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:: Green New Deal, Suffizienz oder Ökosozialismus?
Konzepte für gesellschaftliche Wege aus der Ökokrise.
Unsere ökologischen Lebensgrundlagen sind in Gefahr – aber woran liegt das und wie kann man das verändern?
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Breite Unterstützung genießen „grüne“ Technologien, von ihnen wird die Trendwende zu einem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen erwartet. Kontrovers wird hingegen diskutiert, wie tief die Ursachen der ökologischen Krise in den sozio-ökonomischen Strukturen, Lebensweisen und Weltsichten unserer modernen kapitalistischen Gesellschaft wurzeln.
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Wie radikal können und müssen gesellschaftliche Alternativen gedacht werden, um Auswege aus der ökologischen Krise zu eröffnen? Welche Wege dorthin sind denkbar und von wem sind erste Schritte zu erwarten?
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Dieses Buch vermittelt einen Überblick in einer schwer überschaubaren Debatte, indem es das Spektrum der wesentlichen Denkansätze herausarbeitet – von Subsistenz und „warmherziger Genügsamkeit“ bis zu grünem Kapitalismus, von individuellem Kulturwechsel bis zu sozial-ökologischer Regulation.
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Die Hauptbotschaft der hier versammelten Konzepte und Autoren: Die ökologische Krise selbst, ihre möglichen katastrophalen Folgen und die strukturelle Unfähigkeit sie zu bewältigen, wurzeln in grundlegenden, für westlich moderne kapitalistische Gesellschaften konstitutiven gesellschaftlichen Verhältnissen und damit korrespondierenden Subjektformen und psychischen Strukturen. Nur indem diese verdinglichten, kapitalistisch-patriarchalen, kolonialen Herrschaftsformen und ihre Rationalität grenzenloser Naturbeherrschung und Wachstumsdynamik beseitigt werden und der globale Norden als hegemoniales Modell abgewickelt wird, besteht eine Chance, einem Rückfall in Barbarei, Ressourcenkriege etc. zu entgehen. Die ökologische Problematik ist nur in engem Zusammenhang mit anderen emanzipatorischen Prozessen und im globalen Maßstab lösbar.
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Von diesem fundamentalkritischen Typus sind in unserem „Sample“ fünf Ansätze vertreten:
- “Radikale Herrschaftskritik“, wie sie z.B. von der internationalistischen Solidaritätsbewegung (BUKO) bzw. ihren Theoretikern (Spehr, Brand, Görg) verfochten wird, – vgl. Kap.2
- Die ökofeministische „Subsistenzperspektive“, die an Erfahrungen in der sog. Dritten Welt anknüpft und in Deutschland vor allem von Maria Mies und Veronika Bennholdt- Thomsen begründet worden ist, zuweilen auch als „Bielefelder Ansatz“ bezeichnet; international u. a. von Vandana Shiva repräsentiert – vgl. Kap.3
- Das Konzept „Ökosozialismus“ mit seinem dezidiert wachstumskritisch-antikapitalistischen Tenor, begründet von Saral Sarkar – vgl. Kap.4
- Der radikal wertkritische, auf Überwindung des kapitalistisch-patriarchalen Systems der Wertvergesellschaftung orientierte Ansatz von Robert Kurz u.a. – vgl. Kap.5
- Die fundamentale Industrialismuskritik, die vor allem auf innere Umkehr setzt, in der Denktradition des späten Rudolf Bahro, heute u.a. vertreten durch seine „Schüler“ Maik Hosang, Marco Ferst u.a. – vgl. Kap.6
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