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:: Ich war im Sarkophag von Tschernobyl
Am 26. April 1986 explodierte in Tschernobyl ein Atomreaktor. Einer hat überlebt. Er berichtet von dem, was war. Er berichtet von dem, was sein kann. Er berichtet von dem, was gerade ist. Er schildert, er zeigt auf, er warnt. Er weiß, wovon er spricht. Das Buch von Anatoly N. Tkachuk zeigt vor allem aber auf, dass es Probleme auf dieser Welt gibt, die wir nur gemeinsam lösen können. Wo es nicht mehr um Politik und Macht geht, sondern um das Überleben der Menschheit.
Am 26. April 1986 explodierte der Atomreaktor von Tschernobyl – und die Welt geriet in Gefahr. Die Atom-Ruine wurde mit dem Sarkophag überbaut, der heute seine Lebensdauer längst überschritten hat und bröselt.
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Für jede weitere Einschätzung musste man wissen, wie es im Inneren der Hölle aussieht. Was passiert, wenn Strahlung, Physik und Chemie zusammentreffen und sich mit Tod und Teufel verbünden? Es gibt keinen vergleichbaren Ort auf der Welt.
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Vier Männer haben sich 1987 auf den Weg in das Innere gemacht, um entsprechende Messungen zu machen.Nur einer von ihnen hat dies überlebt. Es ist Anatoly N. Tkachuk, der damals als KGB-Offizier für die Sicherheit der Menschen verantwortlich war, später General wurde und heute ein Wirtschaftsfachmann ist.
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In seinem Buch „Ich war im Sarkophag von Tschernobyl“ erzählt er nicht nur von Tschernobyl, er startet mit seinen Erzählungen mit dem kalten Krieg, mit der Bewachung von Militärraketen. Damit stellt er auch die Zusammenhänge von Atomraketen und der friedlichen Nutzung von Atomenergie dar.
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Er erzählt seine wahre Geschichte, die sich teilweise wie ein Roman liest - viele Fakten erzählt er zwar nicht, was so manchen Physiker verwundert hat, aber als Aufruf ist sein Buch dennoch zu bewerten.
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Einer der dramatischsten Sätze aus dem Ausflug ins Innere des Katastrophenreaktors aus dem Buch: "Jeder Fehltritt konnte nur eines bedeuten - den Tod."
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Die Dramatik der letzten Wochen im japanischen Atomkraftwerk geben seinen Erzählungen neue Aktualität. „Ich kann nicht schweigend der heranziehenden Katastrophe planetarischen Maßstabes zusehen.“ schreibt er in seinem Vorwort.
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"Es gibt noch Wunder auf der Welt! Dass ich das überlebt habe und jetzt vor Ihnen sitze ist so eines!" erklärte er bei der Pressekonferenz. Erst auf Nachfrage der Journalisten berichtet er von den persönlichen Folgen: Kehlkopf-Krebs, Strahlenbrand im Gesicht und auf den Händen und extrem schmerzende Gelenke, die ihm beispielsweise jeden Flug zu einer Tortur werden lassen.
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Ein absolut spannendes Buch, dass Anatoly N. Tkachuk als eine "Warnung" an die Welt versteht, denn unsere Erde ist klein und zerbrechlich.
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Er sagt: "Die Menschheit muss alles tun, was in ihrer Macht steht, damit in Zukunft derartige Tragödien verhindert werden und die Erde geschützt wird. Unsere Erde hat Grenzen der Belastbarkeit." Dem können wir nur beipflichten.
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Anatoly N. Tkachuk wurde 1950 in Wladiwostok geboren. Ab seinem 18. Lebensjahr war er in der sowjetischen Armee. Als verantwortlicher Sicherheitsoffizier in Tschernobyl wurde er Zeuge der Katastrophe und ging mit den Wissenschaftlern in den Sarkophag. Sein letzter militärischer Rang war Generalmajor. Er bekleidet bedeutende Positionen in Russland, von den vielen staatlichen Orden ist ihm die Medaille der Liquidatoren der wichtigste - die Auszeichnung für jene Frauen und Männer, die gegen das Inferno von Tschernobyl kämpften.
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