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Die Andheri-Hilfe unterstützt in rund 100 Frauenprojekten indische Frauen und ihre Organisationen im Kampf gegen Armut, Ungerechtigkeit und soziale Missstände.
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Artikel 241 von 369
:: Indien: Mädchen - nicht länger unerwünscht!
Seit Anfang dieses Jahres häufen sich Artikel mit der erschreckenden Nachricht, dass in Indien gemäß einer in England veröffentlichten Studie in den vergangenen 20 Jahren etwa 10 Millionen weibliche Föten abgetrieben worden seien. Ein Bericht von Stephanie Breil.
Der Grund: Die geringere Wertschätzung der indischen Frau gegenüber dem Mann und das im Hinduismus verankerte Mitgiftsystem. So bevorzugen die Eltern Söhne, denn diese steigern das Image der Familie und stellen ihre Alterssicherung dar. Dagegen verlässt die Tochter traditionell das Haus und zieht zu den Schwiegereltern. Viele Eltern heiratsfähiger Mädchen verschulden sich tief durch das - offiziell verbotene – Mitgiftsystem und durch die teilweise protzigen Hochzeitsfeiern, die sie ausrichten müssen.
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Die Studie zeigt ebenso, dass die Form der „selektiven Abtreibung“ gerade auch in den wohlhabenderen Gesellschaftsschichten etabliert ist. Vor allem der indische Mittelstand leistet sich die teure pränatale Geschlechtsdiagnose, um sich den Wunsch nach einem Stammhalter zu erfüllen. Während diese Schichten, die überwiegend in den Städten leben, eine „Geschlechtsauslese“ mittels Ultraschall vornehmen lassen, grassiert in den ländlichen Gebieten unter der armen Bevölkerungsschichten nach wie vor der Mord am neugeborenen Mädchen!
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Aber das Problem ist schon länger bekannt. Bereits Ende der 90er Jahre zählte die im indischen Subkontinent tätige Entwicklungsorganisation Andheri-Hilfe Bonn e.V. 14 verschiedene Tötungsmethoden für ein Baby! In dem aufrüttelnden Film „Entwicklung ist weiblich“ des Journalisten und Dokumentarfilmers Franz Alt erhebt Andheri-Hilfe Bonn e.V. jedoch keine Anklage gegen die zum Teil verzweifelten Eltern, sondern zeigt Wege für die Familien auf, um die Gewalt gegen die wehrlosen Kinder zu beenden.
Schul- und Ausbildung für die Mädchen und Schaffung von einkommensfördernden Maßnahmen für die Frauen lauten die Formeln für den Schutz von diskriminierten Mädchen und Frauen. Außerdem fördert Andheri-Hilfe Bonn e.V. die Bildung von Frauengruppen, Kleinkreditgruppen und anderen weiblichen Selbsthilfegremien in den Dörfern, damit Frauen für ihre Menschenrechte kämpfen können.
Wenn Frauen zum Familieneinkommen beitragen, werden sie selbstbewusst; wenn Mädchen durch eine solide (Schul-)Bildung lernen, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, wird der Druck auf die Eltern wegen hoher Mitgiftforderungen von Seiten der Schwiegereltern geringer. Schritt für Schritt kann eine Bewusstseinsänderung in der Bevölkerung erwirkt werden. Heute kann in den Dörfern, wo Andheri-Hilfe Bonn Frauenförderprogramme durchführte, die Geburt eines Mädchens wieder gefeiert werden!
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Und es gibt bereits Aufsehen erregende Erfolge: So wurde der Vorsitzende der Association For Rural Development (ARD) für seinen Kampf gegen Mädchentötungen ausgezeichnet. Der Partner von Andheri-Hilfe Bonn e.V. füllte ein Sportstadion bis auf den letzten Platz für eine Kundgebung gegen diese unselige Praxis und die nationale Presse berichtete landesweit darüber. Überhaupt greift die Presse verstärkt die Thematik Gewalt gegen Frauen auf, seit die ARD und andere Verbände Druck auf die staatlichen Instanzen, die Gerichte und die Lokalpolitiker ausüben und das Schweigen über die Abtreibungen und Tötungen von Mädchen brechen.
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Die Studie zeigt ebenso, dass die Form der „selektiven Abtreibung“ gerade auch in den wohlhabenderen Gesellschaftsschichten etabliert ist. Vor allem der indische Mittelstand leistet sich die teure pränatale Geschlechtsdiagnose, um sich den Wunsch nach einem Stammhalter zu erfüllen. Während diese Schichten, die überwiegend in den Städten leben, eine „Geschlechtsauslese“ mittels Ultraschall vornehmen lassen, grassiert in den ländlichen Gebieten unter der armen Bevölkerungsschichten nach wie vor der Mord am neugeborenen Mädchen!
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Aber das Problem ist schon länger bekannt. Bereits Ende der 90er Jahre zählte die im indischen Subkontinent tätige Entwicklungsorganisation Andheri-Hilfe Bonn e.V. 14 verschiedene Tötungsmethoden für ein Baby! In dem aufrüttelnden Film „Entwicklung ist weiblich“ des Journalisten und Dokumentarfilmers Franz Alt erhebt Andheri-Hilfe Bonn e.V. jedoch keine Anklage gegen die zum Teil verzweifelten Eltern, sondern zeigt Wege für die Familien auf, um die Gewalt gegen die wehrlosen Kinder zu beenden.
Schul- und Ausbildung für die Mädchen und Schaffung von einkommensfördernden Maßnahmen für die Frauen lauten die Formeln für den Schutz von diskriminierten Mädchen und Frauen. Außerdem fördert Andheri-Hilfe Bonn e.V. die Bildung von Frauengruppen, Kleinkreditgruppen und anderen weiblichen Selbsthilfegremien in den Dörfern, damit Frauen für ihre Menschenrechte kämpfen können.
Wenn Frauen zum Familieneinkommen beitragen, werden sie selbstbewusst; wenn Mädchen durch eine solide (Schul-)Bildung lernen, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, wird der Druck auf die Eltern wegen hoher Mitgiftforderungen von Seiten der Schwiegereltern geringer. Schritt für Schritt kann eine Bewusstseinsänderung in der Bevölkerung erwirkt werden. Heute kann in den Dörfern, wo Andheri-Hilfe Bonn Frauenförderprogramme durchführte, die Geburt eines Mädchens wieder gefeiert werden!
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Und es gibt bereits Aufsehen erregende Erfolge: So wurde der Vorsitzende der Association For Rural Development (ARD) für seinen Kampf gegen Mädchentötungen ausgezeichnet. Der Partner von Andheri-Hilfe Bonn e.V. füllte ein Sportstadion bis auf den letzten Platz für eine Kundgebung gegen diese unselige Praxis und die nationale Presse berichtete landesweit darüber. Überhaupt greift die Presse verstärkt die Thematik Gewalt gegen Frauen auf, seit die ARD und andere Verbände Druck auf die staatlichen Instanzen, die Gerichte und die Lokalpolitiker ausüben und das Schweigen über die Abtreibungen und Tötungen von Mädchen brechen.
Quelle:
Andheri-Hilfe Bonn 2006
Stephanie Breil
Andheri-Hilfe Bonn 2006
Stephanie Breil
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