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:: Die Welt braucht nicht mehr Medien - sie braucht bessere

Freiwilliger Klimaschutz in der Medienproduktion ist nur dann sinnvoll umzusetzen, wenn er für alle Beteiligten - Dienstleister wie Auftraggeber - einen Nutzen bietet. In der breiten Öffentlichkeit wachsen das Interesse und damit auch die Sensibilität für das Thema. Von Rüdiger Maaß

In diesem Zusammenhang ist Glaubwürdigkeit im Engagement und in den Produktionsprozessen entlang der gesamten Chain-of-Custody ein wesentlicher, wenn nicht sogar der wichtigste Faktor. Nur so kann sichergestellt werden, dass tatsächlich auch in der Unternehmenskommunikation ein positiver Effekt erreicht werden kann.

 

Wie sieht nun eine glaubwürdige nachhaltige Medienproduktion aus? Bereits bei der Auswahl der Bedruckstoffe, die einen wesentlichen Anteil an der Ökobilanz einer Produktion haben, kann und sollte man ansetzen. Der Fachverband Medienproduktioner e.V. (f:mp.) empfiehlt die Verwendung von 100 Prozent Recyclingpapier mit dem blauen Engel. Die Steigerung der Produktqualität im Bereich der Recyclingpapiere hat dazu beigetragen, dass diese für viele Anwendungen eine echte Alternative zur Frischfaser geworden sind.

 

Wenn aus bestimmten Gründen unbedingt auf Frischfaser zurückgegriffen muss, empfiehlt sich der Einsatz von FSC-zertifizierten Papieren. Die Zertifizierung garantiert nicht nur die nachhaltige Produktion am Produktionsort, sondern darüber hinaus die lückenlose Kontrolle der Papiere bis zur Druckerei.

 

Grüner Druck auf Druckereien

Dort gibt es weitere Stellschrauben, durch welche die Umweltleistung einer Produktion verbessert werden kann. Dazu zählen zum einen die Verwendung von Ökostrom, zum anderen die Optimierung der Energienutzung im Betrieb. Bessere Isolierung der Betriebsräume, die Investition in verbrauchsarme Maschinen oder die Nutzung der Maschinenwärme zum Heizen durch Installation einer Wärmeluftpumpenanlage rentieren sich schnell und senken dabei mittelfristig auch die Betriebskosten des Unternehmens.

 

Die Steigerung der Effizienz der Druckprozesse trägt ebenfalls zur nachhaltigen Medienproduktion bei. So kann beispielsweise durch ein konsequentes Umsetzen der in der ISO 12647 festgelegten Parameter und Regelungen Makulatur eingespart und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Hier ist es nicht das Zertifikat, sondern die tägliche Arbeit entsprechend des Prozess Standard Offset (PSO), die Unternehmen effizienter macht, Fehler verhindert und die Kundenzufriedenheit steigert. Dieses Engagement wird besonders im LivingPSO!-Projekt (www.LivingPSO.de) deutlich.

 

Es ist gleich in zweifacher Hinsicht im Interesse von Drucksacheneinkäufern, nicht nur auf die Zertifikate, sondern auch auf die tatsächliche Umweltleistung des Dienstleisters zu schauen: Zum einen macht sich ein Unternehmen angreifbar, wenn es mit Nachhaltigkeit wirbt und sich anschließend herausstellt, dass die Medienerzeugnisse diesem Anspruch nicht gerecht werden. Zum anderen ist ein Produkt nur dann wirklich nachhaltig, wenn alle unvermeidbaren Emissionen, die während der Produktion und durch die verwendeten Materialien angefallen sind, anschließend durch Transferzertifikate ausgeglichen werden. Die Kosten hierfür sind abhängig von der Umweltleistung der Druckerei. Druckkunden, die klimaneutral produzierte Medien für die Kommunikation einsetzen wollen, sparen also durch die geschickte Wahl des Dienstleisters.

Quelle:

Rüdiger Maaß 2010 - ist Geschäftsführer des Fachverbandes Medienproduktioner e.V. (www.f-mp.de). Um den "roten Faden" der nachhaltigen Medienproduktion zu verbreiten, hat der f:mp. vor zwei Jahren die Kampagne Media Mundo gestartet. www.MediaMundo.biz

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