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:: "Unheimliche Eroberer": Wer ist der unheimliche Eroberer?
„Invasive Arten“ sind Pflanzen und Tiere, die sich auf unterschiedlichsten Wegen in einem neuen Lebensraum ansiedeln. Nach einer Eingewöhnungsphase können sie sich dort häufig stark vermehren. Der Bildband „Unheimliche Eroberer“ zeigt die neuen Mitbewohner Europas und erläutert mögliche Probleme, die sich für das Gewohnheitstier, den Menschen, ergeben können. Buchrezension von Thomas Wardenbach.
Die Fotos des Bildbandes „Unheimliche Eroberer“ sind hervorragend. 24 Arten aus der Tier- und Pflanzenwelt werden von Fachleuten porträtiert. Liest man jedoch die Einleitungen zu den vorgestellten Arten, fühlt man sich an Kriegsberichterstattungen erinnert. Gegen „die Neuen“ werden schon seit längerem erbitterte Feldzüge von Naturschützern geführt. Ob Riesen-Bärenklau, Tigermücke, Maiswurzelbohrer oder Waschbär – sie alle haben keine Chance auf Integration.
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Da ist die Rede von Arten, die: „...in Europa Probleme verursachen und deren Bekämpfung eine große Herausforderung ist.“ Und weiter: „Es zeigt aber auch die Wege auf, die beschritten werden müssen, damit die unheimlichen Eroberer sich nicht grenzenlos ausdehnen können.“ Natürlich geht es auch um finanzielle Aspekte: „Problemunkräuter verursachen hohe Bekämpfungskosten an Straßenrändern, Bahnanlagen und in Uferbereichen.“
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Die Landwirtschaft ist in Gefahr, wirtschaftliche Schäden werden beziffert, die Infrastruktur wird zerstört und sogar die Biodiversität gerät aus dem Gleichgewicht, weil die bisher ansässigen Arten oft dezimiert werden, so warnen die Experten. Auch die Gesundheit des Menschen leidet, weil Allergiker Probleme mit „den Neuen“ bekommen, aber haben sie das nicht auch mit „den Alten“?
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Das in unseren Köpfen bestehende Naturidyll gerät aus den Fugen! Aber, wenn der Mensch in Biotopen entscheidet, wer rein darf und wer nicht, dann handelt er im Sinne von über Generationen gewachsenen Idealvorstellungen über diese Lebensgemeinschaften. Natur mit musealem Charakter für Forschung, Lehre und interessierte Laien ist das Ergebnis.
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Jedoch gibt es in der Natur keine stabilen Zustände, die irgendeiner Art den ewigen Fortbestand und einem festen Wohnplatz gewährleisten. Unzweifelhaft gilt es als erwiesen, dass „heimische Arten“ in den letzten Jahren schneller verdrängt werden, als es in Zeiträumen der Evolution möglich wäre. Nicht zuletzt werden die Auswirkungen des Klimawandels zusätzliche Massenwanderungen von „Klimaflüchtlingen“ hervorrufen.
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Auch wenn die Ausbreitung der „neuen Arten“ viel zu schnell zu verlaufen scheint, wird der Mensch die „Schlacht“ nicht gewinnen, weil er an der falschen „Front“ kämpft. Das eigentliche Problem ist der Mensch selber! Er hat sich maßlos vermehrt und drängt mittlerweile auch in die letzten Nischen von Naturräumen ein, die bisher unberührt und wild waren! Der Mensch ist für mich der „Unheimliche Eroberer“.
Beratung und Pressebüro für Geowissenschaften & Agrarwirtschaft, Köln
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