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Artikel 195 von 369
:: Ruanda braucht die Hilfe der Deutschen
Die Energie-Versorgung in Ruanda ist noch lange nicht so, dass das Land richtig überleben kann – mit seinem vergleichsweise kleinen Territorium (Rheinland-Pfalz plus Saarland) und einer zu großen Bevölkerung (8 Mio. Ruander). Nur 5 % der Bevölkerung haben Zugang zu elektrischer Energie. Von Rupert Neudeck.
Der Preis für einen Barrel Öl ist für den Ruander ständig gestiegen, wegen des Kaufkraftverlustes für den Ruanda Francs in bezug auf den US-Dollar. Seit 1999 hat der Ruanda France 40 % seiner Kaufkraft auf dem Weltmarkt verloren. In derselben Zeit ist der Öl-Preis auf 352 % des ursprünglichen Preises gestiegen. Ruanda muss 5.8-mal so viel von seinem wertvollen Haushaltsgeld ausgeben für ein Barrel Öl denn 1999.
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2003 noch musste ein Ruander für eine Petroleum Lampe 22.5 US $ ausgeben, oder 11.800 FRW (Ruanda Franken). 2007 muss er für die gleiche Lampe 32 US$ ausgeben, also 16.800 FRW. Das bedeutet eine Preiserhöhung von 42 %. Die Bevölkerung in den ländlichen Gegenden hat überhaupt keinen Strom. Ruanda steht also vor seiner härtesten Bewährungsprobe. Auch weil das Land und seine Regierung wissen: So wie bisher kann es nicht weitergehen.
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Überall ziehen am Morgen die Frauen aus den Häusern und Dörfern, um Feuerholz zu besorgen. Diese traditionelle Form von Energie zum Kochen ist die einfachste, weil die billigste. Man muss dafür nicht bezahlen. Sie wird „nicht-kommerzielle Quelle der Energie“ genannt. Nur kann das auf Dauer nicht gut gehen. Die Abholzung führt zu einer jährlichen Verminderung des Waldbestandes um 2 %. Das zusammen mit dem explosiven Bevölkerungszuwachs und der weiteren Ausnutzung von Feuerholz werden zu einer Katastrophe führen, wenn Ruanda nicht auf erneuerbare, alternative Energien umsteigt. .
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Lösungen
1. Biogas-Anlagen: In jeder Schule könnte die Latrine, in jedem Dorf die Ställe zu Biogas-Anlagen entwickelt werden. In den Dörfern ist das Potential für Biogas ganz hoch. Und wenn sich Ruanda von den Erfolgen der erfolgreichen Biogas-Anlagen in Indien, China und Nepal ein Beispiel nimmt, könnte das schon eine erste Substitution für Feuerholz sein. Denn das Abholzen darf nicht weitergehen, weil sonst der einzig verlässliche Wirtschaftsfaktor leiden würde: die Landwirtschaft.
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2. Die Energiegewinnung über dieWasserkraft ist auch gefährdet. Bisher decken die Staudämme 50 % der in Ruanda verwandten Energie. Der Regen ist in den letzten zehn Jahren so heruntergegangen, dass der Kivu See den Wasserspiegel um einen Meter gesenkt hat.
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3. Photovoltaik – Sonnenenergie: Das ist es auch, was die GRÜNHELME in den Distrikt Bugesera bringen wollen: eine 1500 KW Anlage. Die Voraussetzungen für Solarenergie (Franz Alt: „Die Sonne schickt uns keine Rechnung!“) sind sehr gut. Ruanda liegt in der Nähe des Äquators und hat 300 (!!) Sonnen-Tage pro Jahr. Die Energie pro Quadratmeter ist damit doppelt so hoch wie in Deutschland, nämlich geschätzt: 1900 KWh/qm.
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Die Universität Trier, der Umwelt-Campus in Birkenfeld unter Professor Peter Heck hat eine Kostenaufstellung gemacht: Dieses Ruanda muss sich mit seiner nicht korrupten Regierung und seiner fleißigen Bevölkerung ganz an die Spitze des verlorenen Kontinents Afrika katapultieren. Es muss in 20 Jahren ganz von den erneuerbaren Energien abhängig sein. Dazu sollte der Präsident des Landes sich dem deutschen Gesetz über die erneuerbaren Energien anschließen und überhaupt in ein großes Netzwerk über das ganze Land investieren.
