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"Lokale Friedensförderung in Afghanistan"
Eine deutschsprachige Zusammenfassung der Studie
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:: Afghanische Bevölkerung sieht Konflikte um Land und Wasser als Hauptursachen für Bedrohung ihrer Sicherheit
Lokale Initiativen zur Konfliktlösung könnten die Lage der Zivilbevölkerung in Afghanistan nachhaltig verbessern.
Gewaltsame Konflikte in Afghanistan haben oft lokale Ursachen und stehen in engem Zusammenhang mit der großen Armut der Bevölkerung. Dies geht aus der soeben veröffentlichten Oxfam-Studie „Community Peacebuilding in Afghanistan“ hervor.
Die Studie wertet eine repräsentative Umfrage unter 500 Personen in sechs afghanischen Provinzen aus. Die Befragten nannten als Hauptursache für lokale Streitigkeiten Konflikte um Land (50 Prozent) und Wasser (43 Prozent), noch vor Familienauseinandersetzungen (34 Prozent); Mehrfachnennungen waren möglich. Oxfam fordert, basierend auf den Ergebnissen der Studie, eine neue Strategie zur Friedensförderung in Afghanistan, die auf Programme zur Konfliktlösung und Gewaltprävention auf lokaler Ebene setzt.
Die Oxfam-Studie zeigt, dass die afghanische Bevölkerung Taliban, Warlords und Kriminelle zwar als große Bedrohung wahrnehmen. Als Hauptursache für die schlechte Sicherheitslage im Alltag werden jedoch Konflikte um Ressourcen genannt. „Bisher hat sich die internationale Gemeinschaft in Afghanistan auf militärische Maßnahmen und Initiativen auf oberster politischer Ebene konzentriert, die allein das Sicherheitsproblem nicht lösen können“, sagt Paul Bendix, Geschäftsführer von Oxfam Deutschland.
„Das liegt nicht nur am Wiedererstarken der Taliban, sondern auch daran, dass die Konflikte oft lokale Ursachen haben.“ Lokale Streitigkeiten führten zwar nicht zwangsläufig zu Gewalt, doch könnten kleinere Auseinandersetzungen leicht eskalieren. Ursachen hierfür seien die vielerorts herrschende Unsicherheit, die leichte Verfügbarkeit von Waffen und der Einfluss von Extremisten, Warlords oder kriminellen Banden, so Bendix.
Aus der Oxfam-Studie geht zudem hervor, dass die Afghanen sich zur Beilegung von Konflikten bevorzugt an traditionelle, lokale Autoritäten wenden. 55 Prozent der von Oxfam Befragten gaben an, sie würden sich zur Schlichtung von Konflikten an einen Ältestenrat wenden. Nur 12 Prozent würden ein ordentliches Gericht anrufen.
Oxfam fordert, dass die internationale Gemeinschaft Projekte der lokalen Friedensförderung in Afghanistan stärker unterstützt. „Lokale Friedensarbeit erzielt bereits beachtliche Erfolge. Da sie aber von der internationalen Gemeinschaft nicht ausreichend unterstützt wird, kommt dies nur einem Bruchteil der afghanischen Bevölkerung zugute“, erklärt Bendix.
Die Studie wertet eine repräsentative Umfrage unter 500 Personen in sechs afghanischen Provinzen aus. Die Befragten nannten als Hauptursache für lokale Streitigkeiten Konflikte um Land (50 Prozent) und Wasser (43 Prozent), noch vor Familienauseinandersetzungen (34 Prozent); Mehrfachnennungen waren möglich. Oxfam fordert, basierend auf den Ergebnissen der Studie, eine neue Strategie zur Friedensförderung in Afghanistan, die auf Programme zur Konfliktlösung und Gewaltprävention auf lokaler Ebene setzt.
Die Oxfam-Studie zeigt, dass die afghanische Bevölkerung Taliban, Warlords und Kriminelle zwar als große Bedrohung wahrnehmen. Als Hauptursache für die schlechte Sicherheitslage im Alltag werden jedoch Konflikte um Ressourcen genannt. „Bisher hat sich die internationale Gemeinschaft in Afghanistan auf militärische Maßnahmen und Initiativen auf oberster politischer Ebene konzentriert, die allein das Sicherheitsproblem nicht lösen können“, sagt Paul Bendix, Geschäftsführer von Oxfam Deutschland.
„Das liegt nicht nur am Wiedererstarken der Taliban, sondern auch daran, dass die Konflikte oft lokale Ursachen haben.“ Lokale Streitigkeiten führten zwar nicht zwangsläufig zu Gewalt, doch könnten kleinere Auseinandersetzungen leicht eskalieren. Ursachen hierfür seien die vielerorts herrschende Unsicherheit, die leichte Verfügbarkeit von Waffen und der Einfluss von Extremisten, Warlords oder kriminellen Banden, so Bendix.
Aus der Oxfam-Studie geht zudem hervor, dass die Afghanen sich zur Beilegung von Konflikten bevorzugt an traditionelle, lokale Autoritäten wenden. 55 Prozent der von Oxfam Befragten gaben an, sie würden sich zur Schlichtung von Konflikten an einen Ältestenrat wenden. Nur 12 Prozent würden ein ordentliches Gericht anrufen.
Oxfam fordert, dass die internationale Gemeinschaft Projekte der lokalen Friedensförderung in Afghanistan stärker unterstützt. „Lokale Friedensarbeit erzielt bereits beachtliche Erfolge. Da sie aber von der internationalen Gemeinschaft nicht ausreichend unterstützt wird, kommt dies nur einem Bruchteil der afghanischen Bevölkerung zugute“, erklärt Bendix.
Quelle:
Oxfam 2008
Oxfam 2008
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