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:: Die Zukunft ist grün– oder gar nicht
"Tatsächlich geht es nicht nur um das Altersrheuma einer maroden Finanzordnung, sondern auch um die Geburtsschmerzen einer neuen Ära" – so analysiert der umweltpolitische Experte Michael Müller die derzeitige Situation.
Eine einzige Anfrage bei Google braucht so viel Energie wie eine Energiesparlampe in einer Stunde. Der Stromverbrauch des Internets verursacht genau so viel CO2, wie der weltweite Flugverkehr. Und in Deutschland laufen zwei Atomkraftwerke alleine für den in Stand-by-Schaltungen notwenigen Strom. Das sind nur einige Beispiele für den Mangel an Effizienz in Technologie, Energieversorgung und Gebäudeplanung und das fehlende ökologischen Bewusstsein, die es uns schwer machen, den Wandel zu einer wirklich nachhaltigen Gesellschaft zu vollziehen.
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Die Welt steht an einem Wendepunkt; während weltweit die Zeichen noch auf Krise stehen, sehen Michael Müller und Kai Niebert auch Anlass zu Optimismus: In ihrem gemeinsamen Buch Epochenwechsel. Plädoyer für einen grünen New Deal, das im oekom verlag erschienen ist, sehen sie in der Ausnahmesituation eine einzigartige Chance zu Veränderung – ein „window of opportunity“, das wir zur Gestaltung der Zukunft nutzen müssen, ehe es sich wieder schließt.
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Heute fallen vier große Krisen zusammen: die globale Finanzkrise, die sich abschwächende technologische Dynamik, der rasant fortschreitende Klimawandel und die zur Neige gehenden Ressourcen. In einem historischen Rückblick machen die Autoren die Ursachen für die gegenwärtigen Krisen verständlich und läuten für den nächsten Wirtschaftszyklus das ökologische Jahrhundert ein, das von Effizienztechnik und erneuerbaren Energien geprägt sein wird – wenn wir jetzt die historischen Weichen dafür stellen.
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Für eine gelingende sozialökologische Erneuerung ist der Wandel zu einer solaren Gesellschaft mit dezentraler Energieversorgung notwendig, die Wende von der Wegwerfgesellschaft zu geschlossenen Ressourcenkreisläufen und nicht zuletzt eine nachhaltigere Lebensweise: „Nutzen statt besitzen“ und „gebrauchen statt verbrauchen“.
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So kann der Weg in eine lebenswerte, grüne Zukunft gelingen und es entstehen Dynamiken, die nicht nur die derzeitige Krisensituation zu einem Sprungbrett machen – sondern auch ein Motor für Wirtschaft und Beschäftigung sind. „Epochenwechsel“ bleibt aber nicht bei theoretischen Überlegungen stehen – ein grünes „Sofortprogramm“ am Ende jedes Kapitels konkretisiert die Forderungen der Autoren, alltagsnahe Praxistipps geben Handlungsanleitungen für den persönlichen grünen New Deal.
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Damit entwickeln Michael Müller und Kai Niebert glaubwürdige Alternativen für die Zukunft einer nachhaltigen Gesellschaft, die neue Regeln für das Zusammenleben auf dem Planeten Erde aufstellt.
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Die Autoren
Michael Müller ist Mitglied des Bundestages und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Er war viele Jahre umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und ist Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands.
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Kai Niebert arbeitet an der Leibniz Universität Hannover. Er entwickelt dort theoretisch und empirisch fundierte Strategien zur Vermittlung des Klimawandels. Er gehört dem Präsidium des Deutschen Naturschutzrings (DNR) an.
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