Die Kosten, die der Umwelt-Campus ausgerechnet hat: Die 0.7 kWp- Photovoltaik-Anlage für die 50 Primärschulen würde 321.000 Euro kosten, das gleiche System für 326 Gymnasien und einem 1.6 kWp-System würde 5.006.382 Euro kosten. Dazu würde man noch Biogassysteme in 36 Gymnasien einrichten zum Preis von 1.080.000 Euro.Â
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Die Kosten für die Ausrüstung von 374 Gesundheitsstationen über das ganze Land mit 1.3 kWp Photovoltaik System würde 4,872 Mio. Euro kosten. Die Kosten für 108 neue Siedlungen mit einem Photovoltaik System - jede dieser 109 Siedlungen würde mit einer 1.5 kWp-Photovoltaik Anlage und 150 mobilen Solarlampen zum Verleihen ausgerüstet werden. Noch einmal 1.673 Mio. Euro. Dazu kommen noch notwendige Kosten für die zwei Non Profit Organisationen, die in Ruanda dieses neue Energiesystem überwachen und kontrollieren sollen.Â
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ESCOR – das heißt Energy Service Company Ruanda. Die Gesellschaft müsste die Sicherheit, die Wirksamkeit des investierten Kapitals garantieren. ESCOR wird zugleich zehn bis zwölf Service Stationen im Lande einrichten: SEIC, das sind die Service and Environmental Information Centres.
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Das ganze Projekt, in dem die GRÜNHELME einen integralen Teil ausführen, beläuft sich grob gesprochen auf 20 Mio. Euro. Davon könnte man vielleicht noch an den Kosten für das deutsche Personal sparen, weil die natürlich nach den deutschen Tarif- und Versicherungs-Ordnungen bezahlt werden sollen. Reisekosten in Deutschland: 56.000 Euro, das deutsche Personal 1.244.565 Euro – das erscheint uns zu hoch.
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20 Mio. Euro: Was ist das für eine Summe? Das könnte man dem Bundestag erklären: Die Hälfte dessen, was für den Unterhalt der Tornados in einem Jahr zu bezahlen ist (38 Mio Euro), würde schon (fast) die Summe sein, die notwendig ist, um Ruanda ganz mit erneuerbaren Energien auszurüsten.
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Das ganze Projekt, an dem die Grünhelme ihren Anteil in dem großen Distrikt Bugesera tragen, wird nur zu 10 % (=1.98 Mio. Euro) vom Ruanda Staat mitgetragen. Dennoch bleibt die Tatsache: 90 % der Kosten für dieses die Zukunft ganz Afrikas aufbrechende Unternehmen wird von den „Internationalen Gebern“ aufzubringen sein. Wie gesagt. Ein Militäreinsatz weniger, schon sind alle Kosten beisammen.
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Am 7. Juni 2007 wird der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurtl Beck, eine Ein-Million-KW-Photovoltaik-Anlage in der Nähe von Kigali eröffnen. Aus Anlass des 25jährigen Jahrestages der Begründung einer großen erfolgreichen Partnerschaft, der des Landes Rheinland Pfalz mit Ruanda.Â
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2003 noch musste ein Ruander für eine Petroleum Lampe 22.5 US $ ausgeben, oder 11.800 FRW (Ruanda Franken). 2007 muss er für die gleiche Lampe 32 US$ ausgeben, also 16.800 FRW. Das bedeutet eine Preiserhöhung von 42 %. Die Bevölkerung in den ländlichen Gegenden hat überhaupt keinen Strom. Ruanda steht also vor seiner härtesten Bewährungsprobe. Auch weil das Land und seine Regierung wissen: So wie bisher kann es nicht weitergehen.
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Überall ziehen am Morgen die Frauen aus den Häusern und Dörfern, um Feuerholz zu besorgen. Diese traditionelle Form von Energie zum Kochen ist die einfachste, weil die billigste. Man muss dafür nicht bezahlen. Sie wird „nicht-kommerzielle Quelle der Energie“ genannt. Nur kann das auf Dauer nicht gut gehen. Die Abholzung führt zu einer jährlichen Verminderung des Waldbestandes um 2 %. Das zusammen mit dem explosiven Bevölkerungszuwachs und der weiteren Ausnutzung von Feuerholz werden zu einer Katastrophe führen, wenn Ruanda nicht auf erneuerbare, alternative Energien umsteigt. .
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1. Biogas-Anlagen: In jeder Schule könnte die Latrine, in jedem Dorf die Ställe zu Biogas-Anlagen entwickelt werden. In den Dörfern ist das Potential für Biogas ganz hoch. Und wenn sich Ruanda von den Erfolgen der erfolgreichen Biogas-Anlagen in Indien, China und Nepal ein Beispiel nimmt, könnte das schon eine erste Substitution für Feuerholz sein. Denn das Abholzen darf nicht weitergehen, weil sonst der einzig verlässliche Wirtschaftsfaktor leiden würde: die Landwirtschaft.
