen wir auch unsere Schulden bei der Natur zurückzahlen", so Christoph Heinrich. Regierungen, Unternehmen und Konsumenten hätten bereits heute Mittel in der Hand, um nachhaltiger zu leben, sei es durch Energieeffizienz, den Einsatz Erneuerbarer Energien, bewussteren Fleischkonsum oder umweltfreundliche Mobilität.

 

Unternehmen setzen auf Nachhaltigkeit

Unternehmen wie Edeka, Krombacher, Samsung oder die Allianz unterstützen den WWF und führen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen im eigenen Unternehmen ein. Allianz Global Investors beispielsweise setzt auf Telefon- und Videokonferenzen statt Flüge. "Im Bereich der Nachhaltigkeit verfolgen wir in Frankfurt noch weitere Ansätze wie Wassereinsparungen und die Rückgewinnung von Regenwasser. Wir haben umgestellt auf Recyclingpapier, verzichten wo es geht auf Farbausdrucke. Dokumente drucken wir für Meetings im verkleinerten Format, sodass wir zwei Seiten auf eine Din A4-Seite bekommen", erklärt Heinrich Durstewitz, Sprecher der Allianz-Tochter.

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