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:: Erdöl: "Die Tränen des Teufels"
Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Wen soll man denn bei BP fragen, nachdem der Ölmulti alle Risiken ignoriert und alle Nebenwirkungen verdrängt hat? Deshalb ist das weltweite Erstaunen und Entsetzen so groß, dass es BP einfach nicht gelingen will, das Ungeheuer am Meeresgrund zu bändigen.
"Wir haben alles im Griff“, „Wir bringen das in Ordnung“ oder gar “Der Golf wird danach schöner als vorher“,  so tönen nunmehr 12 Wochen die Propaganda-Lautsprecher von BP.
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Die Anwohner am Golf, die vergeblich auf Millionen Touristen warten und die arbeitslos gewordenen Fischer glauben den BP-Bossen inzwischen kein Wort mehr, wenn diese noch immer ihre Beschwichtigungsformeln wie  Gebetsmühlen vortragen. „Die besten Köpfe und der größte Sachverstand kommen angesichts der Krise zum Einsatz“, predigte BP noch vor wenigen Tagen.
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Der Konzern tut mit seinen Sprüchen immer noch so als hätte er eine Ahnung wie er der Krise Herr werden könnte. Doch die Sprücheklopfer sind in Wirklichkeit machtlos und machen sich von Tag zu Tag mit ihren Märchen mehr lächerlich.
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Spätestens seit der Aufklärung vor 300  Jahren haben Wissenschaftler so getan als könnten sie die Natur unterwerfen oder bezwingen. Doch die Natur reagiert, wenn wir unsere Grenzen nicht anerkennen, sie ausbeuten oder vergewaltigen. Schon der alte Rockefeller wusste: „Erdöl – das sind die Tränen des Teufels.“
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Mutter Erde war den alten Völkern und Kulturen immer heilig
Den Aborigines in Australien, den Maoris in Neuseeland, den Indianern in beiden Amerikas, den Ägyptern im Pharaonenreich, den Massais in Kenia. Sie haben die Natur nie als Maschine betrachtet, die man gnadenlos traktieren kann, sondern als „heilige Mutter Erde“, der man mit Ehrfurcht und Vorsicht begegnet.
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„Welcher normale Mensch vergewaltigt denn seine Mutter?“, fragte mich mal ein Indianer auf einem Energie-Kongress. Die Indianer und die Aborigines wissen noch, dass zur Natur das Unvorhersehbare und das Chaos gehören.
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Die Mythen aller indigenen Völker lassen uns ahnen, dass in Flüssen und Felsen, im  Meer und im Himmel, in Bergen und in Wäldern Götter und Geister leben, die wir beachten sollten.
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Erst wenn uns die Natur wieder heilig wird, werden wir aus Katastrophen wie der jetzigen am Golf von Mexiko wirklich etwas gelernt haben. Und es wird uns besser gehen.
© Franz Alt 2010
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