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2. Die Energiegewinnung über dieWasserkraft ist auch gefährdet. Bisher decken die Staudämme 50 % der in Ruanda verwandten Energie. Der Regen ist in den letzten zehn Jahren so heruntergegangen, dass der Kivu See den Wasserspiegel um einen Meter gesenkt hat.
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3. Photovoltaik – Sonnenenergie: Das ist es auch, was die GRÜNHELME in den Distrikt Bugesera bringen wollen: eine 1500 KW Anlage. Die Voraussetzungen für Solarenergie (Franz Alt: „Die Sonne schickt uns keine Rechnung!“) sind sehr gut. Ruanda liegt in der Nähe des Äquators und hat 300 (!!) Sonnen-Tage pro Jahr. Die Energie pro Quadratmeter ist damit doppelt so hoch wie in Deutschland, nämlich geschätzt: 1900 KWh/qm.
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Die Universität Trier, der Umwelt-Campus in Birkenfeld unter Professor Peter Heck hat eine Kostenaufstellung gemacht: Dieses Ruanda muss sich mit seiner nicht korrupten Regierung und seiner fleißigen Bevölkerung ganz an die Spitze des verlorenen Kontinents Afrika katapultieren. Es muss in 20 Jahren ganz von den erneuerbaren Energien abhängig sein. Dazu sollte der Präsident des Landes sich dem deutschen Gesetz über die erneuerbaren Energien anschließen und überhaupt in ein großes Netzwerk über das ganze Land investieren.
Die Kosten, die der Umwelt-Campus ausgerechnet hat: Die 0.7 kWp- Photovoltaik-Anlage für die 50 Primärschulen würde 321.000 Euro kosten, das gleiche System für 326 Gymnasien und einem 1.6 kWp-System würde 5.006.382 Euro kosten. Dazu würde man noch Biogassysteme in 36 Gymnasien einrichten zum Preis von 1.080.000 Euro.Â
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Die Kosten für die Ausrüstung von 374 Gesundheitsstationen über das ganze Land mit 1.3 kWp Photovoltaik System würde 4,872 Mio. Euro kosten. Die Kosten für 108 neue Siedlungen mit einem Photovoltaik System - jede dieser 109 Siedlungen würde mit einer 1.5 kWp-Photovoltaik Anlage und 150 mobilen Solarlampen zum Verleihen ausgerüstet werden. Noch einmal 1.673 Mio. Euro. Dazu kommen noch notwendige Kosten für die zwei Non Profit Organisationen, die in Ruanda dieses neue Energiesystem überwachen und kontrollieren sollen.Â
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ESCOR – das heißt Energy Service Company Ruanda. Die Gesellschaft müsste die Sicherheit, die Wirksamkeit des investierten Kapitals garantieren. ESCOR wird zugleich zehn bis zwölf Service Stationen im Lande einrichten: SEIC, das sind die Service and Environmental Information Centres.
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Das ganze Projekt, in dem die GRÜNHELME einen integralen Teil ausführen, beläuft sich grob gesprochen auf 20 Mio. Euro. Davon könnte man vielleicht noch an den Kosten für das deutsche Personal sparen, weil die natürlich nach den deutschen Tarif- und Versicherungs-Ordnungen bezahlt werden sollen. Reisekosten in Deutschland: 56.000 Euro, das deutsche Personal 1.244.565 Euro – das erscheint uns zu hoch.
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20 Mio. Euro: Was ist das für eine Summe? Das könnte man dem Bundestag erklären: Die Hälfte dessen, was für den Unterhalt der Tornados in einem Jahr zu bezahlen ist (38 Mio Euro), würde schon (fast) die Summe sein, die notwendig ist, um Ruanda ganz mit erneuerbaren Energien auszurüsten.
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Das ganze Projekt, an dem die Grünhelme ihren Anteil in dem großen Distrikt Bugesera tragen, wird nur zu 10 % (=1.98 Mio. Euro) vom Ruanda Staat mitgetragen. Dennoch bleibt die Tatsache: 90 % der Kosten für dieses die Zukunft ganz Afrikas aufbrechende Unternehmen wird von den „Internationalen Gebern“ aufzubringen sein. Wie gesagt. Ein Militäreinsatz weniger, schon sind alle Kosten beisammen.
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Am 7. Juni 2007 wird der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurtl Beck, eine Ein-Million-KW-Photovoltaik-Anlage in der Nähe von Kigali eröffnen. Aus Anlass des 25jährigen Jahrestages der Begründung einer großen erfolgreichen Partnerschaft, der des Landes Rheinland Pfalz mit Ruanda.Â
Quelle:
Rupert Neudeck 2007
Grünhelme 2007
Rupert Neudeck 2007
Grünhelme 2007
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