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Rupert Neudeck "Die Flüchtlinge kommen. Warum sich unsere Asylpolitik ändern muß"
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Artikel 232 von 369
:: Das richtige Signal
Grünhelme bereiten eine große Operation an Afrikas Küste vor. Wir wollen etwas mit den und für die jungen Schwarzafrikaner tun, die an den Küsten Marokkos, des Senegals, Mauretaniens mit geballten Fäusten in der Tasche warten – auf ein Boot, auf einen Seelenverkäufer, einen Schlepper oder Schleußer, die sie irgendwie irgendwo an den gelobten Kontinent Europa bringen. Von Rupert Neudeck.
Schon jetzt suchen wir für den nächsten Winter, wenn es in Afrika schön warm, ist, Bauhandwerker, erfahrene gute Handwerker, Ingenieure, Tischler, Elektriker, Zimmerleute, auch Mediziner.Â
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Die Europäischen Regierungen geben immer noch das falsche Signal: Sie meinen durch Task Forces der Marine im Mittelmeer und an der West-Küsten Afrika könne man diese Menschen abfangen. Man kann nicht. Auch durch die Verdreifachung der Mauer in Ceuta und Mellila wird das nicht klappen. Der spanische Innenminister hat jüngst erklärt, das, was wir jetzt und noch stärker in den nächsten Jahren als Völkerwanderung erleben, ist der „friedliche Aufstand der Habenichtse gegen die Armut“.
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Darauf müssen wir mit einer humanitären Offensive DORT reagieren.
In einem Küstenort an der Küste werden wir mit Berufsausbildungszentren und Produktionsstätten diesen jungen Leuten Berufe vermitteln und sie zugleich profitabel arbeiten lassen. Die Produkte müssen gleich im Lande wie im Export nach Europa oder in andere afrikanische Länder gehen. Wir haben uns noch nicht festgelegt. Verhandeln mit den in Frage kommenden Küstenländern: Mauretanien, Senegal, Marokko. Es geht darum, dass diese Länder und ihre Regierungen das wollen und unterstützen müssen und uns dafür privilegierte Bedingungen bei Einreise und Einfuhr geben müssen. Wir bieten dafür den allerhöchsten Respekt für die Lebenskulturen der Afrikaner.
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Im Oktober werden die Recherchen beginnen - im Januar 2007 soll mit der Arbeit begonnen werden. Das Pilotprojekt wird in RUANDA stattfinden. Für Ruanda habe ich eine feste Vereinbarung mit dem Präsidenten des Landes, Paul Kagame, der auch bereit ist, die Schirmherrschaft für das Projekt in RUANDA zu übernehmen.
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Wir werden am 6. Januar 2007 den Startschuss für diese Aktion geben. Warum am 6. Januar?
Am 6. Januar 1907 hat einer der größten Europäer des 20. Jahrhunderts in einer Predigt das eingeläutet, was man später Entwicklungspolitik und humanitäre Arbeit nannte. Das Wort „humanitär“ war damals noch sauber und rein, es gab noch keine „humanitären Kriege“!
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In der Pfarrkirche von St. Nicolai in Straßburg hielt der damals 32-jährige Albert Schweitzer eine Predigt, die allen Zuhörern in Erinnerung blieb. Für uns könnte sie die Fanfare für eine neue Periode in der Bekämpfung der extremen Armut werden: „Diese vornehme Kultur, die so erbaulich von Menschenrechten zu reden weiß und diese Menschenrechte und Menschenwürde an Millionen missachtet und mit Füßen tritt, nur weil sie über dem Meere wohnen, eine andere Hautfarbe haben, sich nicht helfen können.“ Diese unsere Kultur sei erbärmlich, phrasenhaft und gemein. „Sie hat kein Recht von Menschenwürde und Menschenrechten zu reden“.
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Dieser Mann, Albert Schweitzer,  war Pastor, Theologe, Philosoph, Orgelvirtuose und dann auch noch Arzt. Sehr viel später dann Friedensnobelpreisträger. Er meinte, Worte dürfen nicht nur gequatscht werden, sie müssen getan werden. „Für jeden Gewalttätigen im Namen Jesu muss ein Helfer im Namen Jesu kommen. Für jeden, der etwas raubt, einer, der etwas bringt“ Und: „für jeden der flucht, einer der segnet“.
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Das Programm hat Albert Schweitzer selbst 1913 in Lambarene mit einem Hospital begonnen. Er allein blieb dort mit Unterbrechungen 50 (!!) Jahre. Nehmen wir ihn uns zum Vorbild: Albert Schweitzer als Patron und Schirmherrn posthum für eine solche Aktivität. Wir haben noch nicht das zureichende Geld, aber die Mitbürger werden es uns geben. Es muss einfach getan werden.
Und wir brauchen die jungen Leute mit den guten Berufen, die nicht wehleidig, nicht hypochondrisch, nicht Wohlstands-, Urlaubs- und Luxus verseucht sind, die das für 6 Monate machen.
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Bitte melden bei den Grünhelmen!
Beginn: 6. Januar 2007
Grünhelme e.V.
