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:: Passivhaus Kompendium 2010

Das Jahresmagazin informiert informationsaktive Bauherren aber auch Fachleute über alle Aspekte des besonders energieeffizienten Passivhauses.

Die aktuelle Ausgabe des Passivhaus Kompendiums präsentiert unter anderem die Neuauflage einer Exklusivstudie zu den Mehrkosten eines Passivhauses im Vergleich zu konventionell, nach aktueller Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) gebauten Gebäuden. Im Interview mit dem Wissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker plädiert dieser für eine Effizienzrevolution und erzählt vom eigenen Passivhaus. In einem Extraheft werden die „Großen Passivhaus-Mythen“ erzählt und auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft.

 

Ein Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe des Passivhaus Kompendiums liegt in der energetischen Sanierung von Wohngebäuden und Schulen. Beiträge namhafter Gastautoren befassen sich mit realisierten Passivhäusern und vielen Einzelaspekten des Passivhauses – von der Dämmung der Bodenplatte über Lüftungskonzepte bis zu den Wärmequellen für die Wärmepumpe. Ein umfangreicher Adressteil listet die wichtigen Hersteller und Lieferanten rund ums Passivhaus sowie die erfahrenen Architekten und Fachplaner auf.

 

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Einsparen statt kompensieren!

Editorial von Johannes Laible

 

Ein gutes Gewissen ist so einfach zu bekommen: Über das lange Wochenende nach Mallorca fliegen und danach 17 Euro für ein Biomasseprojekt in Burkina Faso spenden – mühelos lassen sich 700 kg CO2 ungeschehen machen. Oder: Atomstrom kaufen, der mit Zertifikaten von normalem skandinavischem Wasserkraftstrom etikettiert wird – kostet kaum einen Cent extra, macht mich aber zum Ökostrombezieher und verbessert meine CO2-Bilanz erheblich. Oder: den Firmenwagen doch keine Nummer kleiner wählen, dafür eine Vignette „Ich fahre klimaneutral“ für 219,43 EUR (inkl. MwSt.) kaufen – kann ich von der Steuer absetzen und ist Teil meines Klima-Marketings.

 

Fast 500 Jahre nach Luthers Thesenanschlag an die Türen der Wittenberger Kirchen blüht der Ablasshandel wieder; klimaschädliches Verhalten kann für ein paar Euro nicht nur bequem gesühnt werden, man kann sich außerdem noch – ganz so wie im 15. Jahrhundert – mit guten Werken brüsten. Die Tür in den CO2-freien Himmel steht den reuigen Sündern weit offen.

 

Im Ernst: Engagement für den Klimaschutz ist eine gute Sache und unvermeidliche CO2-Ausstöße zu kompensieren ist allemal besser, als genussvoll das eigene CO2-Konto immer weiter ins Soll zu treiben. Doch sollte an erster Stelle nicht das Vermeiden und Verringern des klimaschädlichen Verhaltens stehen? Einsparen also, statt kompensieren. Das gilt streng genommen auch für unsere ungezügelte Begeisterung erneuerbaren Energien gegenüber. Reicht es aus, erst Dächer und Hügel und nun Wüsten und Meere mit immer größeren Solar- und Windkraftwerken zu bestücken, oder vergessen wir, dass auch hier nur eine Kompensation stattfindet? Unser Energiehunger wird gestillt statt reduziert, mit sauberem Strom statt Effizienz.

 

Da sind wir auch schon bei unseren Gebäuden. Bekanntlich haben diese einen Anteil von rund 40 % am gesamten Energiebedarf, 87 % des Energieverbrauchs im Gebäude entfallen auf Wärmeerzeugung. Mit regelmäßig verschärften Anforderungen an die Dämmung von Gebäuden bei Neubau und Sanierungen trägt der Gesetzgeber dazu bei, dass die immobilen CO2-Schleudern langsam, ganz langsam, klimafreundlicher werden. Ein wenig blitzt aber auch hier der Ablasshandel durch, wenn mit dem Einsatz erneuerbarer Energien eine suboptimale Dämmung kompensiert und auch noch finanziell gefördert wird. Ins gleiche Horn blasen etliche Hausanbieter, die ihren Bauherren prima Energiebilanzen versprechen, sich dabei mit baulichen Mindeststandards begnügen und auf das üppig bestückte Solardach verweisen.

 

Dabei gibt es seit fast zwanzig Jahren das ideale Konzept. Ein Haus, das spart statt kompensiert. Ein perfekt gedämmtes Haus mit minimalem Energiehunger und CO2-Ausstoß, das obendrein (nicht stattdessen!) erneuerbaren Energien glänzen kann:  Das Passivhaus

 

 

Bestellen Sie hier die Ausgabe 2010 und Sie erhalten mit der Lieferung GRATIS zwei Freikarten für die C-E-P, die internationale Fachmesse für erneuerbare Energien und Passivhaus. (25. - 27.02.2009, Landesmesse Stuttgart) weitere Infos zur CEP

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