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:: Weltwasserwoche: Weniger Lebensmittelabfälle verringern Druck auf Wasserressourcen

+ 01.09.2012 + Der Fokus liegt in diesem Jahr auf Wasser und Ernährungssicherheit.

Die teilnehmenden ExpertInnen forderten bei der Eröffnungskonferenz am Montag, dass sowohl der öffentliche als auch der private Sektor seine Investitionen in diesem Bereich erhöht, damit der Verlust von Lebensmitteln in der Versorgungskette verringert, die Wassereffizienz der Landwirtschaft gesteigert und der Hausmüll reduziert werden können.

 

Über 2.000 VertreterInnen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft treffen sich zurzeit in Stockholm und suchen gemeinsam nach Lösungen, damit unsere begrenzten Wasserressourcen für eine gesunde Weltbevölkerung sorgen können.

 

Über 900 Millionen Menschen weltweit leiden an Hunger, und weitere drei Milliarden sind erhöhten Gesundheitsrisiken aufgrund von Unterernährung ausgesetzt. Gleichzeitig sind 1,5 Milliarden Menschen überernährt und über ein Drittel aller Lebensmittel geht verloren oder wird entsorgt.

 

Schätzungen zufolge wird die Nachfrage nach Lebensmitteln bis 2050 um 70 Prozent steigen und ohne entsprechende Gegenmaßnahmen wird der Druck auf die Wasserressourcen so sehr ansteigen, dass in vielen Regionen der Welt die Nahrungs- und Wassersicherheit gefährdet sein werden.

 

„Mehr als ein Viertel des weltweiten Wasserverbrauchs wird für den Anbau von über einer Milliarde Tonnen von Lebensmitteln verwendet, die niemand isst. Dieses Wasser, zusammen mit den Milliarden von Dollar die für den Anbau, die Verschiffung, die Verpackung sowie für den Kauf der Lebensmittel benutzt wird, ist verschwendet.“, sagte Torgny Holmgren, Geschäftsführer des Internationalen Wasserinstituts Stockholm (SIWI), dem Veranstalter der Weltwasserwoche.

 

„Den Abfall von Lebensmitteln zu verringern ist der klügste und direkteste Weg, um den Druck auf Wasser- und Landressourcen zu verringern. Wir können es uns nicht leisten, diese Chance zu verpassen.“, fügte er hinzu.

 

Andris Piebalgs, der EU-Kommissar für Entwicklung, erklärte anlässlich der Weltwasserwoche: „Ich möchte heute das entschlossene Engagement der EU bekräftigen, dafür zu sorgen, dass jeder Mensch, wo immer er auch lebt, Zugang zu sauberem Wasser und zu sanitären Einrichtungen hat.

 

Dafür haben wir uns bereits seit längerem engagiert und unsere Hilfe hat bereits gute Ergebnisse erzielt. Im Zeitraum 2004-2009 hat die EU weltweit mehr als 32 Millionen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und mehr als 9,5 Millionen Menschen Zugang zur Sanitärversorgung verschafft.“ Dennoch sei noch ein weiter Weg zu gehen.

 

WWF warnt bei Weltwasserwoche vor Naturzerstörung

Der WWF vor den Gefahren großer Staudammprojekte für die Umwelt und die Nahrungsversorgung von Millionen Menschen. "Der grundsätzlich richtige Ansatz, Energie durch Wasserkraft zu gewinnen, droht zum Bumerang zu werden", , sagt Süßwasser-Experte Stefan Ziegler vom WWF.

 

"Vielerorts werden zahlreiche Fischarten verschwinden, verbunden mit einem Kollaps der heimischen Fischerei, da die natürlichen Wanderwege der Tiere versperrt werden."

 

Die Naturschutz-Stiftung zitiert Studien, die beispielhaft die Situation im unteren Mekong-Becken in Südostasien beleuchten. Dort sind elf Wasserkraftanlagen geplant, weitere 77 sn den Nebenflüssen.

 

Für die 60 Millionen Bewohner im Einzugsgebiet des Flusses hätte das dramatische Folgen. "Die Erträge aus dem Fischfang würden um nahezu 40 Prozent zurückgehen. Das ist eine ernsthafte Bedrohung, da die meisten Haushalte vom Fisch als Grundnahrungsmittel abhängig sind", so Stefan Ziegler.

 

Auf allein 476 Millionen US-Dollar jährlich schätzt die Umweltorganisation die wirtschaftlichen Schäden, sollten nur die elf Staudämme im Mekong-Hauptstrom gebaut werden. Für die Nahrungsversorgung der Bevölkerung könnte sich die Lage noch dramatischer darstellen: Um die Einbußen an Fisch zu kompensieren und den Proteinbedarf der Bevölkerung zu decken, müsste nach Angaben des WWF deutlich mehr Fleisch produziert werden. Zusätzliche Flächen würden zur Viehhaltung und den Anbau von Futtermitteln in der Region notwendig.

 

Um diese negativen Konsequenzen abzuwenden fordert der WWF ein zehnjähriges Moratorium, um eine umwelt- und sozialverträgliche Planung von Wasserkraft in der Mekong-Region zu ermöglichen. Bislang habe es an einer gewissenhaften Prüfung aller Faktoren gemangelt. "Das Ziel, mit Wasserkraftwerken von fossilen Energieträgern loszukommen, ist richtig", sagt Ziegler. "Doch wenn durch fehlerhafte Planung die Flüsse absterben und Menschen ihrer Nahrungsquelle beraubt werden, ist das nicht nachhaltig."

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