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:: Der heilsame Schock - Wie der Klimawandel unsere Gesellschaft zum Guten verändert
Mit Facebook gegen die Ölpest? Der Klimawandel als Motor für den Wandel der Gesellschaft.
Können soziale Netzwerke die Welt vor Umweltkrisen wie der aktuellen Ölkatastrophe im Golf von Mexiko bewahren? Auf den ersten Blick erscheint es abwegig, die ‘social communities’ mit der Lösung von konkreten Umweltproblemen in Verbindung zu bringen, dienen sie doch in erster Linie der Zerstreuung oder bieten allenfalls Diskussionsplattformen. Andererseits haben die größten dieser Netzwerke potenziell gewaltigen Einfluss: Sie umfassen weltweit mehr Mitglieder als viele Länder Einwohner haben und stellen einen der demokratischsten Räume überhaupt dar. Nahezu alle Menschen – ungeachtet von Geschlecht, sozialem Status oder Herkunft – können hier auf einer Ebene partizipieren.
Genau an diesem Punkt setzt der kanadische Soziologe Thomas Homer-Dixon in seinem Buch “Der heilsame Schock” an, das am 8. September im oekom verlag in der Reihe quergedacht erscheint. Der renommierte Krisen- und Zukunftsforscher zeigt, wie wir alle durch vereinte Kreativität und mittels schneller, moderner Massenkommunkationsmedien an der Vorsorge vor der Klimakatastrophe mitarbeiten können – vorausgesetzt, wir nehmen das dringend geforderte Umdenken ernst. Der von Homer-Dixon geforderte große kulturelle Wandel ist umso wichtiger, da durch die fortschreitende Umweltzerstörung nicht nur unsere Lebensqualität eingeschränkt wird, sondern gewalttätige gesellschaftliche Unruhen in der Folge von Katastrophen auch den Frieden gefährden. Politik und Wirtschaft stehen dem bisher weitgehend hilflos gegenüber. Der Soziologe Homer-Dixon plädiert für eine Welt, die nicht durch stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet ist, sondern in der eine durch neue demokratische Prozesse mobilisierte Weltgemeinschaft sich auf sinnstiftende Werte einigt – und dadurch nicht nur die klimatischen Veränderungen meistert, sondern auch eine humanere und nachhaltige Welt für alle schafft.
„Wir werden den Klimawandel und die Energieprobleme nicht bewältigen können, wenn wir nicht zuvor zu einem Konsens gelangen, wie ein erfülltes Leben aussehen sollte und welches Leben wir unseren Kindern und Enkeln wünschen. Dies ist eine unserer dringendsten Aufgaben.“ (Thomas Homer-Dixon)
Thomas Homer-Dixon ist Professor für Politologie an der Universität von Waterloo/ Kanada, Direktor des Waterloo Instituts für Komplexität und Innovation sowie Chair of Global Systems an der Balsillie School of International Affairs. In seinen Büchern untersucht er, wie Gesellschaften die vielfältigen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewältigen können. Er wurde unter anderem 2007 mit dem National Business Book Award ausgezeichnet.
In der neuen Reihe quergedacht, deren erste drei Bände zu den Themen Zeit, Geld und Atomkraft im März 2010 im oekom verlag erschienen sind, präsentieren namhafte Expert(inn)en Hintergründe und überraschende Einblicke in aktuelle und kommende gesellschaftliche Debatten. Die renommierten Autorinnen und Autoren der Reihe quergedacht überraschen mit ungewöhnlichen Antworten, kontroversen Anregungen und provokanten Vorschlägen – zum Mit-, Weiter- und Querdenken.
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