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:: Öl - Das blutige Geschäft
Wenige machen Profit, ganze Nationen stürzen in den Abgrund. Ohne Öl läuft nichts – es ist der Garant unseres Wohlstands und unserer Mobilität.
Die Blicke der Welt richten sich auf den Golf von Mexiko. Das Jahrhundertverbrechen am Planeten Erde weist zwei Besonderheiten auf: Ähnlich wie beim besoffenen Bedienungspersonal von Tschernobyl hat der Mensch versagt (man verzichtete aus Profitgier auf Sicherheitsventile und schaltete nachts die Warnanlagen ab, um nicht gestört zu werden) und die Pest traf diesmal nicht anonyme Ureinwohner im Nigerdelta, sondern die Schönen und Reichen an den amerikanischen Traumstränden. Langsam, aber doch setzt in Amerika ein Reflexionsprozess über Energiebeschaffung und -nutzung ein.
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Der amerikanische Journalist Peter Maass geht exemplarisch den Methoden der Erdölbeschaffer in Afrika, Südamerika und im Mittleren Osten nach und entlarvt dabei die Verlogenheit der amerikanischen und britischen Menschenrechtspolitik, die dort endet, wo Ölinteressen beginnen. Keine grundsätzlich neue Erkenntnis, aber als Reportage vor Ort in Äquatorialguinea, in Venezuela, im Irak und in Saudi Arabien ein packendes Dokument kolonialer Gegenwartskriminalität mit gigantischen Kollatoralschäden. Die Tragödie vom mexikanischen Golf ist ein Dauerzustand, der weltweit seit Jahrzehnten stattfindet.
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In vielen Förderländern hingegen herrschen Elend und Gewalt. Wer über den Ölhahn bestimmt, diktiert das blutige Geschäft. Wer in der Nähe der Ölquellen lebt, ist der ökologischen Katastrophe ausgeliefert.
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Peter Maass zeigt, wie der begehrte Rohstoff die Länder straft, die ihn besitzen, wie er jene korrumpiert, die mit ihm handeln, und die Welt verwüstet, die nach ihm dürstet.
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"Dieses Buch ist ein Muss für jeden, der über das internationale Ölbusiness und seinen Einfluss auf unser Leben Bescheid wissen will." San Francisco Chronicle
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Peter Maass: "Wir müssen unseren Appetit auf Öl zügeln. Wir wissen, dass das Verbrennen fossiler Kraftstoffe der Atmosphäre schadet. Wir müssen begreifen – und ich hoffe, mein Buch trägt dazu bei –, dass unsere Abhängigkeit vom Öl einige Förderländer höchst nachteilig beeinflusst hat. Wenn wir weniger ölabhängig werden – und zwar durch sparsameren und effizienteren Verbrauch und eine noch breiter angelegte Entwicklung erneuerbarer Energien –, müssen wir nicht um des Öls willen Kriege führen oder einen Diktator unterstützen. Und falls die Preise sinken, weil der Stoff für die Verbraucher nicht mehr so wichtig ist, werden sich vielleicht die Länder, denen das Öl geschadet hat, allmählich wieder erholen. Für uns alle, Konsumenten wie Lieferanten, wird dies ein langer und schmerzlicher Prozess sein. Aber es ist zu schaffen."
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