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:: Die Alpen: Europas Naturerbe
Steil ragt das weiß-graue Felsmassiv aus den grünen Hügeln des Vorlandes empor. Die Alpen sind nicht nur eine Augenweide, sondern auch die größte und artenreichste Wildnisregion zwischen Nordsee und Mittelmeer. Doch die Natur ist auf dem Rückzug.
Alpen Teil 1: Europas großes Naturerbe
Die Alpen sind ein Labyrinth von bis zu 4.800 Meter hohen Bergketten und tiefen Tälern mit ganz verschiedenen Klimaten. Die steilen Hänge machen es möglich: Während es im Tal noch genauso warm wie in München sein kann, ist es ab etwa 1.000 Meter Höhe schon so kühl wie in Nordeuropa.
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Mehrere Klimazonen auf engstem Raum bedeuten viele Lebensräume. Deshalb leben in den Alpen rund 30.000 Tier- und etwa 13.000 Pflanzenarten. Sie sind meist auf bestimmte Höhenzonen und manchmal sogar auf nur wenige Täler spezialisiert und sehr anfällig für Störungen.
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Die Alpen speichern in ihren Gletschern Milliarden Kubikmeter Süßwasser, deren Abflüsse die Wasserversorgung des Alpenvorlandes sichern. Darüber hinaus nutzt der Mensch die Alpen noch in vielfältiger Weise: Ihre Wasserkraft dient der Stromgewinnung, Täler und Hänge sind Flächen für die Land- und Forstwirtschaft und das gesamte Gebirge ist ein attraktives Urlaubsziel. Für Touristen, aber auch für den wachsenden Transitverkehr werden außerdem immer mehr Straßen durch und über die Alpen gebaut. Der ehemals große, zusammenhängende Naturraum wird in immer kleinere Landschaftshäppchen zerstückelt. Große Tierarten wie Braunbär, Wolf oder Luchs wurden gejagt und in den Alpen bereits vor geraumer Zeit weitgehend ausgerottet.
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Zudem wurden früher zahlreiche Gewässer begradigt. Die Folgen – wie die Gefahr von Überschwemmungen – beschäftigen viele Menschen noch heute. Derzeit werden immer mehr Gewässer zur Herstellung von Strom genutzt – was auch nicht ohne Auswirkung auf das Ökosystem bleibt.
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Hinzu kommt auf der Liste der Gefahren für den Lebensraum Alpen der Klimawandel, der die Gletscher immer weiter schmelzen lässt und verstärkt zu Bergstürzen und Lawinenabgängen führt.
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Daher gibt es in den Alpen eine Menge für den Naturschutz zu tun. Der WWF Deutschland will mit seiner Projektarbeit in den Alpen aktuell zwei konkrete Ziele erreichen: Großen Beutegreifern die Rückkehr in ihre alten Lebensräume ermöglichen und die Ammer als Wildfluss zu bewahren.
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Durch den Schutz von Wildflüssen und den verstärkten Einsatz für die Rückkehr der Beutegreifer unternimmt der WWF Deutschland zwei wichtige Schritte in Richtung Schutz, Erhaltung und Wiederherstellung der reichen Lebensraum- und Artenvielfalt in den Alpen. Der WWF setzt sich in den Alpen ferner dafür ein, dass
- Strom aus Wasserkraft gewonnen wird, ohne der Natur zu schaden,
- ökologische Landwirtschaft gefördert wird, um die Artenvielfalt in den Alpen zu bewahren,
- die Erderwärmung gebremst wird, damit die Gletscher nicht weiter abschmelzen und
- mehr Touristen naturfreundlich Urlaub machen, ohne die Landschaft mit Lärm und Schmutz aus dem Straßenverkehr zu belasten oder Tiere zu verdrängen.
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Alpen Teil 2: Beutegreifer willkommen heißen
Ob Nahrungsangebot, Wanderungsgebiete oder Schutz- und Versteckmöglichkeiten: Ohne Zweifel bieten die Alpen alle notwendigen Voraussetzungen, damit große Beutegreifer wie Bär, Luchs und Wolf wieder in überlebensfähigen Beständen heimisch werden können.
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