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:: Die entscheidende Epoche unseres Planeten - Zerstören oder gestalten?
In der Neuerscheinung „Menschenzeit“ beschreibt Christian Schwägerl, warum wir schon längst im „Anthropozän“ der Menschenzeit leben. In einer Epoche, in welcher der Mensch, seinen Planeten in atemberaubender Geschwindigkeit verändert. Eine Buchrezension von Thomas Wardenbach
Die Technologien der Neuzeit haben eine explosionsartige Produktionssteigerung ermöglicht, begleitet von einem dramatischen Bevölkerungswachstum. Klimawandel, Artensterben und ein zunehmend auf anthropogene Eingriffe reagierendes Ökosystem hängen wie ein Damoklesschwert über dem ungebremsten Aufstieg der Spezies Mensch. Zerstörung, Untergang, Schwankungen, Verluste und vor allem Instabilitäten gab es in allen Erdzeitaltern. Nur hat noch keine Spezies selbständig so kräftig in den Karten der Natur mitgemischt wie der Homo sapiens, welcher sich immer stärker ausbreitet und mittlerweile auch den letzten Winkel der Erde bevölkern kann.
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„Wir leben in jeder Beziehung auf Pump und maßen uns eine Mitschöpferrolle an, für die wir möglicherweise nicht reif genug sind. Der Weg kann aber nicht zurückführen in eine idealisierte Vergangenheit, sondern nur vorwärts in eine Welt, in der die Wissenschaft der Nachhaltigkeit dient und Selbstbeschränkung die Tugend eines gemeinschaftsfähigen Zukunftsmenschen ist“, so Christian Schwägerl in seinem Buch.
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Das Buch ist vollgepackt mit jeder Menge solide recherchierten Fakten. Streckenweise etwas zäh zu lesen, dann aber mit überraschenden und spannenden Einblicken. Unumstritten eine empfehlenswerte Publikation für all diejenigen, die ein paar Schritte zurücktreten wollen, um sich das ganze Bild der Menschheitsentwicklung anzusehen und einen Blick in die Zukunft wagen wollen. Und für die Zukunft macht Schwägerl uns Hoffnung, weil das Kind nach seiner Meinung noch nicht in den Brunnen gefallen ist: Denn, so Schwägerl, „der Weltaufgang hat erst begonnen“.
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Genau jetzt kommt es aber entscheidend darauf an, wie wir uns auf der Erde benehmen und unsere Technologien intelligent nutzen! Schwägerl macht deutlich, dass wir heute den Weg ebnen für die Art nach dem Homo sapiens. Für manchen, der daran Zweifelt, ob es uns gelingt, die Kurve zu kratzen bevor wir noch mehr zerstören, bleibt vielleicht ein Trost: Unser aller Verhalten und Lebensstil ist momentan entscheidend für ein würdiges Bestehen der Menschheit. Entscheidend für die Existenz der Erde und kommender Lebensformen jedoch noch lange nicht, denn nach dem „Anthropozän“ folgt ein neue Epoche – mit oder ohne uns!
Beratung und Pressebüro für Geowissenschaften & Agrarwirtschaft, Köln
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