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:: Zeitenwende - Die postfossile Epoche

Grundsätzliche Denkanstöße von Solar-Architekt und Vordenker Prof. Dr. Dirk Althaus zur aktuellen Energiedebatte in Deutschland.

„Wenn wir unser Leben so bequem wie möglich weiterführen möchten, müssen wir uns schon heute auf das postfossile Zeitalter vorbereiten.“ Prof. Dr. Dirk Althaus

 

Die schreckliche Erdbebenkatastrophe in Japan und ihre verheerenden Folgen haben auch in Deutschland eine grundsätzliche (Atom-)Energiedebatte ausgelöst. „Schließlich weiß jeder, dass irgendwann – sei es nun in 50 oder in 150 Jahren – der letzte Tropfen Erdöl gefördert, der letzte Brocken Kohle verheizt und endlich auch das letzte Gramm Uran gespalten sein wird“, meint der ökologische Vordenker und emeritierte Architekturprofessor Prof. Dr. Dirk Althaus.

 

Unabhängig von Lobbys, mutig gegenüber dem Unabänderlichen und in großen Bögen denkend liefert der Autor in seinem Buch „Zeitenwende: Die postfossile Epoche“ wertvolle Denkanstöße und Ideen, um auch „in der postfossilen Epoche dieses Leben so bequem und komfortabel wie möglich weiter zu betreiben.“

 

Verschwenderische Energienutzung steht zur Diskussion

Planetengespräch: „Hallo, wie geht’s dir, liebe Erde, du siehst schlecht aus!“ – „Ach ja, ich hab‘ Homo Sapiens.“ – „Na ja, wart’ ein wenig, das geht vorüber. Gute Besserung dann auch!“ (Aus der Einleitung zum Buch „Zeitenwende – Die postfossile Epoche“)

 

Manchmal werden die, die ihrer Zeit voraus sind, von der Gegenwart überholt. Zwar ist der Erdenkeller noch nicht leer, sind noch nicht alle fossilen Ressourcen und Uranvorkommen erschöpft, doch steht angesichts der Vorfälle in Japan im März 2011 die verschwenderische Energienutzung zur Diskussion, als wüsste man nicht längst um die Unsicherheit der Sicherheit gerade in der kontrollierten Kernschmelze.

 

„Nicht der Reaktor ist unsicher! Wenn die Logistik seiner Peripherie nicht mehr funktioniert, braucht es keine Bombe zum GAU, den schafft er ganz von selbst ohne menschliche ‚Hilfe‘. Und um die Logistik zu lähmen, braucht es kein Erdbeben und keinen Tsunami – das können alle“, so Althaus.

 

Auf dem Weg zu zwei Evolutionssprüngen

Prof. Dr. Althaus entwickelte schon vor Jahren ein zukunftsweisendes Modell, in dem die Welt ohne fossile Ressourcen und ohne Uran, wenn der Erdenkeller leer ist, als schönes und lebenswertes Modell dargestellt wird. Ein Zukunftsszenario auf sehr pragmatischem Fundament, weit vor der Zeit – und eben doch nicht. „Zeitenwende – Die postfossile Epoche“ schildert die technologische Welt der Zukunft und die Gesellschaft jener Zeit als Gewinn.

 

„Nach den zwei alten Evolutionssprüngen ‚abstrakte Sprache‘ (Geist) und ‚Zähmung des Feuers‘ (Naturwissenschaften) folgen gerade die zwei neuen Evolutionssprünge ‚Primärproduktion‘ (Photovoltaik) und ‚Materiekreislauf‘ (Recycling), die beide geeignet sind, den Menschen einen neuen Weg in ein globales Gleichgewicht zu ebnen, das sie mit den beiden ersten Sprüngen verlassen haben.“

 

Gemäß Professor Althaus, unter anderem auch Mitautor des Standardwerks „Ökologisches Bauen“, wird es gemächlicher und gesünder, wenn Menschen ihre „vitale“ Energie von der Sonne beziehen und ihre Materieumsätze weitgehend in hoher Ordnung halten und im Wirtschaftssystem erhalten.

 

Mehr "Geschwisterlichkeit mit der Natur"

Die bisherigen Ansätze und Diskussionen sind nach Meinung von Professor Althaus „zu kurzsichtig und ziemlich kleinkariert. Jammern und Maulen blockieren die Ideen, und beides ist nicht nötig.“ Not-wendig im eigentlichen Wortsinn sei allein die intelligente Nutzung der Sonnenenergie, die der Menschheit auch in Jahrmillionen noch unverändert zur Verfügung stehen werde.

 

Sein innovatives Konzept – ein Modell unseres Seins auf dem Blauen Planeten auf der Grundlage unserer ursprünglichen Veranlagungen, unserer hochentwickelten Kultur und aller uns umgebenden Faktoren – präsentiert Althaus ganz ohne Weinerlichkeit, lakonisch und gut geerdet: „Weder sind wir Menschen von Grund auf böse, noch können wir die Welt vernichten. Und wir sind weder ihr Mittelpunkt noch Krone der Schöpfung. Eine Seinslehre hin zur ‚Geschwisterlichkeit mit der Natur’ kann zum Besten aller Beteiligten führen, ohne dass der Wert des Menschen dadurch abgemildert wird. Im Gegenteil!“

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