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:: Klimapolitik nach "Sandy"

Überflutete Straßen und U-Bahn-Tunnel nach einer über vier Meter hohen Flutwelle, Hochwasseralarm in US-Atommeilern, zerstörte Gebäude, explodierende Trafo-Stationen und nicht zuletzt der tragische Tod von Menschen: Die Nachrichten und Bilder aus New York und umliegenden Gegenden verdeutlichen die schreckliche Verwüstung und die Kräfte des "Monstersturms" Sandy, der als größter tropischer Sturm der Geschichte gewertet wird. Jetzt endlich wird in manchen US-Medien die Frage erörtert, warum das Thema Klimawandel im Wahlkampf bisher keine Rolle gespielt hat.

:: Welternährung in der öffentlichen Wahrnehmung

Ergebnis einer repräsentativen Verbraucherbefragung der Universität Göttingen zur Wahrnehmung des Themas Welternährung in der deutschen Bevölkerung: Beitrag der Landwirtschaft zur Bekämpfung des Welthungers wird unterschätzt Hunger wird als Verteilungsproblem wahrgenommen. Konsumverhalten in der EU wird für die Welternährung wichtiger empfunden als die EU-Agrarproduktion. Bei tatsächlichen Konsumentenentscheidungen spielt das Thema Welternährung aber keine Rolle. Verbraucher sehen Problemlösungskompetenz bei NGOs und Wissenschaftlern.

:: Einfluss des 11-Jahres-Rhythmus der Sonne auf das Klima bestätigt

Rhein-Beobachtung liefert Erkenntnisse zur Verbindung zwischen Perioden geringer Sonnenaktivität und extremen Kälteereignissen in Mitteleuropa. Wissenschaftler haben lange vermutet, dass der 11-Jahres-Rhythmus der Sonne Einfluss auf das Klima bestimmter Regionen der Welt haben könnte. Allerdings reichen die Temperaturaufzeichnung häufig nicht weit genug zurück, um eindeutige Muster aufzeigen zu können. Jetzt hat ein internationales Team von Forschern einen neuen Ansatz gefunden, der genau diese Vermutung bestätigt. Sie zeigten nicht nur, dass ungewöhnlich kalte Winter in Mitteleuropa während Phasen geringer Sonnenaktivität vorkamen, sondern auch dass die Anzahl der Sonnenflecken zu dieser Zeit auf ein Minimum reduziert war. Der Schlüssel zu dieser Forschung ist Deutschlands größter Fluss: Der Rhein.

:: Antikriegstag 2012: Im Schatten von Krieg, Rüstung und neonazistischen Umtrieben

Der Antikriegstag 2012 steht unter keinen guten Vorzeichen: Kriege und Bürgerkriege in der Welt haben nicht abgenommen, bewaffnete Konflikte drohen sich regional auszuweiten, die weltweiten Rüstungsaufwendungen sowie der internationale Waffenhandel befinden sich auf einem Rekordhoch und die rassistischen und neonazistischen Provokationen gehen unvermindert weiter.

:: Der Stern, um den sich alles dreht

Die Sonnenblume dreht sich, um der Sonne folgen zu können. So hat es vor über 500 Jahren Leonardo da Vinci erstmals in seinen botanischen Studien beschrieben. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Sonnenblume von den Spaniern aus Südamerika nach Europa gebracht. Sie galt den Azteken als heilig und war das Emblem des Sonnengotts der Inka. Diesen Zusammenhang kann man heute noch am Sonnentempel in Machu Pichu erkennen.

:: Klima am Ende der Eiszeit änderte sich innerhalb von Jahren

Erstmals wird ein abrupter Klimawandel am Ende der letzten Eiszeit detailliert beschrieben: Dabei änderte sich das Klima im Nordatlantik quasi von einem Jahr auf das andere – schneller als bisher vermutet. Die Daten aus einem über 15'000 Jahre alten Eisbohrkern könnten wegweisend sein für die Vorhersage plötzlicher Klimaschwankungen in der Zukunft.

:: Fukushima - Wo bleibt das radioaktive Wasser?

Wirbel sorgen für starke Vermischung im Pazifik. Die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima gerät bereits wieder in Vergessenheit. Große Mengen der dabei freigesetzten radioaktiven Substanzen breiten sich aber nach wie vor im Pazifik aus. Wissenschaftler des GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel haben die langfristige Ausbreitung mit Hilfe einer Modellstudie untersucht. Danach sorgt die starke Vermischung durch ozeanische Wirbel für eine rasche Verdünnung des radioaktiven Wassers. Wenn die ersten Ausläufer in etwa drei Jahren die nordamerikanische Küste erreichen, sollte die Radioaktivität daher bereits unter den Werten liegen, die noch heute infolge der Tschernobyl-Katastrophe in der Ostsee zu finden sind.

:: Der nukleare GAU ist wahrscheinlicher als gedacht

Westeuropa trägt das weltweit höchste Risiko einer radioaktiven Verseuchung durch schwere Reaktorunfälle. Katastrophale nukleare Unfälle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind häufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa einmal in 10 bis 20 Jahren auftreten können und damit 200 mal häufiger sind als in der Vergangenheit geschätzt. Ein Bericht von Susanne Benner

:: Bäume als Regenmacher in der Steppe

Soweit das Auge reichte, lag menschenleere Ödnis. Noch vor 25 Jahren herrschte trostlose Steppe im kolumbianischen Las Gaviotas. Heute wachsen wieder Waldgärten auf über 8000 ha, und mit dem Wald kehrte auch der Regen zurück. So ernährt der Wald bereits über 200 Familien, die neben veredelten Produkten aus den Waldgärten inzwischen sogar Trinkwasser in die Hauptstadt verkaufen. In der Nachbarschaft harren noch 6,3 Millionen Hektar Steppe ihrer Rückverwandlung in Regenwald. Von Haiko Pieplow und Ute Scheub

:: Indien: Gibt es noch Mädchentötungen?

Da singen und spielen in dem kleinen Dorfkindergarten etwa 40 Kinder – die Mehrzahl von ihnen Mädchen. Das ist ein wunderbarer Erfolg unserer Arbeit in diesen Dörfern in der Nähe von Madurai, im Süden Indiens! Denn hier war vor 10 Jahren die Praxis der Mädchentötung extrem verbreitet. Jeder wusste davon – und jeder schwieg, war doch fast jede Familie betroffen. Ein Bericht von Elvira Greiner

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