Kupferstr. 7
53842 Troisdorf
Tel 02241-46020
Fax 02241-401191
oder schicken Sie uns eine Bewerbermail an:
peace@gruenhelme.de
Aiman MazyekÂ
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Die Europäischen Regierungen geben immer noch das falsche Signal: Sie meinen durch Task Forces der Marine im Mittelmeer und an der West-Küsten Afrika könne man diese Menschen abfangen. Man kann nicht. Auch durch die Verdreifachung der Mauer in Ceuta und Mellila wird das nicht klappen. Der spanische Innenminister hat jüngst erklärt, das, was wir jetzt und noch stärker in den nächsten Jahren als Völkerwanderung erleben, ist der „friedliche Aufstand der Habenichtse gegen die Armut“.
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Darauf müssen wir mit einer humanitären Offensive DORT reagieren.
In einem Küstenort an der Küste werden wir mit Berufsausbildungszentren und Produktionsstätten diesen jungen Leuten Berufe vermitteln und sie zugleich profitabel arbeiten lassen. Die Produkte müssen gleich im Lande wie im Export nach Europa oder in andere afrikanische Länder gehen. Wir haben uns noch nicht festgelegt. Verhandeln mit den in Frage kommenden Küstenländern: Mauretanien, Senegal, Marokko. Es geht darum, dass diese Länder und ihre Regierungen das wollen und unterstützen müssen und uns dafür privilegierte Bedingungen bei Einreise und Einfuhr geben müssen. Wir bieten dafür den allerhöchsten Respekt für die Lebenskulturen der Afrikaner.
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Im Oktober werden die Recherchen beginnen - im Januar 2007 soll mit der Arbeit begonnen werden. Das Pilotprojekt wird in RUANDA stattfinden. Für Ruanda habe ich eine feste Vereinbarung mit dem Präsidenten des Landes, Paul Kagame, der auch bereit ist, die Schirmherrschaft für das Projekt in RUANDA zu übernehmen.
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Wir werden am 6. Januar 2007 den Startschuss für diese Aktion geben. Warum am 6. Januar?
Am 6. Januar 1907 hat einer der größten Europäer des 20. Jahrhunderts in einer Predigt das eingeläutet, was man später Entwicklungspolitik und humanitäre Arbeit nannte. Das Wort „humanitär“ war damals noch sauber und rein, es gab noch keine „humanitären Kriege“!
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In der Pfarrkirche von St. Nicolai in Straßburg hielt der damals 32-jährige Albert Schweitzer eine Predigt, die allen Zuhörern in Erinnerung blieb. Für uns könnte sie die Fanfare für eine neue Periode in der Bekämpfung der extremen Armut werden: „Diese vornehme Kultur, die so erbaulich von Menschenrechten zu reden weiß und diese Menschenrechte und Menschenwürde an Millionen missachtet und mit Füßen tritt, nur weil sie über dem Meere wohnen, eine andere Hautfarbe haben, sich nicht helfen können.“ Diese unsere Kultur sei erbärmlich, phrasenhaft und gemein. „Sie hat kein Recht von Menschenwürde und Menschenrechten zu reden“.
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Dieser Mann, Albert Schweitzer,  war Pastor, Theologe, Philosoph, Orgelvirtuose und dann auch noch Arzt. Sehr viel später dann Friedensnobelpreisträger. Er meinte, Worte dürfen nicht nur gequatscht werden, sie müssen getan werden. „Für jeden Gewalttätigen im Namen Jesu muss ein Helfer im Namen Jesu kommen. Für jeden, der etwas raubt, einer, der etwas bringt“ Und: „für jeden der flucht, einer der segnet“.
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Das Programm hat Albert Schweitzer selbst 1913 in Lambarene mit einem Hospital begonnen. Er allein blieb dort mit Unterbrechungen 50 (!!) Jahre. Nehmen wir ihn uns zum Vorbild: Albert Schweitzer als Patron und Schirmherrn posthum für eine solche Aktivität. Wir haben noch nicht das zureichende Geld, aber die Mitbürger werden es uns geben. Es muss einfach getan werden.
Und wir brauchen die jungen Leute mit den guten Berufen, die nicht wehleidig, nicht hypochondrisch, nicht Wohlstands-, Urlaubs- und Luxus verseucht sind, die das für 6 Monate machen.
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Bitte melden bei den Grünhelmen!
Beginn: 6. Januar 2007
Grünhelme e.V.
Kupferstr. 7
53842 Troisdorf
Tel 02241-46020
Fax 02241-401191
oder schicken Sie uns eine Bewerbermail an:
peace@gruenhelme.de
Aiman MazyekÂ
Zum Buch: "Die Flüchtlinge kommen. Warum sich unsere Asylpolitik ändern muß"
Seit Otto Schily ein Auffanglager für Flüchtlinge in Nordafrika vorgeschlagen hat, ist eine heftige Debatte um die europäische Flüchtlingspolitik entbrannt. Rupert Neudeck liefert alle Informationen, um sich ein eigenes Urteil zu diesem Thema zu bilden. Er zeigt, wo Asylpolitik und Entwicklungshilfe den Menschen helfen und wo sie versagen. Dabei beantwortet er Fragen, die viele Menschen kaum zu stellen wagen, um nicht als ausländerfeindlich zu gelten: Soll jeder Flüchtling nach Europa kommen dürfen? Verkraften die hiesigen Sozialsysteme noch mehr Menschen aus anderen Ländern? Neudeck entwirft eine Politik, die Flüchtlingen hilft, aber die Interessen der Länder, die sie aufnehmen sollen, nicht aus dem Auge verliert.
Quelle:
Grünhelme 2006
Rupert Neudeck
Grünhelme 2006
Rupert Neudeck
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